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Als Warenkreislauf bezeichnet man den Lebenszyklus von Waren. Produkte/Waren werden in industriellen Prozessen aus Rohstoffen gewonnen. Durch Verkauf gelangen sie in den wirtschaftlichen oder privaten Gebrauch. Die Gebrauchsgüter werden, wenn ihre Funktionalität nicht mehr gegeben ist, entweder recycelt oder als Abfall deponiert.
Rohstoffe
Die Natur bietet die aus dem
Periodensystem bekannten Elemente. Diese kommen auf der Erdoberfläche in reiner Form meist in sehr geringen Mengen vor: 46,6%Sauerstoff, 27,7%Stickstoff, 8,1%Bauxit und 5%Eisen. Alle anderen Elemente (etwa 90) teilen sich auf die verbleibenden 12,6% auf. Angereichert und von Fremdatomen getrennt entstehen daraus die technischen
Rohstoffe. Als Eingangsgröße für die Produktion werden Rohstoffe auch als
Produktionsfaktoren bezeichnet.
Produktion
Die
Produktion gewinnt aus den zugeführten Rohstoffen durch Entwicklung und Fertigung Waren und Produkte, die durch Verkauf in den
Wirtschaftskreislauf eintreten. Bei der Produktion selbst fallen Restprodukte (=Ausschuss) ab, die entweder als
Wertstoffe mittels Recycling wieder zu Rohstoffen rückgewonnen werden können oder als niederwertige Abfälle (=unverwertbare Reststoffe) deponiert werden müssen.
Gebrauch
Der
Gebrauch stellt hier die Verwendung der gewonnenen Waren / Produkte dar. Dies kann durch Industrie oder auch durch Privatpersonen erfolgen. Beim Gebrauch verliert das Produkt durch
Alterung die ihm anfangs zugewiesenen Eigenschaften. Dies erfolgt durch die verschiedenen Arten von
Materialermüdung, wie beispielsweise
Korrosion oder
Verschleiß. Überschreitet die Materialermüdung eine gewisse Grenze, wird das Produkt dadurch unbrauchbar und wird zum
Wegwerfartikel. Je nach Beschaffenheit kann das Produkt nun einem Recycling-Unternehmen zukommen oder muss deponiert "entsorgt" werden.
Recycling
Als
Recycling wird der Vorgang bezeichnet, bei dem aus
Abfall wieder ein
(Sekundär)-Rohstoff wird. Neben dem Recycling stehen dabei die Möglichkeiten zur
Wiederverwendung und
Wiederverwertung zur Verfügung. Zur Wiederverwendung (z.B. Pfandflaschen) wird das entsorgte Produkt nur aufbereitet, d.h. gereinigt und somit wieder in einen höherwertigen Zustand gebracht. Das eigentliche Problem des Recyclings wird hierbei jedoch nicht gelöst, sondern nur aufgeschoben. Die Wiederverwertung / Weiterverwendung versucht aus sortierten Wertstoffen wieder höherwertigere Produkte zu gewinnen. Das eigentliche Recycling trennt Wertstoffverbundstoffe wieder weitestmöglich in die einzelnen
Rohstoffe auf, um diese möglichst rein und unverfälscht in den Produktkreislauf zurückzubringen. Bei allen drei Verfahren fallen jedoch immer
Abfälle an, die als niederwertige Reststoffe deponiert endgelagert werden müssen.
Abfälle
Alle hier derart benannten Abfälle stellen derzeit niederwertige Reststoffe dar, die auf
Deponien für längere Zeit gelagert werden müssen. In Deutschland gibt es derzeit 5 Klassen von Deponien zur Lagerung von:
- Deponien für gefährliche Abfälle
- Deponien für nicht gefährliche Abfälle
- Deponien für Inertabfälle
- Deponien für Bauschutt
- Deponien für Bodenaushub
Volkswirtschaftslehre