Coat of arms de-be lichtenberg.png Das Wappen des Bezirks Lichtenberg wurde nach der Fusion der ehemaligen Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen neugestaltet. Es wurde dem Bezirk nach einem fünf Jahre währenden Prozess der Wappenfindung am 28. Februar 2006 vom Senat des Landes Berlin verliehen"Lichtenberg: Senat beschliesst neues Bezirkswappen", Pressemeldung der Senatskanzlei, 28. Februar 2006.
Das Ährenbündel symbolisiert das landwirtschaftliche Dorf Lichtenberg. Über Jahrhunderte verdiente sich die Bevölkerung mit der Landwirtschaft ihren Lebensunterhalt. Die Landwirtschaft wurde beginnend im 19. Jahrhundert immer mehr von der Industrialisierung vertrieben, so dass Lichtenberg zu einen Industriestandort wurde. Das Zahnrad im Wappen steht symbolisch für die Industrie. Während der obere Teil des Wappenschildes die Vergangenheit und Gegenwart versinnbildlicht, wird mit dem unteren Teil über die geografische Lage Auskunft gegeben. Das Gebiet um Lichtenberg war mit großen Waldgebieten bedeckt. Laut Überlieferungen entstand die Siedlung auf einer erhöht gelegenen, hellen Lichtung. Die Bäume im Wappen symbolisieren die Waldgebiete und der Hügel mit der Sonne, die erhöht gelegene hellen Lichtung. Man nimmt an, das der Name der Siedlung aus dieser Gegebenheit entstand. Damit ist die untere Hälfte des Wappen auch ein Motiv eines redenden Wappens. Der Wellenschildfuß soll auf die Nähe zum Rummelsburger See und dem Spreeufer hinweisen.
Zur 750-Jahrfeier Berlins 1987 wurde die naturgetreu Darstellung der Wappenmotive überarbeitet. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und damit auch Berlins, wurde das Wappen noch einmal heraldisch überarbeitet und das Schild mit einer roten dreitürmigen Mauerkrone, deren mittlere Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist, versehen. Die Mauerkrone verbindet alle Bezirke mit Berlin und untereinander.
Eine Übernahme des Wappen von der ehemaligen Landgemeinde für den Bezirk, so wie es bei den meisten Bezirken geschah, kam auf Grund des Eisernen Kreuzes als Motiv nicht in Frage. Das Eiserne Kreuz war in der DDR wegen seiner Verwendung in der Zeit des Nationalsozialismus geächtet.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und damit auch Berlins, wurde das Wappen neu gestaltet, da es nicht den heraldischen Regeln entsprach. Das von Heinz Schauß entworfene Wappen zeigt, schräglinks gestuft von Silber und Blau geteilten Schild, im unteren blauen Feld vier goldene Ähren. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlere Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist. Die Mauerkrone verbindet alle Bezirke mit Berlin und untereinander. Die vier goldenen Ähren symbolisieren die vier Ortsteile Hohenschönhausens; Falkenberg, Malchow, Wartenberg und Hohenschönhausen selbst. Alle vier Ortsteile weisen ein landwirtschaftliche Vergangenheit auf. Die obere silberne Schildfläche steht für die vielen Neubauten im Bezirk.
Die Symbole des neu geschaffenen Wappen sind den Wappen der beiden fusionierten Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen entlehnt. Die Symbole des oberen Feldes stammen vom Bezirkswappen Lichtenbergs und die des unteren Feldes vom Bezirkswappen Hohenschönhausen. Das neue Bezirkswappen bringt die Vereinigung zweier Bezirke und Wappen mehrfach zum Ausdruck. So sind die Farben Blau und Grün sowie die Metalle Gold und Silber die traditionellen Tinkturen der alten Wappen. Die beiden fusionierten Bezirke werden zum einen durch die beiden Bäume, die die Sonne im oberen Feld flankieren, symbolisiert und zum anderen durch die beiden Schildhälften, die zu einem ganzen Wappen werden. Die drei goldenen Ähren im unteren Feld stehen für die von Höhenschönhausen mit in den neuen Bezirk gebrachten drei historischen Dörfer Malchow, Wartenberg und Falkenberg
Das Wappen zeigt in silbernen Schild auf grünen Boden eine goldenen Getreidegarbe, die von einem roten Band zusammen gehalten wird. Überhöht wird die Garbe von einem sechsstrahligen roten Stern und beseitet von je einer grünen Linde mit braunem Stamm. Das Laub der Linden ist zu jeweils drei Büschen verschnitten. Das beschneiden der Linden, in der auf dem Wappen dargestellten Art, pflegte man im Berlin des 18. Jahrhunderts. Dadurch entstanden mehrere Laubgalerien übereinander. Die Bäume versinnbildlichen den Schlossgarten in Friedrichsfelde, der davon bemerkenswerte Exemplare besaß. Die Getreidegarbe symbolisiert die landwirtschaftliche Vergangenheit der ehemaligen Gemeinde.
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"Wappen des Bezirks Lichtenberg".
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