Wallhecken2.jpg]] Die Wallhecke ist eine Kombination aus einem niedrigen Erdwall (ca. 1 m Höhe) mit einer aufgesetzten Bepflanzung aus Büschen, Hecken oder Baumreihen. Wallhecken sind insbesondere in der nordwestdeutschen, niederländischen und dänischen Tiefebene anzutreffen.
Angelegt wurden Wallhecken ursprünglich, um Grundstücksgrenzen zu markieren. Gleichzeitig dienten sie (oft in Verbindung mit parallel angelegten Entwässerungsgräben) als natürliche Einfriedung für Weideflächen. Schließlich noch hatten sie den positiven Effekt, im Falle von Überschwemmungen bei Sturmfluten o. ä. die Ausspülung der Bodenkrume zu verhindern.
In der heutigen intensivierten Landwirtschaft werden Wallhecken teilweise eher als "lästig" empfunden. In Flurbereinigungsverfahren mit dem Ziel, größere und effektiver zu bewirtschaftende landwirtschaftliche Flächen zu schaffen, ist nicht selten auch die Einebnung alter Wallhecken vorgesehen. Dies macht Wallheckenlandschaften aktuell in den betroffenen Regionen immer wieder zum Streitobjekt zwischen ökonomischen und ökologischen Interessen. Schließlich haben sich Wallhecken-Grünlandkomplexe im Laufe der Jahre zu einem eigenen Lebenraum für Flora und Fauna der Tiefebene entwickelt und prägen das landschaftliche Erscheinungsbild mancher Gegenden entscheidend.
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