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Elefantenbild.JPG)]] Fenster-Dalí.JPGs auf einer Häuserwand in Lima (Peru)]] Wandmalerei ist eine Form der Malkunst, bei der das Bild nicht auf eine Holztafel oder Leinwand aufgetragen wird (Tafelmalerei), sondern direkt auf eine Wand. Dieselben Techniken wie bei der Wandmalerei kommen auch bei der Deckenmalerei zum Einsatz.

Die Farben werden bei der Wandmalerei entweder auf den noch feuchten Putz der Wand aufgetragen (Freskomalerei) oder oder auf den bereits trockenen Putz (Seccomalerei). Es ist ebenfalls möglich, das Gemälde erst auf einer Leinwand oder einer Tafel vorzufertigen und dann in die Wand einzulassen, was allerdings nicht als klassische Wandmalerei gilt.

Entweder versucht der Künstler dabei, das charakteristisch Flächige der Wand zu wahren (strenge Wandmalerei) oder den Eindruck von Dreidimensionalität zu erzeugen (illusionistische Wandmalerei).

Geschichte


Frühzeit

Luxor, Tal der Könige, Grab von Thutmosis III. (1, 1995, 800x570).jpg Die frühesten Zeugnisse von Wandmalerei sind die Höhlenmalereien. Mit Hilfe der Radiokarbonmethode sind Höhlenbilder auf etwa 31.500 Jahre datiert.

Älteste Zeugnisse von Wandmalereien aus dem Neolithikum fanden sich in Catal Hüyük (ca. 6000 v. Chr.), wo diese Malereien besonders gut erhalten sind und wohl kleine Kapellen oder Kulträume schmückten. Auch an anderen Orten im Nahen Osten fanden sich Wandmalereien, doch selten so gut erhalten.

Zahlreiche Wandmalereien haben sich in Grabkappellen und Grabkammern der Alten Ägypter erhalten. In den ägyptischen Grabkapellen scheint vieles, was für das 'Überleben' in der Unterwelt wichtig war, dargestellt worden zu sein. Darunter befinden sich viele Darstellungen von Nahrungszubereitung oder von Werkstätten. Sie sollten das Überleben im Jenseits garantieren, als Statussymbol den Wohlstand des Verstorbenen repräsentieren, und letztlich waren Gartendarstellungen religiöse Symbole für die Wiedergeburt des Toten. Oftmals hatten diese Wandmalereien auch religiöse und zeremonielle Bedeutung und ersetzten auch teilweise die Schrift (besonders für die Leseunkundigen).

Auch die Wohnbauten und Paläste in Vorderasien sind ausgemalt worden, doch ist, von einigen Zufallsfunden (Mari) abgesehen, davon nur wenig erhalten. Eine besondere Blüte erlebte die Wandmalerei schließlich auch im ägäischen Raum (ab ca. 1650 v. Chr. bis 1250 v. Chr.), wo die Paläste (Knossos auf Kreta) und Wohnhäuser (Akrotiri auf Santorini) oftmals farbenfroh ausgemalt worden sind.

Klassische Antike

Auch die Griechen bemalten Tempelwände, doch ist davon so gut wie nichts erhalten, und man erfährt davon nur von den klassischen Autoren.

Etruskische Wandmalereien fanden sich meist in den Grabkammern und stellen die Freuden des Lebens (z.B. Bankette) dar, die damit sicherlich in der Unterwelt weitergeführt werden sollten.

Eine besondere Verbreitung, die sie nie wieder in der Geschichte der Menschheit haben sollte, fand die Wandmalerei im römischen Reich. Fast jedes Haus von Leuten eines gewissen Standes ist ausgemalt worden. Diese Entwicklung begann schon bei den Griechen, erlebte aber ihren Höhepunkt im ersten nachchristlichen Jahrhundert, wo selbst in den abgelegensten Provinzen Häuser ausgemalt waren. Die Entwicklung der römischen Wandmalerei wird in verschiedene Stile (1.-4. Stil) unterteilt. Durch den Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 n. Chr. haben sich viele Wandmalereien in Pompeji und Herculaneum erhalten. Im dritten nachchristlichen Jahrhundert erlebt diese Form der Wandmalerei einen Niedergang, um später ganz zu verschwinden. In der Folgezeit finden sich Wandmalereien fast nur noch im religiösen Bereich. Im alten Rom und Byzanz wurde die Wandmalerei oftmals durch das Mosaik ersetzt und /oder ergänzt.

Siehe hierzu ausführlich: Römische Wandmalerei

Asien

Auch in Asien erlebte die Wandmalerei, besonders mit der Verbreitung des Buddhismus, eine weite Verbreitung. Heiligtümer Buddas waren oftmals reich mit Szenen aus seinem Leben ausgemalt, wobei man in Zentralasien auch zahlreiche ausgemalte Höhlenheiligtümer findet. Diese Blüte endete an vielen Orten mit dem Aufkommen des eher bilderfeindlichen Islam.

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Mittelalter

In romanischer Zeit erlebte die Wandmalerei durch die Christianisierung einen großen Aufschwung, denn die Kirchen wurden für die Leseunkundigen mit biblischen Darstellungen geschmückt, um sie mit dem Evangelium bekannt zu machen. Auch auf Burgen befanden sich Wandmalereien, allerdings eher mit weltlichen Sujets. Eindrucksvolle Beispiele sind der Iwein-Zyklus auf Schloss Rodenegg in Südtirol und die ältesten weltlichen Wandmalereien Mitteleuropas auf Burg Gamburg in Franken.

In der Gotik wurde neben der Wandmalerei die Innenraumausschmückung durch Glasmalerei bei sakralen Gebäuden immer wichtiger. Italien blieb aber weiterhin ein Zentrum der Wandmalerei, die in der Renaissance dann einen erneuten Aufschwung erlebte, während nördlich der Alpen schon die Tafelmalerei vorherrschte.

Die Wandmalerei war damit, besonders als Vorläufer der Tafelmalerei, einer der bedeutendsten Schritte in der kulturellen Entwicklung hin zu unserer modernen visuellen Wahrnehmung.

Renaissance

Eines der bekanntesten Beispiele für Wandmalerei in der Renaissance ist Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci. Es war für den Speiseraum eines Klosters gedacht. Als Höhepunkt der Malerei in Freskotechnik wird die Wand- und Deckenbemalung der Sixtinischen Kapelle durch Michelangelo gesehen.

Barock

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Im Barock nahm die Bedeutung der Wandmalerei abermals zu - nun in der Spezialform der Deckenmalerei. Besonders virtuos wurde hier die Darstellung des Himmels, mit der viele Barockkirchen an der Decke ausgestattet wurden. Bereits in der Renaissance gab es einzelne Beispiele für eine "Öffnung" der Decke als Blick in den Himmel, so vor allem die Kuppelfresken von Correggio in Parma.

Im römischen Barock wurde die Deckenmalerei schließlich zu einem wesentlichen Mittel gegenreformatorischer Kirchenausstattungen. Zu Vorbildern wurden die Fresken in den Kirchen Il Gesù von Giovanni Battista Gaulli und in Sant' Ignazio von Andrea Pozzo. Die Wand- und Deckenmalerei des Barock und Rokoko versuchte, den Betrachter ganz in den Bann der Religion oder der absolutistischen Macht zu ziehen.

Eine besondere lokale Form der Wandmalerei ist die Lüftlmalerei in den Ortschaften der Alpentäler. Einige der berühmtesten Malereien, die im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts geschaffen wurden, befinden sich in Mittenwald, Garmisch sowie in Unter- und Oberammergau.

Moderne

150804_graffiti-lappersdorf_1-480x640.jpg]] Besonders im Sozialistischen Realismus wurde die Wandmalerei auch in der Moderne für Propaganda genutzt. Auf großer Fläche, etwa in Betriebskantinen oder auf öffentlichen Plätzen, wurden plakative politische Aussagen dargestellt. Politische Botschaften kontroversen Inhalts werden aber in vielen Ländern auch von anonymen Künstlern auf öffentliche oder private Wände gemalt.

In Mexiko entstand nach der mexikanischen Revolution eine besondere Schule der Muralistas, die berühmtesten Vertreter dieser Schule sind Diego Rivera, David Alfaro Siqueiros und Jose Clemente Orozco. Die mexikanischen Muralistas waren politische Künstler, teilweise dem Marxismus verpflichtet, bezogen sich künstlerisch allerdings sowohl auf einheimische mexikanische als auch auf europäische Traditionen der Malerei.

Die modernste Form der Wandmalerei ist das Graffiti. Großflächige Graffiti heißen auch Murals.

Liste wichtiger Wandmaler


Literatur


  • Kurt Wehlte, Wandmalerei, Berlin 1938
  • Kurt Wehlte, Werkstoffe und Techniken der Malerei, Stuttgart/Ravensburg 1967

Weblinks


Technik der Malerei

Mural | Muraali | Peinture murale | 壁画 | Muralisme | Mural | Muralismo | Монументальная живопись | 壁畫

 

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