| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wangen im Allgäu Wappen.jpg | Karte_wangen_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Region: | Bodensee-Oberschwaben |
| Landkreis: | Ravensburg |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 556 m ü. NN (Marktplatz) |
| Fläche: | 101,28 km² |
| Einwohner: | 27.157 (30. Sept. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 268 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 10,6 % |
| Postleitzahl: | 88227-88239 (alt 7988) |
| Vorwahl: | 07522 |
| Kfz-Kennzeichen: | RV |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 36 081 |
| Gliederung des Stadtgebiets: | Kernstadt und 6 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 88239 Wangen im Allgäu |
| Website: | http://www.wangen.de/ |
| E-Mail-Adresse: | info@wangen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Michael Lang |
Die eingegliederten Gemeinden sind heute zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. In jedem der Ortschaften gibt es eine Ortsverwaltung, quasi ein "Rathaus vor Ort", dessen Leiter der Ortsvorsteher ist.
Zu allen Stadtteilen und zur Kernstadt gehören noch viele räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Teilweise handelt es sich auch um ehemals selbständige Gemeinden, die im 20. Jahrhundert eingegliedert wurden. Im Einzelnen sind zu nennen:
In einer Urkunde des Klosters St. Gallen wird der Ort erstmals im Jahr 815 als Wangun erwähnt. Diese alemannische Ansiedlung gehörte zu den ältesten und bedeutendsten Stiftungsgütern in Oberschwaben des fränkischen Reichsklosters.
Im 12. Jahrhundert gewann das klösterliche Verwaltungszentrum Wangen als Marktort an Bedeutung. Die weltliche Schutzvogtei über den Klosterort lag im Hochmittelalter bei den Hohenstaufen.
Kaiser Friedrich II. bestimmte in einer Urkunde 1217, dass die Schutzherrschaft von Wangen für immer in königlicher Hand bleiben sollte. Wangen hatte zu dieser Zeit offenbar bereits Stadtrechte. Nach der Hinrichtung des letzten Hohenstaufen Konradin, in der sogenannten "kaiserlosen Zeit" (Interregnum), gelang es der Stadt, gegenüber der St. Gallener Klosterherrschaft ihre Unabhängigkeit zu behaupten und systematisch auszubauen.
König Rudolf I. von Habsburg besiegelte schließlich den Status als Freie Reichsstadt im Jahr 1286. Das Symbol des Adlers für das staufische Kaisertum und das Symbol der Lilie für das fränkische Kaisertum verdeutlichen im Wappen der Stadt auch heute noch diesen Status.
In Wangen treffen sich die Straßen von Ravensburg, Lindau, Leutkirch und Isny. Der sich entwickelnde Fernhandel über die Alpen - anfangs durch die Große Ravensburger Handelsgesellschaft, später durch Welser und Fugger - förderte im Spätmittelalter die Entwicklung der Stadt. Um 1400 war innerhalb der bestehenden Grenzen keine bauliche Entwicklung mehr möglich. Daher ummauerte man die zwischen Stadtmauer und Argen gelegene und als Baind bezeichnete landwirtschaftlich genutzte Sonderflur als Unterstadt.
Die Herstellung und der Export vor allem von Sensen und Leinwand sorgten für eine ansehnliche Außenhandelsbilanz. Die Stadt erwarb während ihrer Blütezeit ein beachtliches Landgebiet außerhalb der Stadtmauern, das ihr dauerhafte und nachhaltige Einnahmen unabhängig von den Schwankungen des Handels sicherte.
Im Rahmen der Mediatisierung verlor Wangen 1802 den Status einer Reichsstadt und wurde Teil des Königreichs Bayern, im Rahmen eines Gebietstausches 1810 Oberamtsstadt des Königreichs Württemberg.
1936 wurde der Stadtname amtlich mit "Wangen im Allgäu" festgelegt.
Von 1938 bis zu dessen Auflösung und Eingliederung in den Landkreis Ravensburg am 1. Januar 1973 war Wangen Kreisstadt des Landkreises Wangen (KFZ-Kennzeichen WG). Am 1. Januar 1973 wurde Wangen von der Landesregierung Baden-Württemberg zu Großen Kreisstadt erhoben, nachdem die Einwohnerzahl zuvor die Grenze von 20.000 überschritten hatte.
Im Jahr 1999 kam das erste Hochwasser seit knapp über 50 Jahren wieder nach Wangen und überflutete die komplette Unterstadt. Auch 2005 wurde Wangen wieder Ziel der Oberen Argen und wurde wieder überflutet.
Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nutzt die Nationalmannschaft Togos Wangen für ihr Mannschaftsquartier.
Karsee wurde 1275 als Carse erstmals erwähnt. 1289 kaufte das Kloster Weingarten Güter in Karsee, die seinerzeit Lehen von Graf Rudolf von Montfort waren. Das Kloster bildete dort ein Amt Karsee und besaß die niedere Gerichtsbarkeit. Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei der Landvogtei Schwaben. 1802 kam das Amt Karsee mit Weingarten an Nassau-Oranien und 1806 an Württemberg. Karsee gehörte dann mit seinem Umland zur Gemeinde Vogt im Oberamt Wangen. 1952 wurde das Dorf Karsee mit einigen Weilern der Gemeinde Vogt sowie einigen Weilern der benachbarten Gemeinde Amtzell, die bis 1933 die Gemeinde Eggenreute bildeten, zur eingeständigen Gemeinde im Landkreis Wangen erhoben. Im Einzelnen umfasste die Gemeinde Karsee von der Gemeinde Vogt die Wohnplätze Abraham, Aich, Baumann, Blaser, Bommen, Edengut, Endersen, Grub, , Haag, Hartmannsberg, Karsee, Karsee-Berg, Kehlismoos, King, Oberholz, Riefen, Schweinberg, Spiegelhaus, Steißen, Unterholz, Untersteig und Zeihers sowie von der Gemeinde Amtzell die Wohnplätze Albishaus, Böschlishaus, Brenner, Edenhaus, Eggenreute (bis 1933 mit einigen umliegenden Weilern selbständige Gemeinde), Eggerts, Englisweiler, Felbers, Hochberg, Kohlhaus, Luß, Niederlehen, Oberhalden, Oberhof, Oberwies, Ruzenweiler, Siggenhaus, Sommers und Unteregg.
Leupolz wurde 1229 als Lvpoltes erstmals erwähnt, doch gab es im 8./9. Jahrhundert bereits Herren von Lupoltes als Ministerialen des Klosters St. Gallen. 1411 wurde die Herrschaft Leupolz mit der Herrschaft Praßberg vereinigt. Die Nachfahren der Herren von Leupolz bzw. Praßberg verkauften das Gebiet 1721 an die Freiherren von Westernach, die ihn 1749 an die Truchsessen von Waldburg veräußerten. Seither gehörte das Gebiet zur Vogtei Kißlegg. Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei der Landvogtei Schwaben. 1806 kam das Gebiet an Württemberg. Es bestanden zunächst zwei Gemeinden Leupolz und Praßberg, die 1819 zur Gemeinde Praßberg vereinigt wurden. Diese wurde 1883 in Leupolz umbenannt. Beide Siedlungen gehörten mit ihrem Umland zum Oberamt Wangen. Bei der Eingemeindung in die Stadt Wangen 1974 wurden die Wohnplätze Bayums, Becken, Bertlings, Bietenweiler, Hub, Reute, Ried und Siggen nach Kißlegg umgemeindet.
Neuravensburg wurde 1271 als Nuwen Ravenspurg erstmals erwähnt. Es bestand eine frühmittelalterliche Burganlage, die 1525 zerstört, jedoch 1614/17 wieder aufgebaut wurde. 1836/40 wurde sie teilweise wieder abgebrochen und besteht heute nur noch als Ruine. Am Fuße dieser Burg wurde im 13. Jahrhundert eine Stadt angelegt, die 1272 zerstört wurde. Seit 1432 taucht die Siedlung nur noch als Flecken auf. Die Herrschaft über Burg und Ort lag in den Händen von Ministerialen von Ravensburg, die der Burg und dem Ort wohl den Namen gaben. Um 1270 fiel der Ort an das Kloster St. Gallen, die ihn an verschiedene Herrschaften verpfändeten, zuletzt 1586 an die Stadt Wangen. 1608 erwarb das Kloster St. Gallen Neuravensburg wieder zurück. 1699 bis 1772 war der Ort an die Grafen von Montfort-Tettnang verpfändet. Ende des 18. Jahrhunderts verödete das Gebiet und kam 1803 an den Fürsten von Dietrichstein und 1806 an Württemberg. 1810 wurde es eine Gemeinde im Oberamt Wangen.
Niederwangen wurde 856 als Nidironwangun erstmals erwähnt. Das Gemeindegebiet war eine Hauptmannschaft der Reichsstadt Wangen, welche die hohe und niedere Gerichtsbarkeit von den Grafen von Montfort-Tettnang erlangte. Liedlich einige Weiler verblieben bis ca. 1700 in der hohen Gerichtsbarkeit der Grafen. 1802 fiel das Gebiet an Bayern und 1810 an Württemberg, wo 1819 die Gemeinde Niederwangen im Oberamt Wangen gebildet wurde.
Schomburg wurde 1229 als Scowenburc erstmals erwähnt. Es war Mittelpunkt der gleichnamigen Ritterherrschaft. Die Lehnshoheit lag beim Kloster St. Gallen, teilweise auch bei den Grafen von Montfort-Tettnang. Anfang des 14. Jahrhunderts gelangte die Herrschaft an die Grafen, 1408 an die Lindauer Familie Siber, 1515 an die Augsburger Familie Rem, 1549 an die Humpis von Waltrams-Pfaffenweiler, 1638 ab die Herren von Freyberg. Nach 1659 oblag die Herrschaft den Grafen von Montfort-Tettnang, welche die Burg 1754 zu ihrer Sommerresidenz ausbauten. 1836 wurde die Burg abgebrochen und der Rest brannte 1899 ab. Die Siedlung war nach 1770 fast ganz verödet. Lediglich Primisweiler und Haslach bestanden als Siedlungen. Mit der Grafschaft Tettnang kam das Gebiet 1805 an Bayern und 1810 an Württemberg, wo es zunächst als Gemeinde Schomburg zum Oberamt Tettnang gehörte. Erst 1938 kam die Gemeinde zum Landkreis Wangen. Damals wurden auch einige Weiler der Nachbargemeinde Neukirch (Engelitz, Hagmühle, Haslachmühle, Lochmühle, Pflegelberg) nach Schomburg eingegliedert.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1300 | ca. 700 |
| 1450 | ca. 1.400 |
| 1522 | ca. 1.500 |
| 1794 | 1.450 |
| 1823 | 1.308 |
| 1855 | 1.926 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 2.357 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 2.873 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 3.848 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 4.831 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 5.837 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 7.005 |
| Jahr | Einwohnerzahlen | ||
|---|---|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 8.045 | ||
| 13. September 1950 ¹ | 10.526 | ||
| 6. Juni 1961 ¹ | 13.317 | ||
| 27. Mai 1970 ¹ | 14.561 | ||
| 31. Dezember 1975 | 23.127 | ||
| 31. Dezember 1980 | 23.259 | ||
| 27. Mai 1987 ¹ | 23.588 | |-31. Dezember 1990 | 24.589 |
| 31. Dezember 1995 | 25.721 | ||
| 31. Dezember 2000 | 26.254 | ||
| 30. September 2005 | 27.157 |
Die katholischen Gemeinde St. Martin Wangen gehörte bis 1802 noch zum Bistum Konstanz. Später wurde sie dem Ordinariat Ellwangen unterstellt, aus dem 1821/27 das neu gegründete Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) hervorging. Nach dem 2. Weltkrieg entstand eine zweite Gemeinde im Stadtteil Waltersbühl, St. Ulrich, mit einer 1959 erbauten Kirche. Weitere katholische Kirchengemeinden gibt es in den Stadtteilen und zwar St. Petrus Deuchelried (Chor der Kirche von 1465/67 mit älterem Turm und neuem Schiff von 1965/66; seit 1728 Pfarrvikariat und seit 1823 Pfarrei), St. Stephanus Haslach (erbaut im 17. Jahrhundert, Erneuerung im 18. Jahrhundert; Pfarrei bereits im 13. Jahrhundert erwähnt), St. Kilian Karsee (schon seit dem 13. Jahrhundert Pfarrei), St. Laurentius Leupolz (erbaut 1400 mit Schiff von 1600, Pfarrei bereits 1275 erwähnt), St. Andreas Niederwangen (erbaut 1444 mit Erweiterungen des 16. Jahrhundert; Pfarrei bereits 1244 erwähnt), St. Clemens Primisweiler (erbaut im 17. Jahrhundert, 1831 erweitert), St. Gallus Roggenzell (erbaut 1841 mit altem Turm der Spätgotik) und St. Felix und Regula Schwarzenbach (Kirche von 1959; alte Kirche schon 1275 erwähnt).
Ferner gibt es in einigen Stadtteilen Wangens noch weitere katholische Filialkirchen oder Kapellen, z.B. St. Nikolaus Untermooweiler (erbaut 1312 und 1695 umgebaut), die romanische Kapelle St. Konrad Hiltensweiler und St. Nikolaus Sattel (im 18. Jahrhundert umgebaut).
Alle katholischen Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Wangen, das im 19. Jahrhundert gegründet wurde.
Im 19. Jahrhundert zogen auch evangelische Einwohner nach Wangen. 1850 wurde eine ständige Pfarrverweserei eingerichtet. Die Gemeinde versammelte sich zunächst in einem Betsaal im ehemaligen Kapuzinerkloster. 1888 wurde eine eigene Pfarrei errichtet und 1893 erbaute sich die Gemeinde ihre eigene Kirche. Die Gemeinde gehört seit ihrer Gründung zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg und ist dem Dekanat Ravensburg angegliedert. 1963 erhielt die Evangelische Kirchengemeinde Wangen ein Gemeindezentrum im Stadtteil Wittwais. Zur Kirchengemeinde Wangen gehören auch alle Protestanten der Wangener Stadtteile.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Wangen auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-methodistische Gemeinde und die Christliche Gemeinde Wangen e. V.. Auch die Neuapostolische Kirche und die Christengemeinschaft sind in Wangen vertreten.
1803 wurde die bayerische und ab 1810 die württembergische Verwaltung eingesetzt. Danach gab es einen Stadtschultheiß und den Rat. Seit 1935 wurde aus dem Stadtschultheiß der Bürgermeister, der seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1973 die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister trägt. Heute wird der Oberbürgermeister für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Stadtverwaltung. Der Oberbürgermeister hat einen Beigeordneten als hauptamtlichen Stellvertreter, der die Amtsbezeichnung "Bürgermeister" trägt. Daneben gibt es ehrenamtliche Stellvertreter aus der Mitte des Gemeinderats.
Die Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit 1804:
Schon ein Siegel aus dem Jahr 1312 enthält die Symbole des heutigen Stadtwappens. Die drei Köpfe sollen "Wangen" darstellen und insofern ein redendes Wappen sein. Der Adler bezieht sich auf die ehemalige Reichsstadt Wangen, die Lilie evtl. auf ein Zeichen des Gerichts. Die Farben sind seit dem 18. Jahrhundert in Verwendung.
Wangen war ein großes Zentrum der Textilindustrie, z. B. mit der Erba-Gruppe, bevor diese Branche in Deutschland ihren Niedergang erlebte.
Wangen liegt an der Bundesautobahn 96 Lindau – Memmingen und an den Bundesstraße 32 (nach Ravensburg) und Bundesstraße 18 (Lindau - Wangen - Isny – Kempten)
Die Stadt liegt an den Bahnlinien Aulendorf – Kißlegg – Wangen - Hergatz – Lindau sowie Ulm - Memmingen - Kißlegg – Wangen – Hergatz – Lindau. Sie ist durch Buslinien u.a. mit Ravensburg und Tettnang verbunden; im Stadtverkehr verkehren sechs Linien. Wangen gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.
Der Landkreis Ravensburg ist Träger der beiden Beruflichen Schulen (Friedrich-Schiedel-Schule Gewerbliche und Landwirtschaftliche Schule und der Kaufmännischen Schule). Ferner gibt es die Heinrich-Brügger-Schule (Krankenhausschule) und die Staatliche Milchwirtschaftliche Lehr- und Forschungsanstalt (MLF - Dr.-Oskar-Farny-Institut).
Die private Altenpflegeschule St. Vincenz, die Freie Waldorfschule, die Talander Schulgemeinschaft e.V (Schule für Erziehungshilfe) und die Krankenpflegeschule an der Oberschwaben-Klinik Wangen runden das Schulangebot Wangens ab.
An der Herrenstraße steht das Frauentor, heute auch Ravensburger Tor genannt, das Wahrzeichen der Stadt. Das 1472 erstmals erwähnte Tor ist wohl älter und erhielt seine heutige Form im Jahr 1608. Der Bau zeigt ein einheitliches Renaissancegepräge mit charakteristischen Ecktürmchen. Weitere Reste der Stadtbefestigung sind das Lindauer Tor bzw. Martinstor und der Pfaffenturm aus dem 14. Jahrhundert.
Das Rathaus wurde im 15./16. Jahrhundert, teilweise schon früher, erbaut und 1719/21 barock umgebaut.
Sehenswert ist auch der sogenannte Fidelisbäck, eine über 500 Jahre alte Bäckerei mit angeschlossener Gaststube, wegen ihrer Fassadenmalereien. Eine Besonderheit der Stadt sind die vielen Brunnen; zum Teil wurden sie in den letzten Jahren mit verschiedenen, meist augenzwinkernden Skulpturen erweitert und verschönert.
Ein sehr schöner Platz für Open-Air-Veranstaltungen findet sich an der Stadtmauer neben der im 16. Jahrhundert errichteten Eselsmühle.
1943 bis 1945 diente Wangen als Kulisse für den NS-Propaganda-Film Quax in Fahrt (uraufgeführt 1953 als Quax in Afrika) mit Heinz Rühmann, einer Fortsetzung des Films Quax, der Bruchpilot.
In Wangen findet sich das älteste selbstverwaltete Jugendhaus Deutschlands, das Juze Tonne e. V., welches sich in der langjährigen Zeit seines Bestehens einen Ruf weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus verdient hat.
Auch eine der größten Musikschulen in Baden- Württemberg, die Jugendmusikschule in Wangen, befindet sich dort.
Vom 14. April bis 13. Mai 2004 wurde eine Tatort-Folge ("Bienzle und der Sizilianer", Regie Hartmut Griesmayr) unter anderem in Wangen und Umgebung gedreht.
Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bezog die Nationalmannschaft von Togo Quartier in Wangen.
Landkreis Ravensburg | Ort in Baden-Württemberg | Reichsstadt
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