Die Wassersäule ist eine nicht SI-konforme Einheit zur Messung des Drucks. Verwendet wurde sie im Rahmen des CGS-Einheitensystems. Ein Meter Wassersäule (Abkürzung 1 mWS) entspricht unter Normbedingungen 9,80665 kPa (rund 0,1 bar). Obwohl die Einheit in der BRD seit 1. Januar 1978 und in der DDR seit 1. Januar 1980 nicht mehr zulässig ist, wird sie noch immer im Sanitärbereich, im Orgelbau, in der Industrie und für Dichtigkeitsangaben (z. B. für Zelthäute) verwendet.
Die Masse m einer Wassersäule der Höhe h auf der Fläche A ist:
mit der Kraft ergibt sich für den Druck p:
Der Druck einer Wassersäule ist daher nur von ihrer Höhe h abhängig.
Die Definition geht hierbei von einer Wasserdichte von 1 kg/dm³ aus. So ergibt sich für einen Meter Wassersäule der Druck p:
Auch bei Uhren wird nach DIN 8310 (DIN 8306 bei Taucheruhren) ein Äquivalent zur Höhe einer Wassersäule (30 Minuten in 1 m Wassertiefe und 90 Sekunden in 20 m Wassertiefe) angegeben, das alle Dichtungen aushalten müssen, damit sie als wasserdicht bezeichnet werden dürfen. Bei diesen Meterangaben handelt es um eine bildliche Darstellung des Prüfdruckes, welcher aber bereits durch eine heftige Schwimmbewegung oder einen Schlag aufs Wasser um das Vielfache überstiegen werden kann.
Maßeinheit | CGS-Einheit | Orgel
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"Wassersäule".
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