| Wappen | Karte | |||
|---|---|---|---|---|
| Wappen_Waldsassen.png | Karte Waldsassen in Deutschland.png | |||
| Basisdaten | ||||
| Bundesland: | Bayern | |||
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |||
| Landkreis: | Tirschenreuth | |||
| Geografische Lage: | ||||
| Höhe: | 491 m ü. NN | |||
| Fläche: | 66,54 km² | |||
| Einwohner: | 7.483 (30. Juni 2005) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 114 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahlen: | 95652 | |||
| Vorwahl: | 09632 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | TIR | |||
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 77 158 | |||
| Stadtgliederung: | 11 Ortsteile | |||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Basilikaplatz 3 95652 Waldsassen | |||
| Website: | www.waldsassen.info | |||
| E-Mail-Adresse: | stadt@waldsassen.de | - | Politik | |
| Bürgermeister: | Herbert Hahn (CSU) | |||
Die Anfänge Waldsassens gehen zurück bis zum Jahr 1133. Am 1.Oktober holte Markgraf Diepold III. von Vohburg-Cham, Mönche aus Volkenroda in Thüringen hierher, um ein Kloster zu gründen. Es entwickelte sich in den nachfolgenden Jahrhunderten zu einem der bedeutendsten Zisterzienserklöster Bayerns. Lange Zeit stellten die Klostergebäude die einzige Ansiedlung dar. Erst um das 17. Jahrhundert herum entstanden außerhalb des Klosters die ersten Häuserzeilen. 1895 wurde die Eisenbahnlinie Wiesau - Eger eröffnet. Für Waldsassen bedeutete dies einen industriellen Aufschwung.
1896 wurden dem Markt Waldsassen von Prinzregent Luitpold die Stadtrechte verliehen. Die Einwohnerzahl war inzwischen fast auf rund 4.000 angewachsen. 30 Jahre zuvor hatte man die erste Porzellanfabrik gegründet, der in den darauffolgenden Jahren eine Klinkerfabrik, ein Ziegelwerk und die erste Glashütte folgten. Einen starken Bevölkerungszuwachs erlebte Waldsassen nach 1945, als viele Heimatvertriebene hier ein neues Zuhause fanden. Die Bevölkerungszahl stieg sprunghaft von 5.300 auf 7.800. In den darauffolgenden Jahrzehnten entstanden neue Stadtteile, die das Stadtbild beträchtlich veränderten.
Einzigartig war auch die Holzperlenherstellung der Firma Stilp, die seit 1912 ansässig war. Der Betrieb, der in den 1990er Jahren die Produktion einstellte, fertigte bis zu 90 verschiedene Perlensorten, die mit einer von der Firma entwickelten speziellen Technik und Farbe lackiert wurden.
Ein trauriges Kapitel der Industriegeschichte ist der Niedergang der Porzellanindustrie in der Stadt. Während in den 1960er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch zwei Porzellanfabriken das „Weiße Gold“ herstellten, ist dieser Industriezweig mittlerweile ganz aus Waldsassen verschwunden.
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