Die Waldenburgerbahn (WB) ist eine schweizerische Schmalspurbahn. Die 13.1 km lange Strecke verbindet im Kanton Basel-Land Waldenburg mit Liestal. Als Besonderheit ist die – in der Schweiz einmalige – Spurweite von nur 750 mm zu bezeichnen. Sie ist damit die einzige Bahn in Europa mit einer Spurweite von 750mm, die nicht oder nicht vorwiegend touristischen Zwecken dient. Ebenso ist sie als einzige 750mm-Bahn elektrifiziert. Die Strecke wurde am 1. November 1880 eröffnet und am 26. Oktober 1953 auf elektrischen Betrieb (1500 V Gleichspannung) umgestellt. Die Waldenburgerbahn bedient 11 Unterwegshalte und benötigt für die Gesamtstrecke ungefähr 24 Minuten (Stand: Fahrplan 2004).
Da in absehbarer Zeit neues Rollmaterial benötigt wird, existieren Pläne, die Spurweite auf 1000 mm zu ändern, um Kosten bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge zu sparen. Außerdem würde das eine Verbindung mit der Straßenbahnlinie 14, die derzeit in Pratteln endet, ermöglichen.
Von Frühling bis Herbst bietet die WB Dampffahrten mit der einzigen erhaltenen Dampflok der Waldenburgerbahn, der Nummer 5 Gedeon Thommen aus dem Jahr 1902 an. Um diese touristische Fahrten weiterhin zu ermöglichen, wird auch eine Beibehaltung der Spurweite geprüft.
Betreiberin ist die Waldenburgerbahn AG.
Nach dem die Stimmberechtigten des Kantons Basel-Land am 18. Juni 1871 der Konzession für eine Schmalspurbahn von Liestal nach Waldenburg und eventuell weiter nach Langenbruck zugestimmt hatten, erfolgte die Bewilligung durch den Bundesrat.
1873 wurde die Konzession abgeändert, so dass die Schweizerische Centralbahn nun den Auftrag hatte, die Bahn zu bauen. Aus finanziellen Gründen musste die Centralbahn Fristverlängerung beantragen (1876).
Am 25. November 1879 wurde die Waldenburgerbahn als eigenständige Gesellschaft gegründet und erhielt darauf die Konzession für die Bahn, nun aber bestimmt auf den Abschnitt von Liestal nach Waldenburg.
Nach nur achtmonatiger Bauzeit wurde die Bahn am 30. Oktober 1880 eingeweiht. Die Bahn stellte Sitzplätze in der zweiten und dritten Wagenklasse zur Verfügung und der Fahrpreis betrug in der Holzklasse von Liestal bis Waldenburg 1 Franken. Im Jahr 1881 bediente die Bahn 8 Bahnhöfe und Haltestellen und bot vier Fahrten in jede Richtung an. Die schnellste Verbindung dauerte für die 13 km lange Strecke 56 Minuten.
Ein Initiativkomitee stellte 1909 das Gesuch für eine Konzession für den Bau und Betrieb einer elektrischen Schmalspurbahn von Waldenburg über Langenbruck nach Balsthal, mit Abzweigung von St. Wolfgang nach Mümliswil.
Der Ausbruch des ersten Weltkrieges verhinderte eine 1912 geplante Umspurung auf 1000mm und gleichzeitige Elektrifizierung der Bahn.
Am 25. Oktober 1953 wurde der elektrische Betrieb der Bahn aufgenommen (Gleichstrom, 1500 V) und neues Rollmaterial beschafft.
1985 wurde das heute aktuelle Wagenmaterial bestehend aus 7 Triebwagen und 10 Steuerwagen angeschafft.
Im Fahrplan von 2006 bietet die WB an Werktagen von Morgens bis Abends einen durchgehenden Halbstundentakt mit zeitweiligen Verdichtungen an (40 Fahrten je Richtung), am Abend und an Sonntagen einen duchgehenden Stundentakt mit Verdichtungen. Die Fahrzeit beträgt für die ganze Strecke 24 Minuten.
Bahngesellschaft (Schweiz) Bahnstrecke in der Schweiz | Schmalspurbahn | Spurweite 750 mm | Basel | Liestal
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