Als Wasserspiegel bezeichnet man in Geowissenschaft und Technik die geglättete Form einer freien, weitgehend ungestörten Wasserfläche, wie sie sich mittelfristig unter dem Einfluss der Schwerkraft einstellt.
Wenn außer dem Luftdruck noch andere Kräfte wirken, treten Strömungen und Wellen auf. Durch Mittelung wiederholter Messungen über eine gewisse Zeit kann man die ungestörte Oberfläche bestimmen, die überall normal auf die Lotlinien steht. Bei anspruchsvolleren Aufgaben wird statt der Mittelung eine sog. Reduktion der Messdaten vorgenommen, wobei die störenden Kräfte mathematisch zu modellieren sind.
Ein derart geglätteter Wasserspiegel stellt eine Äquipotenzialfläche dar, in der kommunizierende Gefäße exakt denselben Wert des Schwerepotenzials haben.
Davon zu unterscheiden sind die Begriffe "Wasserstand" (s.unten) und Pegel.
Die betrachtete Wasserfläche kann die Oberfläche von Meeren (siehe Geoid) oder von Binnengewässern sein (Flüsse, größere Bäche, Höhlenwasser). Die Theorie der Äquipotenzialflächen gilt aber auch in Laborgläsern oder in Rohrleitungen, wenn sie nicht unter Druck stehen und keine merkliche Adhäsion oder Reibung besitzen.
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"Wasserspiegel".
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