Walter Bargatzky (* 13. April 1910 in Baden-Baden; † 4. November 1998 in Bonn) war ein Jurist, Staatssekretär und Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.
Im April 1948 wurde Walter Bargatzky zum ersten Richter des neu errichteten Verwaltungsgerichts Freiburg im Breisgau ernannt. Noch im selben Jahr amtierte er als Generalsekretär des Sekretariats der westdeutschen Länderregierungen in Frankfurt am Main. Nach Gründung der Bundesrepublik setzte Bargatzky seine Karriere im Bundesinnenministerium fort und wurde unter Kanzler Ludwig Erhard von 1963 bis 1966 zum beamteten Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium befördert. Schon seit 1950 war er Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes DRK), dessen Präsident er nach seiner Pensionierung von 1967 bis 1982 wurde. Am 4. November 1998 verstarb Walter Bargatzky in Bonn.
1995 wurde in Paris im Musée Jean Moulin eine Ausstellung „Des Allemands contre le nazisme“ gezeigt. In ihr ging es nicht darum, den deutschen Widerstand mit der französischen Résistance zu vergleichen, sondern um eine Anerkennung der politischen und kulturellen Wurzeln der Bundesrepublik Deutschland. Walter Bargatzky war „kein passiver Erdulder der nationalsozialistischen Herrschaft“, er hat geholfen, diese Wurzeln im Boden zu verankern und hat deren Wachstum mit ermöglicht.
Mann | Deutscher | Verwaltungsjurist | Geboren 1910 | Gestorben 1998 | Rotes Kreuz
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