Valkyriornas ritt (1818) av Johan Gustaf Sandberg.jpg]] Valk1.jpg]]
Walküren (auch Schlacht- oder Schildjungfern) sind in der nordischen Mythologie weibliche Geisterwesen aus dem Gefolge des (auch so genannten) Windgottes Wotan. Sie stehen durch die Möglichkeit der Schicksalsfügung in Beziehung zu den Nornen und den Disen. Sie erwählten aus den auf dem Schlachtfeld Verstorbenen die Einherjer ("ehrenvoll Gefallene") aus, auf dass sie in Walhall eingehen sollten.
Der Name "Walküren" bedeutet: "küren" (auswählen) der "Wal" oder "Val" (= die Gefallenen, bzw. die Stelle an der sie liegen). Ihr Erscheinen galt in Nord- und Mitteleuropa noch jahrhundertelang als todkündend. Als "Geistwesen" bedeuteten sie dem Krieger früherer Zeiten ihre Eigenschaft als "Todesengel", der den Menschen in die Welt seiner Ahnen geleitete.
Walkürennamen sind u.a. Wolkenthrut ("Wolkenkraft"), Ristar (an. Wolke) und Mista (an. Nebel).
Die Wikinger sahen in Polarlichtern ein Zeichen für die Anwesenheit von Walküren auf der Erde, und dass irgendwo auf der Welt eine große Schlacht geschlagen worden war: wenn die Frauen über die Schlachtfelder ritten und die Einherjer auswählten, spiegelte sich das Licht des Mondes in ihren goldenen Rüstungen und zauberte das "Nordlicht" an den Himmel.
Als Sagenstoff verarbeitete im 19. Jahrhundert der deutsche Komponist Richard Wagner zu der Oper Die Walküre in seinem Opernzyklus Der Ring des Nibelungen: Neben Brünnhilde, dem Kind von Wotan und Erda treten hier acht weitere Walküren auf: Waltraute, Ortlinde, Rossweisse, Schwertleite, Gerhilde, Siegrune, Grimgerde und Helmwige.
Germanische Mythologie Literarische Figur
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