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Wasserkuppe
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Höhe: 950,2 m
Geografische Lage:
Lage: Deutschland, Hessen
Gebirge: Rhön
Leichtester Anstieg: Spaziergang vom Parkplatz

Die Wasserkuppe ist mit 950,2 m Höhe der höchste Berg in der Rhön und die höchste Erhebung in ganz Hessen. Sie liegt etwa 5 km nördlich von Gersfeld. An diesem wasserreichen Berg entspringt die Fulda; weitere 30 Bäche haben hier ihren Ursprung.

Der Name wird trotz des Quellenreichtums der Wasserkuppe eher auf das mittelhochdeutsche Wort „Wass" zurückgeführt, das einen Weideplatz bezeichnet.

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Auf der Wasserkuppe befinden sich ein großes Segelflugzentrum mit der ältesten Segelflugschule der Welt, das Deutsche Segelflugmuseum, ein kleiner Flugplatz für Segel- und Motorflugzeuge, den historischen Segelflugverein OSC Wasserkuppe, eine Jugendbildungsstätte, Hotels und Restaurants sowie eine Wetter- und eine ehemalige militärische Radarstation. Zeitweise standen auf der Wasserkuppe bis zu vier Radome. In den 70er und 80er Jahren standen technisch bedingt 4 Radarkuppeln auf dem Berg. Vier Jahrzehnte prägten sie das Bild der Rhön. Die letzte bis heute verbliebene Radarkuppel wurde 1994 errichtet. Aufgrund der geschichtlichen Ereignisse, die zum Ende des „Kalten Krieges“ führten, ist der Standort Wasserkuppe zur militärischen Luftraumüberwachung nicht mehr erforderlich. Das derzeit leer stehende Radom soll für Tourismus und Flugsport erhalten bleiben, die Radarkuppel ist als weithin sichtbare Landmarke das Wahrzeichen der Rhön.

Zudem ist der Berg Zentrum des Wintersports in der Rhön. Skilifte und Loipen stehen im Winter zur Verfügung. In wärmeren Jahreszeiten erfreut eine Sommerrodelbahn die Besucher. Die Wasserkuppe ist auch ein beliebter Startplatz für Drachen-, Gleitschirm- und Modellflieger.

Seit April 2006 befindet sich ein 70cm Amateurfunk- Relais DB0WAS ( 438.950 Mhz ) ebenfalls auf Hessens höchstem Berg.

Mit dem benachbarten Pferdskopf ist die Wasserkuppe durch einen "Geologischen Lehrpfad" verbunden. Die Landschaft ist geprägt durch Ganggesteine des Vulkanismus, die sich senkrecht durch eine Schichtstufenlandschaft aus Buntsandstein ziehen.

Geschichte


Darmstädter Studenten begannen 1910 mit Flugversuchen von der Wasserkuppe. Hierzu wurde der Segelflieger mittels eines Gummiseils angezogen und bekam durch Aufwinde am Hang Auftrieb. 1922 erreichte Arthur Martens eine Flugleistung von einer Stunde. Im selben Jahr gründete er die "Martens Fliegerschule". Ab Ende der 1920er Jahre ging man in den Thermikflug über.

Seit 1923 steht das Fliegerdenkmal, ein Bronzeadler auf einem Vulkanschlot. Es erinnert an die gefallenen Flieger des ersten Weltkriegs und wurde vom "Ring der Flieger e.V." errichtet.

Literatur


Peter Riedel: Erlebte Rhöngeschichte 1911-1926 Band I "Start in den Wind", 1977, Motorbuch Verlag Stuttgart

Peter Riedel: Erlebte Rhöngeschichte 1927-1932 Band II "Vom Hangwind zur Thermik", 1984, Motorbuch Verlag Stuttgart, ISBN 3-87943-981-8

Peter Riedel: Erlebte Rhöngeschichte 1933-1939 Band III "Über sonnige Weiten", 1985, Motorbuch Verlag Stuttgart, ISBN 3-613-01047-X

Weblinks


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