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Wassertreten, auch
Kneippen genannt, ist eine Behandlungsmethode der
Hydrotherapie, die auf der Grundlage von
Sebastian Kneipp angewendet wird. Hierbei wird in kaltem (leitungskaltem)
Wasser auf der Stelle geschritten. (Hinweis: Man sollte nur Wassertreten, wenn sich die
Füße zu Beginn des Wassertretens warm anfühlen!) Ein
Bein sollte dabei immer vollkommen aus dem Wasser herausgezogen werden und die Fußspitze etwas nach unten gebeugt werden (der so genannte
Storchengang). Nach ca. 30
Sekunden spürt man dann ein starkes Kältegefühl in den Füßen und
Unterschenkeln. Dann sollte man kurz das kalte Wasser verlassen, um die Füße wieder zu erwärmen. Diesen Vorgang wiederholt man mehrmals. Nach dem Wassertreten das Wasser lediglich abstreifen (nicht abtrocknen!) und zur Erwärmung ein klein wenig Bewegung machen.
Als Wassertreten werden weiterhin Beinbewegungen bezeichnet, die dazu dienen, den im Wasser schwimmenden menschlichen Körper in aufrechter Haltung zu stabilisieren.
Wassertreten kann man in der Badewanne oder Duschwanne (Vorsicht: Rutschgefahr!), in kühlen Bachläufen oder auch an seichten See- oder Flussufern, wenn das Wasser im Frühjahr oder Herbst kühl ist. An zahlreichen Orten - insbesondere in Heilbädern, die sich der Kneipp-Medizin verpflichtet fühlen, - sind auch Wassertretbecken, z B. in Kurparks, eingerichtet worden.
Wirkung
Durch Wassertreten wird der
Kreislauf angeregt und die
Durchblutung gefördert. Damit wirkt es
venenkräftigend und
stoffwechselanregend. Am Abend durchgeführt ist Wassertreten eine Hilfestellung zum besseren Einschlafen.
Anwendungsgebiete
Wassertreten wird zur Behandlung von
Krampfadern und
Migräne empfohlen. Es stärkt außerdem die
Abwehrkräfte.
Alternativen
Als Alternativen zum Wassertreten bieten sich
Tautreten auf Wiesen oder
Schneegehen in weichem Pulverschnee an.
Barfußlaufen auf verschiedenen Untergründen kräftigt die Muskulatur und stärkt das Wohlbefinden.
Sport
Wassertreten wird auch beim
Wasserball das
Über-Wasser-Halten genannt. In manchen Regionen wird auch von „Wasserball-Beine“ gesprochen.
Hierbei handelt es sich um die einfachsten und effektivste Art sich über Wasser zu halten.
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