Walddorfhäslach ist eine Gemeinde in
Baden-Württemberg etwa 11 km nördlich von
Reutlingen.
Geografie
Walddorf.jpg
Geografische Lage
Walddorfhäslach liegt am Rande des
Naturparks
Schönbuch.
Nachbargemeinden
Folgende
Städte und
Gemeinden grenzen an die Gemeinde Walddorfhäslach, sie werden im
Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum
Landkreis Esslingen bzw. zu den Landkreisen
Reutlingen,
Tübingen und
Böblingen.
Aichtal,
Schlaitdorf,
Altenriet,
Neckartenzlingen,
Pliezhausen,
Tübingen,
Dettenhausen und
Waldenbuch.
Die größten Städte der Umgebung sind
Stuttgart,
Reutlingen und
Tübingen.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus den namensgebenden Dörfern
Walddorf und
Häslach. Walddorf (ca. 3100 Einwohner, ca. 1200
Hektar) wurde erstmals
1204, Häslach (ca. 1600 Einwohner, ca. 230 Hektar) erstmals
1310 urkundlich erwähnt.
Geschichte
Der Ortsteil Walddorf wurde erstmals auf einer Urkunde von Papst
Innozenz III. als
Waltdorf erwähnt. Entstanden ist Walddorf wohl als Siedlung im 7./8. Jahrhundert, Hinweis hierfür ist die Endung -dorf im Ortsnamen. Durch den Fund von drei Totenbäumen, der 1866 an der Westseite der Kirche gemacht wird, gewinnt diese Annahme an Wahrscheinlichkeit
Der Name
Haselach wird auf
1310 datiert.
Dieses Jahr der Erstnennung wird in dem Werk „Das Königreich Württemberg. Eine Beschreibung nach Kreisen, Oberämtern und Gemeinden“, Stuttgart 1904-1907 (Band II, Seite 582) genannt. Die Autoren jenes Werkes haben jedoch versäumt die eigentliche Nennungsurkunde als Quelle anzugeben. Das eigentliche Dokument, in dem erstmals von „Haselach“ berichtet wird, ist bisher nicht bekannt.
Heute wird im Allgemeinen angenommen, dass der Ortsname auf eine frühere Stellenbezeichnung zurückzuführen ist, demnach war Häslach die „Siedlung am Haselgebüsch“. Die Zusammensetzung ergibt sich aus den Wortteilen Häsl- für Hasel (Haselstrauch) und -ach, einer Ableitung des Kollektivsuffixes -ahi.
Religionen
Traditionell ist die vorherrschende Religion in beiden Ortsteilen der
Protestantismus. Walddorfhäslach besitzt zwei evangelische
Kirchen und eineinhalb Pfarrstellen. Dagegen existiert nur ein katholisches Gemeindehaus sowie eine neuapostolische Kirche. Die erwähnte evangelische Kirche besitzt insbesondere in Walddorf einen positiven Einfluss und ist in zahlreiche Organisationen gegliedert.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat wird für eine Amtszeit von 5 Jahren gewählt. Bei den Wahlen am
13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
- FWV: 6 Sitze
- Unabhängige Bürger: 5 Sitze
- SPD: 3 Sitze
- Frauenliste Walddorfhäslach: 2 Sitze
- Grüne: 1 Sitz
Bürgermeister
Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Silke Höflinger endet 2012.
- Otto Bauer
- 1996 - 2004: Torsten Pelant
- 2004 - : Silke Höflinger
Wappen
Das Wappen stellt ein Marder dar, über welchem drei Haselnüsse zu sehen sind.
Der Marder stammt aus dem Walddorfer Wappen, die Haselnüsse aus dem Häslacher.
Städtepartnerschaften
Die Partnerstadt von Waldorfhäslach ist der Ortsteil Walddorf der Gemeinde Eibau in der Oberlausitz (Sachsen).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Musik
- Gesangverein Liederkranz 1873 e. V. Walddorf
- Musikverein Walddorfhäslach e. V., gegründet 1928
Bauwerke
Walddorf besitzt einige historische Bauten, so zum Beispiel das 'Alte Schloss'. Im Rahmen der 800 - Jahre - Feier wurde ein historischer Rundweg durch Walddorf angelegt, der an den historischen Gebäuden vorbeiführt.
Parks
Der angrenzende
Naturpark Schönbuch dient als Naherholungsgebiet für die Region Stuttgart.
Naturdenkmäler
Walddorfhäslach besitzt mit der mehreren hundert Jahre alten Sulzeiche am Schönbuchrand bei Walddorf ein besonderes Naturdenkmal.
Sport
- SV Walddorf e. V., gegründet 1904
- TV Häslach 1905 e. V.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße
B 27 Tübingen -
Stuttgart. Die Bundesstraße
B 464 verbindet die Gemeinde mit
Böblingen und
Sindelfingen.
Der
Öffentliche Nahverkehr wird durch den
Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 220.
Infrastruktur
Walddorfhäslach ist - traditionell bedingt - landwirtschaftlich strukturiert. Die Haupterwerbsquelle stellt die
Landwirtschaft dar. Über das ganze Gemarkungsgebiet verstreut sind bäuerliche Ansiedlungen anzutreffen.
Walddorf wurde 1908 an das
Stromnetz angeschlossen, Häslach folgte kurze Zeit später.
Bildung
Walddorfhäslach besitzt eine Grundschule, die
Römerwegschule Häslach, sowie eine Grund- und Hauptschule, die
Gustav-Werner-Schule Walddorf.
Persönlichkeiten
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Friedrich Christoph Oetinger, der bekannte Pietist und Theosoph (zuletzt Prälat von Murrhardt) war 1746-1752 Pfarrer in Walddorf
- Gustav Werner verbrachte lange Zeit seines Lebens in Walddorf.
- Guido Buchwald der Fussballweltmeister von 1990 lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie im Ortsteil Walddorf.
Weblinks
Ort in Baden-Württemberg | Landkreis Reutlingen