Eine Warnung ist die Vorhersage eines möglichen kommenden Schadens, der aber noch unterbunden oder gelindert werden könnte. Eine Warnung möchte diesbezüglich eine Verhaltensänderung bewirken.
Das Wort stammt aus der germanischen Wortgruppe um wahren (althochdeutsch:warnunga) und meint im Verb eigentlich sich vorsehen. Die Bildung Verwarnung ist erst ab dem 16. Jahrhundert belegt.
Um ihren Zweck zu erfüllen, müssen Warnungen als solche klar erkennbar sein. Dieses wird umso wichtiger, wenn Gefahr für Leib und Leben abgewendet werden soll. In der Evolution haben sich für Warnsignale bevorzugte Schemata herausgebildet: Für optische Warnreize kontrastreiche, auffällige Farbgebung die sich vor dem Umgebungshintergrund gut absetzt, für akustische Signale Lautstärke und prägnantes Frequenzbild. Warnverhalten baut sowohl auf Droh- und Imponiergestik als auch auf Angriffs- oder Fluchtreflexen auf. Botenstoffe lösen starke, unmittelbare Reizungen aus.
Neben diesen externen Botschaften können Hunger, Durst, Müdigkeit und Schmerz als interne Warnung eines Organismus vor drohenden Beeinträchtigungen angesehen werden.
Insoweit bedienen sich Warnung und Werbung der gleichen Mittel um den Adressaten effektiv zu erreichen.
Je nach Gefahrenart sind unterschiedliche Signale üblich (Alarme): Licht-, Schall- und Rauchzeichen, Flaggenzeichen, optische Signale (z.B. Verkehrszeichen nach § 40 StVO, Eisenbahnsignale), Gesten, auch besondere Rufe (Interjektionen): Achtung, Obacht, in der Seeschifffahrt Wahrschau. Bevor Polizisten bei einer Täterverfolgung von der Schusswaffe Gebrauch machen dürfen, sind sie verpflichtet einen Warnschuss abzugeben. Im weiteren Sinne warnen nicht nur Menschen. Von Tieren (z.B. Hähern oder Murmeltieren) sind zahlreiche "Warnrufe" (auch andere Warnsignale) dem Kenner geläufig, meist ein Laut oder eine Lautfolge.
Je nach politischer Lage gibt das Auswärtige Amt Reisewarnungen heraus. Dies sind offizielle Empfehlungen, Reisen in ein bestimmtes Land oder ein bestimmtes Gebiet nicht zu unternehmen oder abzubrechen.
Sie untersucht u.a. die Folgen dessen, dass eine "Warnung" Merkmale einer selbstzerstörerische Prognose (self-destroying prophecy) trägt. Kann der Schaden infolge der Warnung verhindert werden, erscheint die diesbezügliche Warnung in der gesellschaftlichen Wahrnehmung rückwirkend als "übertrieben" oder "unzutreffend" (Mehr darüber ermittelt die mehrwertige "Güntherlogik"). Damit werden künftige Warnungen teilweise wirkungslos. Dieser Abstumpfungseffekt gegenüber Warnungen kann zu Katastrophen führen, wie die Hurricane in New Orleans gezeigt haben, wo rechtzeitige Evakuierungsaufforderungen ignoriert wurden.
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