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wasseruhr_ilmenau_2005-05-26.jpg. Die Zeitanzeige ändert sich mit dem Stand der Flüssigkeit im Gefäß. Angezeigte Uhrzeit: 14:35:59.]]

Wasseruhren waren über Jahrtausende hinweg Apparate zur Zeitmessung. Aus den einfachen Einlauf- und Auslaufuhren der Antike entwickelten sich spätestens im Mittelalter in China und im Vorderen Orient große mechanische Apparate. Die einfachen Wasseruhren nannte man in Griechenland auch Klepsydren (Wasserstehlerinnen). Ihr Vorteil bestand gegenüber den Sonnenuhren darin, dass sie nicht so stark vom Sonnenlicht und der Witterung abhängig waren. Allerdings behinderte Frost bei allen Wasseruhren den Wasserfluss und damit die Genauigkeit, so daß man Fackeln aufstellen oder das Wasser durch Quecksilber ersetzen musste.

Geschichte


  • um 1530 v. Chr. baut der Siegelaufbewahrer Amemhet für König Amenophis I. in Ägypten eine technisch ausgereifte Wasseruhr
  • im Tempel des Ammon in Karnak sollen Bruchstücke einer Wasseruhr gefunden worden sein, die auf das 14. Jahrhundert v. Chr. datiert werden
  • im 4. Jahrhundert v. Chr. ist es Platon angeblich gelungen, mit Hilfe einer Wasseruhr einen Wecker zu bauen
  • im Griechenland und Rom der Antike wurde die Redezeit vor Gericht mit Wasseruhren gemessen
  • im 3. Jahrhundert v. Chr. soll es Ktesibios (eines Schülers von Archimedes) gelungen sein, Uhren mit Ziffernblatt und Zeiger zu konstruieren
  • In China baute der Mönch Yixing 725 ein astronomisches Instrument, was auch als Uhr diente. Bewegt wurde es über ein mit Wasser betriebenes Schaufelrad, das binnen 24 Stunden eine vollständige Umdrehung durchführte. Sonne, Mond und Himmelskugel bewegten sich auf Kreisbahnen, eine Glocke läutete automatisch jede Stunde, eine Trommel schlug jede Viertelstunde. Alle Bewegungen steuerte ein Mechanismus mit mechanischer Hemmung (nicht durch Gewichte und Spiralfedern, sondern durch Wasserkraft bewegte Hemmung). Der Mechanismus begann aber bald zu rosten, so daß die Maschine stillgelegt werden musste. Yixing verstarb zu früh, um noch ein Nachfolgemodell zu konstruieren.
  • Der Chinese Su Song baute und beschrieb um 1090 eine Wasseruhr, die am Antriebsrad eine Hemmung besaß. Ihre Konstruktion ist in allen Einzelheiten überliefert. Sie baute auf einem Vorgängermodell eines gewissen Zhang Sixun von 976 auf und besaß ein mit Schalen bestücktes Wasserrad. Diese Schalen wurden so mit Wasser gefüllt, daß sich das Rad pro Viertelstunde um eine Schale weiterdrehte, während eine Sperrklinke ein ungewolltes Vorwärtsdrehen und eine weitere ein ungewolltes Rückwärtsdrehen verhinderte. Die Uhr Su Songs war von 1092 bis 1127 in Kaifeng in Betrieb, danach noch einige Zeit in Peking.
  • im 14. Jahrhundert fanden Wasseruhren auch in Europa Anwendung
  • 1982 wird die 13m hohe Uhr der fließenden Zeit (entworfen von dem Franzosen Bernard Gitton) im Berliner Europa-Center aufgestellt.

Weblinks


  • http://www.factmonster.com/ipka/A0855491.html
  • http://www.schmuckecke.de/geschichte/antike.html
  • http://www.europa-center-berlin.de/index.php?target=sights&page=2

Uhr | Kalender

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