Wasserhaltung ist ein Begriff aus dem Bauwesen und dem Bergbau.
Andererseits ist darunter die Hebung der Grubenwasser zu verstehen, um Wassereinbrüche und Sickerwasser abzuwehren. Konkret handelt es sich um alle Maßnahmen, technische und organisatorische Vorkehrungen, um abgeteufte Schächte und Bergwerke sowohl unter dem Aufschlag- als auch dem Grundwasser-Einfluss benutzbar zu halten. Im wesentlichen arbeitet die Wasserhaltung über Stollen und mit Pumpen- , Ventil- und Rohrleitungssystemen. Ohne fortlaufend funktionierende Wasserhaltung saufen Schächte und Bergwerksanlagen binnen kurzer Zeit ab und werden unbenutzbar.
Im Ruhrbergbau war erst mit einer leistungsfähigen Wasserhaltung die Durchstoßung der tonhaltigen und abdichtenden Mergel-Schicht zum Abteufen tieferer Flöze möglich geworden.
Besondere Anforderungen an die Wasserhaltung stellt der Salzbergbau, der eine Verwendung von Wasserkraft im Bergwerk ausschließt. Wegen der Gefahren von Auswaschungen der Salzlager muss das Eindringen von Wasser hier verhindert werden und die Hebung des Grundwassers stellt besondere Anforderungen. Werden diese vernachlässigt kann es zu Katastrophen kommen wie im August 1977 im polnischen Wapno.
Zur Wasserhaltung in Freiberg gibt es die Revierwasserlaufanstalt Freiberg und den Rothschönberger Stolln.
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