Wangen ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Wangen gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.
Geografie
Geografische Lage
Wangen liegt auf einer Anhöhe oberhalb des
Filstals am Rande des
Schurwalds, etwa 5 km von der Kreisstadt
Göppingen entfernt.
Nachbargemeinden
Die Gemeinde grenzt im Norden an
Adelberg, im Osten an
Börtlingen und
Rechberghausen, im Süden an die Kreisstadt Göppingen, im Westen an die Stadt
Uhingen und im Nordwesten an die Stadt
Schorndorf im
Rems-Murr-Kreis.
Geschichte
Der Ort wurde im Jahre 1274 erstmals urkundlich erwähnt. In diesem Jahr verkaufte
Friedrich von Staufeneck alle seine Güter in Wangen und Oberwälden an das
Kloster Adelberg. Seit 1327 besaß
Württemberg bereits Rechte in Wangen, der größte Teil des Ortes gehörte aber weiterhin dem Kloster.
1806 wurden die degenfelder Herrschaft Rechberghausen und das Klosteroberamt Adelberg aufgehoben und dem Oberamt Göppingen, Vorgänger des Landkreises Göppingen, angegliedert.
Religionen
Erst 1511 erhielt Wangen eine eigene Kirchengemeinde, nachdem es zuvor kirchlich zu
Göppingen gehört hatte. Im Zuge der
Reformation wurde 1557 eine
evangelische Pfarrei eingerichtet. Seither gibt es keine
römisch-katholische Kirchengemeinde am Ort mehr, die Anhänger des Papsttums sind nach
Rechberghausen eingepfarrt.
Eingemeindungen
1935 wurde die Siedlung Niederwälden von
Holzhausen nach Wangen umgemeindet. Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurde 1971 die bis dahin selbständige Gemeinde Oberwälden eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2004.
| Datum
| Einwohner
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| 1837 | 849
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| 1907 | 1.073
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| 17. Mai 1939 | 1.233
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| 13. September 1950 | 1.863
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| 27. Mai 1970 | 2.759
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| 31. Dezember 1983 | 2.976
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| 30. Juni 2005 | 3.195
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Politik
Wappen
Das Wappen zeigt einen gelb-grün geteilten Schild mit einer liegenden, schwarzen
Hirschstange im oberen Teil. Grün steht in Anlehnung zu dem Ortsnamen für Wiesengelände, Gelb symbolisiert die ertragreiche Feldmarkung, die Hirschstange weist auf die Zugehörigkeit des Ortes zu dem Hause Württemberg hin. Das Wappen wurde Im Jahre 1930 angenommen, die gelb-grüne Flagge durch das Innenministerium am 3. Juni 1959 verliehen.
Partnerschaft
Die Gemeinde Wangen verbindet eine enge Partnerschaft mit der
französischen Region de Routot, zu der die Gemeinden
Bouquetot,
Brestot,
Étréville,
Eturqueraye,
Hauville,
La Haye Aubree,
Le Landin,
Rougemontier und
Routot gehören. Die ländliche 5.500-Einwohner Gemeinde liegt in der
Normandie.
Seit dem 1. Mai 1992 besteht die Partnerschaft und es gab seit diesem Zeitpunkt kein Jahr ohne Treffen, die besonders von den Vereinen der beiden Kommunen getragen werden.
Gemeinderat
Im Wangener Gemeinderat gibt es traditionell keine Parteien und Fraktionen. Um die vom Wahlgesetz vorgeschriebene Listenwahl durchführen zu können, stellen die Kandidaten zwei Listen - "Freie Wähler" und "Unabhängige Wählervereinigung" - auf.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
Wangen verfügt über eine eigene
Grundschule. Weiterführende Schulen müssen in den Nachbarorten besucht werden. Für die jüngsten Einwohner gibt es drei Kindergärten, zwei Gemeindekindergärten und einen katholischen Kindergarten.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Musik
Zum musikalischen Angebot der Gemeinde gehört der 1951 gegründete Musikverein Wangen e. V., dessen Blasorchester in der Oberstufe musiziert. Der Verein trägt durch seine Mitwirkung bei geistlichen und weltlichen Festen wesentlich zum Gemeindeleben bei. Durch eigene Jugendkapellen engagiert sich der Verein auch stark in der Jugendarbeit.
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