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Wall Street ist ein Kinofilm aus dem Jahr 1987, der von Oliver Stone produziert und inszeniert wurde.

Handlung


Der Film handelt von den undurchsichtigen und illegalen Geschäften des Millionärs Gordon Gekko (Michael Douglas) an der New Yorker Börse. Der junge, aufstrebende Börsenmakler Bud Fox (Charlie Sheen) bewundert ihn zunächst und arbeitet für ihn. Er gibt eine vertrauliche Information über eine Fluggesellschaft, die er von seinem Vater Carl bekommt, an Gekko weiter. Später spioniert er für Gekko einen anderen Unternehmer aus.

Fox lernt die mit Gekko befreundete Künstlerin Darien Taylor (Daryl Hannah) kennen, in die er sich verliebt. Taylor richtet seine neu erworbene Wohnung ein. Buds Vater kritisiert offen, dass sein Sohn nichts machen würde, was produktiv wäre.

Fox versucht aber bald, die Machenschaften aufzudecken. Die Behörden zwingen ihn, zu helfen, Gekko zu überführen. Ein Gespräch von Gekko und Fox wird mitgeschnitten, dadurch wird Gekko überführt. Carl sagt seinem Sohn, er hätte jetzt die Chance, sein Leben produktiv neu anzufangen.

Hintergrund


Die ursprüngliche Version des Filmes hatte eine Lauflänge von 160 Minuten, die aber vor der Veröffentlichung im Kino auf 120 Minuten gekürzt wurde. Von dieser Kürzung war vor allem eine Nebenhandlung betroffen, die ein Verhältnis zwischen Bud und Gekkos Ehefrau Kate schilderte. Dies führte unter anderem dazu, dass Sean Young in der Kinoversion einen viel kürzeren Auftritt hat. Auch der Wutausbruch von Gekko am Schluss des Filmes verliert dadurch an Glaubwürdigkeit.

Dennoch war es Sean Young, die auf der Oscarverleihung 1989 den Oscar für den besten Schnitt präsentierte.

Eine weitere Szene, die der Kürzung zum Opfer fiel schilderte den Hintergrund von Darrien Taylor, die ihre Karriere als Call-Girl begann, weshalb Carl Fox sie später als „Hure“ bezeichnet. Ebenso fehlt in der Kinoversion eine Erklärung, wie es Bud schaffen konnte, zum Präsident von Bluestar aufzusteigen ohne seine Tätigkeit als Börsenmarkler aufzugeben. Dies fiel ebenfalls der Schere zum Opfer.

Kritiken


  • Lexikon des internationalen Films: Ein mit schauspielerischen Glanzpunkten aufwartender Film über die moralische Verkommenheit skrupelloser Spekulanten an der New Yorker Börse.

  • Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 11. Dezember 1987, der Film sei eine radikale Kritik der kapitalistischen Mentalität (Stone's "Wall Street" is a radical critique of the capitalist trading mentality). Er kritisierte die Leinwandpräsenz von Charlie Sheen und schrieb, die Rolle von Bud Fox sollte mit einem Darsteller besetzt werden, der mehr habgierig (rapacious) wirken würde – wie James Spader.

Auszeichnungen


Für seine Darstellung der Figur des skrupellosen Raiders Gordon Gekko, die stark vom 1986 wegen verbotener Insidergeschäfte verurteilten Börsenspekulanten Ivan Boesky inspiriert war, wurde Michael Douglas mit dem zweiten Oscar seiner Karriere für die beste männliche Hauptrolle ausgezeichnet, seinen ersten Oscar erhielt er als Produzent von Einer flog über das Kuckucksnest. Ein Raider, der ebenfalls Vorbild für die Rolle des Gekko war, ist Carl Icahn.

Daryl Hannah hingegen bekam für diesen Film die Goldene Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin. Regisseur Stone bedauerte später, die wichtige Rolle der Darien mit Hannah besetzt zu haben.

Er widmete den Film seinem verstorbenen Vater, der an der Börse als Broker tätig war. Die Figur des eher besonnenen älteren Brokers Lou Mannheim hat er nach dem Vorbild seines Vaters gestaltet.

Weblinks


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