- | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Hauptstadt | Cardiff | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche | 20761 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerung | 2 903 085 Einwohner | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte | 140 Einwohner pro km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Sprachen | Englisch, Walisisch (Cymrisch) | - bgcolor="#FFFFFF" | Zeitzone | UTC, Sommerzeit: +1 UTC | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Königin | Elizabeth II. | - bgcolor="#FFFFFF" | Minister für Wales | Peter Hain | - bgcolor="#FFFFFF" | Erster Minister | Rhodri Morgan | - bgcolor="#FFFFFF" | Nationalhymne | Hen Wlad Fy Nhadau | - | Wahlspruch | Y Ddraig Goch ddyry cychwyn | - | Karte | - | UKWales.png |
Wales liegt auf der britischen Insel westlich von England und grenzt an die Irische See, den St. Georgskanal und den Bristolkanal. Wales hat eine Fläche von 20.779 km² und 2,9 Millionen Einwohner, von denen etwa 575.000 Cymraeg (Walisisch) sprechen. Die Hauptstadt von Wales ist Cardiff.
siehe auch Liste der walisischen Herrscher
Die Römer errichteten im südlichen Teil des Landes eine Reihe von Kastellen, das westlichste lag bei Carmarthen (Maridunum). Bei Caerleon (Isca Silurum) wurde ein Legionslager errichtet, das dazu gehörende Amphitheater zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Großbritannien. Die Römer waren auch im Nordteil aktiv.
Wales wurde aufgrund des heftigen Widerstands der Bevölkerung und wegen des hügeligen Terrains nie durch die Angelsachsen erobert. So bleibt Wales eine keltische Region. Der Landesname stammt vom germanischen Wort welsch, was so viel wie Fremder bedeutet. Es bezeichnet ein Volk, das eine nicht-germanische, also fremdartige Sprache spricht. (Aus dem gleichen Grund wird in der Deutschweiz die Romandie, der französischsprachige Teil der Schweiz, auch "Welschland" genannt.) Wales wurde schon vor England und Schottland christianisiert. Der Nationalheilige Sankt David unternahm im 6. Jahrhundert eine Pilgerreise nach Rom und diente nach seiner Rückkehr als Bischof. Zu einer Zeit also, als die Christianisierung in England gerade erst begonnen hatte. Die druidischen Bräuche, die sich bis heute erhalten haben sollen, waren meist eine Erfindung von "Historikern" des 19. Jahrhunderts.
Als die Normannen unter William of Normandy (später Wilhelm der Eroberer) im Jahre 1066 England eroberten, machten sie um Wales vorerst einen weiten Bogen. Nur mit den Grenzgebieten und südlichen Ländern Wales' (Mark Wales im Osten, Walisische Mark, gegenüber dem zunächst nicht unterworfenen Rest-Fürstentum Wales im Westen) belehnte Wilhelm der Eroberer seine Gefolgsleute. Doch 1282 besiegten die Normannen unter Führung von Edward I. die Armee des letzten unabhängigen walisischen Fürsten Llywelyn. Die Waliser gaben sich jedoch nicht geschlagen und revoltierten mehrmals. Der ernsthafteste Versuch war jener von Owain Glyndwr, dessen Rebellengruppe im Jahre 1401 bei Pumlumon eine englische Armee besiegte. Er versuchte die Unterstützung der Franzosen zu gewinnen, doch 1409 wurden seine Truppen vernichtend geschlagen. Der englische Thronfolger trägt seit dieser Zeit den Titel Prince of Wales (Fürst von Wales, nicht "Prinz von Wales").
Der Act of Union (Vereinigungsvertrag) aus dem Jahre 1536 unterteilte Wales in dreizehn Grafschaften. Das englische Recht galt nun auch in Wales. Dies bedeutete, dass das Englische als Amtssprache eingeführt wurde. Dies hielt die meisten Einheimischen von öffentlichen Ämtern fern.
Wales wurde in der Neuzeit stark industrialisiert, auf der Grundlage umfangreicher Kohlevorkommen, die Mine von Penrhyn war Ende des 19. Jahrhunderts das größte von Menschenhand erzeugte Loch im Erdboden. Wales wurde eine Hochburg der Gewerkschaften, des Syndikalismus und Sozialismus. Von 1901 bis 1903 wurde die Mine von Penrhyn bestreikt, wobei gelegentliche Auseinandersetzungen nicht ausblieben. Wiederholt wurde in dieser Zeit auch das Militär eingesetzt, um Streiks niederzuschlagen. Bei einem Eisenbahnstreik 1911 wurden zwei Arbeiter durch das Militär erschossen. Das erste Mitglied der Labour Party im Parlament, Keir Hardie wurde für den walisischen Wahlkreis von Merthyr im Jahr 1900 gewählt. Religiöser Nonkonformismus prägte die walisische Gesellschaft in dieser Zeit.
Nationalismus wurde eine größere Erscheinung im 20. Jahrhundert. Die Partei Plaid Cymru, die 1966 ihren ersten Parlamentssitz erringen konnte, setzte sich für mehr Autonomie und die Wiederbelebung der walisischen Sprache ein. Größtenteils als Ergebnis dessen wurde Dezentralisierung zu einem Hauptanliegen der Labour Party, und 1998 wurde schließlich die Nationalversammlung von Wales gebildet, die die Vollmacht über die öffentlichen Ausgaben innerhalb von Wales erhielt. Am 2.3.2006 wurde ein neues Parlamentsgebäude eröffnet. Hauptartikel: Geschichte von Wales
Siehe auch: Geschichte Britanniens, Geschichte des Vereinigten Königreiches
Siehe auch:
Seit den 1980ern wurde Wales eines der kreativen Zentren britischer Popmusik. Bands wie die Manic Street Preachers, Catatonia, die Super Furry Animals oder die Stereophonics konnten international Erfolge erzielen. Die international erfolgreichen Sänger Tom Jones, Shirley Bassey und Bonnie Tyler sind ebenfalls gebürtige Waliser.
Siehe auch: Waliser
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