| Flag of Wallis and Futuna.svg | Wallis and Futuna coa.png | - | (Details) | (Details) |
Das Territorium, welches geographisch zu Polynesien gehört, setzt sich aus den Wallis-Inseln im Nordosten und den Horn-Inseln im Südwesten zusammen. Die beiden etwa 200 km voneinander entfernten Inselgruppen sind vulkanischer Natur, gelegen im südpazifischen Ozean, bei ca. zwei Drittel der Strecke zwischen Hawaii und Neuseeland.
Die drei Hauptinseln, Futuna und Alofi (Horn-Inseln) sowie Uvéa (Wallis-Inseln), sind durch bewaldete Gebirge geprägt. Allerdings nimmt die Abholzung im geringen Maße zu, um den höher werdenden Energiebedarf zu decken. Es besteht auch ein Süßwasserproblem, das manche Stellen der beiden Inselgruppen unbewohnbar macht.
Alle Inseln weisen ein tropisches Klima auf. Zwischen November und April ist es heiß und regnerisch, zwischen Mai und Oktober kühl und trocken. Es regnet etwa 2.500 bis 3.000 Millimeter pro Jahr. Die Luftfeuchtigkeit beträgt zirka 80 %, die Jahresdurchschnittstemperatur ist 26,6 °C.
Die ersten Maristen-Missionare kamen 1837 auf die Archipele. Heute gehören 98 % der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an. Am 11. November 1935 wurde ein Apostolisches Vikariat errichtet, das am 21. Juni 1966 in den Rang einer Diözese erhoben wurde und der Erzdiözese Nouméa (Neukaledonien) als Suffraganbistum zugeordnet wurde. Die Diözese hat 5 Pfarreien, 10 Priester (9 Diözesanpriester, davon 2 in Frankreich, und ein Ordenspriester), 5 Laienbrüder, 40 Ordensschwestern und 6 Große Seminaristen. Bischof ist seit Juni 2005 der Franzose Ghislain de Rasilly SM.
Entdeckt wurden die Inseln Futuna und Alofi 1616 durch die Holländer Jacob Le Maire und Willem Cornelisz Schouten, die diese als Horn-Inseln bezeichneten. 150 Jahre später entdeckte der englische Seefahrer Samuel Wallis das nach ihm benannte Archipel der Wallis-Inseln. Im Jahre 1842 erklärte Frankreich die Inseln zu seinem Schutzgebiet und besetzte sie 1888. 1961 stimmte die Bevölkerung der Inseln für den Status eines französischen Überseegebietes, und somit für eine Teilautonomie.
Die Verwaltungszentrale von Wallis und Futuna befindet sich in Mata-Utu, einem Ort gelegen auf Uvéa (Wallis-Inseln).
Anders als sonst in französischen Gebieten im Pazifik gibt es in den 200 km voneinander entfernt liegenden Inselgruppen kaum Autonomiebestrebungen.
Die Inseln sind vor allem durch die traditionelle Subsistenzwirtschaft geprägt. Somit leben um die 80 % der Bewohner vom Anbau von Kokosnüssen und Gemüse, von der Viehhaltung (meist Hausschweine) und von der Fischerei. 4 % der Bevölkerung sind im öffentlichen Dienst beschäftigt.
Das Geld kommt von Subventionen aus dem Mutterland Frankreich, dem Verkauf von Fischereirechten nach Japan und Südkorea sowie von Importabgaben.
In den letzten Jahren ist durch den (Tauch-)Tourismus eine wichtige Einnahmequelle entstanden. Auf fast allen Hauptinseln befinden sich kleine Hotels.
Wallis und Futuna | Inselgruppe (Australien und Ozeanien) | Abhängiges Gebiet (Frankreich) | Polynesien
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