| Wappen | Karte |
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| Wappen_Waren_(Mueritz).png | Karte_Waren_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Landkreis: | Müritz |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 64 m ü. NN |
| Fläche: | 158,39 km² |
| Einwohner: | 21.364 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 136 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 17192 |
| Vorwahl: | 03991 |
| Kfz-Kennzeichen: | MÜR |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 56 072 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Zum Amtsbrink 1 17192 Waren (Müritz) |
| Website: | www.waren-mueritz.de |
| Bürgermeister: | Günter Rhein (SPD) |
| Lage der Stadt Waren im Landkreis | |
| Waren_(Müritz)_in_MÜR.png | |
Der Luftkurort Waren (Müritz) ist die Kreisstadt des Landkreises Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist außerdem Sitz des Amtes Seenlandschaft Waren, dem 19 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei.
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Waren wird (neben Gnoien, Bützow und einigen weiteren, nicht sicher zuzuordnenden Siedlungsplätzen) bereits um das Jahr 150 n. Chr. vom alexandrinischen Geografen Claudius Ptolemäus erwähnt (als „Virunum“) und ist deshalb einer der ersten urkundlich erwähnten Orte auf dem Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns. Der Name der Stadt geht dabei möglicherweise auf den germanischen Stamm der Warnen (Variner) zurück.
Die mittelalterliche Stadt wurde um 1260 an der Handelsstraße vom Land Stargard nach Wismar bei einer Burg und einem slawischen Dorf von Siedlern aus Westfalen gegründet. Die ursprüngliche Stadt lag im Bereich um die Georgenkirche, am Alten Markt (Altstadt). Die Georgenkirche wurde 1273 erstmals erwähnt. Am Alten Markt (heute: Alter Markt 14) befand sich das erste Rathaus. Wenig später entstand die Neustadt (Marienkirche), die um 1325 mit der Altstadt vereint wurde. Mittelpunkt war jetzt der Neue Markt, der Altstadt und Neustadt verbindet. Um die Stadt verlief eine Stadtmauer.
1306 bekam die Stadt das Fischereirecht auf der Müritz.
Von 1347 bis 1425 war Waren die Residenz einer Nebenlinie des Hauses Werle. Die Werlesche Burg soll südlich der Marienkirche gestanden haben (Burgstraße).
Große Stadtbrände 1568 und mehrfach in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und der Dreißigjährige Krieg verwüsteten die Stadt.
Das jetzige Rathaus am Neuen Markt wurde 1791 bis 1797 gebaut und 1857 ausgebaut. 1806 fanden in der Stadt und in ihrer Umgebung Kämpfe zwischen Blücher und den Franzosen statt.
Die Kanalisierungen der Elde (1798–1803 und 1831–1837) und der Bau des Bolter Kanals (1831–1837) bewirkten einen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. 1839 entstand eine Gewerbeschule. 1845 wurde die erste Badeanstalt an der Müritz eröffnet. 1869 wurde das Gymnasium, zunächst als Progymnasium, gegründet (heute Richard-Wossidlo-Gymnasium). 1848/49 wurde die Chausse Malchow–Waren–Neubrandenburg gebaut und mit dem Anschluss an die Eisenbahn ab 1879 entwickelte sich Waren zu einem Verkehrsknotenpunkt.
Seit 1920 wurde Kurtaxe erhoben.
Am 3. Dezember 1920 wird Waren Amtsstadt (Kreisstadt).
1925 erhält Waren elektrisches Licht. Im gleichen Jahr hatte der Warener Hafen seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. 188 ankommende und 208 auslaufende Schiffe schlugen insgesamt 22.330 t Güter um.
Am 11. November 1925 wird das Amt Röbel dem Amt Waren zugeschlagen.
1927 waren in der Stadt folgende größere Betriebe tätig: - Warener Molkerei „Naschkatze“, - Maschinenfabrik Pichatzek, - Dampfsägerei Steinborn, - Mühle Thiele und Buggisch, - Milchexport G.m.b.H. Natura, - Kartoffelflockenfabrik, - Eisengießerei Pichatzek, - Dampfsägerei Strubelt, - Gasanstalt, - Fischverwertung.
Es gab 14 Baugeschäfte, eine Dachpappenfabrik, fünf Mühlen, zwei Zementsteinfabriken und die Großfischerei Rosengarten.
Am 15. September 1929 wird die katholische Kirche geweiht.
Bei den Amtsvertreterwahlen am 1. November 1931 wurde die NSDAP stärkste Partei. Sie stellte ab 1. April 1932 den Amtshauptmann (Landrat) und ab Dezember 1932 den Bürgermeister.
Waren (Müritz) Georgienkirche 2.jpg Ab 1936 errichteten die Dürener Metallwerke (Zulieferer für die militärische Flugzeugindustrie) ein Werk in Waren (Memefa). Zur Schaffung von Werkswohnungen für die dort Beschäftigten entstand von 1936 bis 1941 die Westsiedlung. In der Folge wuchs die Einwohnerzahl um über 4000.
In Warenshof entstand das „Marinelager“ als Barackensiedlung (Ausbildung für den Nachrichtendienst der Marine).
Während des Zweiten Weltkriegs wurde im Kurhaus „Müritzhöhe“ ein Marinelazarett eingerichtet. In den letzten Kriegsmonaten wurden zusätzlich die Volksschule an der Denkmalstraße, das Gymnasium und das Hotel „Warener Hof“ zu Notlazaretten.
Am 1. Mai 1945 besetzte die Rote Armee kampflos die Stadt.
Im Oktober wurde Friedrich Dethloff (KPD) durch den sowjetischen Militärkommandanten per Befehl als Bürgermeister eingesetzt. Ende des Jahres waren über 6000 Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in der Stadt. Bis zum Frühjahr 1946 gab es eine Typhusepedimie, der viele Menschen zum Opfer fielen.
Die Einrichtungen der „Memefa“ und der Dampfmühle Thiele und Buggisch wurden als Reparationsleistungen demontiert und in die Sowjetunion gebracht. Ebenfalls wurden die Bahnlinie Rostock-Neustrelitz, sowie die Teilstrecken Malchow-Karow und Möllenhagen-Neubrandenburg stillgelegt und die Gleise abtransportiert.
Bis Februar 1988 waren im Stadtteil Warenshof sowjetische Atomraketen stationiert.
| Jahr | Einwohner | 1810 | 3022 | - | 1850 | 5258 | - | 1900 | 8848 | - | 1910 | 9182 | - | 1919 | 9203 | - | 1925 | 10.363 | - | 1933 | 11.622 | - | 1937 | 14.236 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 1939 | 15.538 | 1945* | 19.218 | - | 1950 | 20.594 | - | 1970 | 21.332 | - | 1977 | 23.057 | - | 1983 | 24.101 | - | 1987 | 24.300 | - | 2004 | 21.637 | - |
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Der Öffentliche Personennahverkehr der Stadt erfolgt durch fünf Stadtbuslinien. Das Umland und nahezu der gesamte Müritzkreis ist mit Regionalbuslinien angeschlossen.
Vier Strandbäder und versteckte Buchten lassen jeden Sonnenhungrigen ein angenehmes Plätzchen finden. Die Radwanderer erwartet ein umfangreiches Netz an Wegen, die es zu erkunden gilt.
Im historischen Stadtkern von Waren (Müritz) befinden sich unzählige Restaurants, Cafés und Bars. Aber auch mehrere Einkaufsstraßen sind hier gelegen.
Auf dem Gelände des Müritz-Museums wird derzeit das sogenannte Müritzeum gebaut. Der runde Bau soll nach Fertigstellung das Aquarium beherbergen.
Im Neuen Rathaus befindet sich das Stadthistorische Museum, gegenüber, im „Haus des Gastes“ finden regelmäßig Kunst-Ausstellungen statt.
In der Langen Straße ist das private Marine-Museum zu finden.
Seit 2001 gehört zu den sportlichen Höhepunkten von Waren (Müritz) der Müritz-Lauf. Jedes Jahr im August treffen sich Helden der Laufszene, um am 76,7 km - Ultramarathon um Deutschlands größten Binnensee teilzunehmen.
Das Warener Nachtleben ist für eine Stadt dieser Größe recht lebhaft. Im Stadthafen gibt es zahlreiche Kneipen und Bars, u. a. „Albers“, „Zapfhahn“, „Mr. Bob“, „New Yorxx“ die vor allem im Sommer häufig mit Live-Musik in den Außenbereichen die Gäste anlocken.
Ort in Mecklenburg-Vorpommern | Kurort
Waren | Waren (Müritz) | Waren
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