Wal-Mart Stores Inc. ist ein weltweit tätiger US-amerikanischer Einzelhandelskonzern. Wal-Mart beherrscht einen großen Teil des US-Markts und wurde dadurch zum umsatzstärksten Einzelhandelsunternehmen der Welt.
Wal-Mart beherrscht mittlerweile einen großen Teil des US-Einzelhandels und ist mit einem Umsatz von etwa 305 Milliarden US-Dollar (2005) das umsatzstärkste Einzelhandelunternehmen der Welt und das drittgrößte Unternehmen weltweit überhaupt. In einer Analyse eines US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins wurde 2004 vorausgesagt, dass Wal-Mart bis zum Jahr 2010 einen Jahresumsatz von 500 Mrd. Dollar erwirtschaften könnte. Der Konzern ist auch der mit Abstand größte private Arbeitgeber der Welt mit über 1,6 Millionen Beschäftigten (2004).
In Deutschland spielt Wal-Mart 2004 auch 8 Jahre nach der Markteinführung fast keine Rolle. Der Marktführer Edeka setzt mit gut 29 Milliarden Euro mehr als 10-mal so viel um wie Wal-Mart. Auch Aldi (gut 24 Mrd.) und Lidl (gut 21 Mrd.) setzen wesentlich mehr um (Quelle: Frankfurter Rundschau vom 27. Mai 2005). Deutschland ist, anders als die USA, seit Jahrzehnten ein Lebensmittelbilligland mit Margen im Discountbereich von nur 2% (vgl. USA 5%).
Wal-Mart besitzt in den USA 3.702 Filialen und ist ebenfalls mit größeren Investments in Mexiko, Großbritannien (ASDA), Japan, Kanada, Deutschland und der Volksrepublik China vertreten. Der größte Konkurrent, die französische Carrefour-Gruppe ist nicht einmal halb so groß wie Wal-Mart. Acht von zehn US-amerikanischen Haushalten kaufen mindestens einmal im Jahr bei Wal-Mart ein, jede Woche betreten weltweit 138 Millionen Kunden ein Geschäft des Konzerns. Allerdings kontrolliert der Konzern nur acht Prozent des US-amerikanischen Einzelhandelsmarktes; in vielen anderen Ländern haben die Marktführer in dem Bereich einen Marktanteil von über 30%.
Der Konzern erwirtschaftet sein Geld durch sehr niedrige Preise bei niedrigen Gewinnmargen, die allerdings durch den riesigen Umsatz und die gegenüber anderen Ketten deutlich niedrigeren Löhne und Gehälter trotzdem Profit abwerfen. Entscheidend ist auch, dass Wal-Mart nahezu kein Lager an Waren unterhält - eine ausgefeilte Logistik sorgt dafür, dass die Produkte vom LKW direkt in das Warenhaus geliefert werden und nicht zwischengelagert werden müssen. Wal-Marts Logistikzentrum umfasst eine Datenbank, die 35 Mal so groß wie diejenige von Amazon ist (The Economist, 25. Februar 2006). Analysten bemängeln allerdings die zu geringe Kapitalrendite im Ausland. Die Netto-Ertragskraft beträgt etwa 16 Milliarden US-Dollar.
Es gab immer wieder Demonstrationen gegen die Eröffnung von Wal-Mart-Filialen. Die Demonstranten werfen Wal-Mart Preiskrieg vor, mit dem sie kleine Geschäfte vernichten und dadurch Arbeitsplätze und die Vielfalt einschränken. Außerdem werden die Arbeitsbedingungen der Angestellten kritisiert. Wal-Mart selbst sieht sich als „Hecht im Karpfenteich“, der andere Wettbewerber „dazu zwingen würde, ihre Geschäftspolitik zu ändern und so erfolgreicher zu werden“.
Im Dezember 2005 wurde Wal Mart zu einer Rekordstrafe von 115 Mio. Dollar verurteilt, weil 116.000 Mitarbeitern keine Mittagspause zugestanden wurde. Diese Mitarbeiter sind nun zusätzlich mit 57,2 Mio. Dollar zu entschädigen.
Immer wieder kam es zu Kritik, da Wal-Mart indirekt Druck auf Anbieter von Zeitschriften ausübte, ihre Inhalte an die sehr konservative Unternehmensphilosophie anzupassen, um sie weiterhin bei Wal-Mart anbieten zu können. Kritiker betrachteten das als Einflussnahme auf die Pressefreiheit, zumal Zeitschriften, die sich dem Druck nicht beugten (wie z. B. Maxims) aus den Regalen genommen oder zumindest in neutrale Umschläge gesteckt wurden. Wal-Mart weigerte sich auch, bestimmte CDs in seinen Regalen anzubieten, weil diese dem „familienfreundlichen“ Bild, mit dem sich Wal-Mart gerne selbst vermarktet, entgegenstehen würden.
Ähnlich den beiden Albrecht-Brüdern, den Eigentümern des Aldi-Konzerns, zählt auch die Walton-Familie zu den reichsten der Welt. Auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt nehmen Sam Waltons Erben mit einem Vermögen von je 20 Milliarden US-Dollar im Jahre 2004 die Plätze 6 bis 10 ein.
Wal-Mart ist der erste Discounter, der in den USA neben den üblichen PCs mit dem Betriebssystem Windows auch Computer mit Linux (Linspire) verkauft.
Wal-Mart traf hier auf einen etablierten Einzelhandelsmarkt. Aldi oder Lidl sind wie Wal-Mart Konzerne mit engen Gewinnmargen pro Produkt, die ihren Profit hauptsächlich über die Masse des Erlöses machen. Zudem gehört Aldi ebenfalls wie Wal-Mart einer Familie: der Konzern kann sich auch eine längere Auseinandersetzung leisten und dabei kurzfristig den Aktionärsnutzen vernachlässigen. Zudem waren die entscheidenden Vorteile, die Wal-Mart in den USA besitzt, in Deutschland nicht umsetzbar: Die hiesigen Preisgesetze verhindern den in den USA betriebenen Preiskampf zum Teil, Bebauungspläne verhindern in Deutschland zumeist die in den USA vorherrschenden Märkte riesigen Ausmaßes, und nicht nur auf Grund der Gewerkschaften ist die, aus den gesellschaftlichen Zusammenhängen der USA stammende, konservative Wal-Mart-Unternehmenskultur in Deutschland kaum durchzusetzen.
Die intern herausgegebene Richtlinie „Statement of Ethics“ gab Anlass für öffentliche Diskussionen. Bei Herausgabe der Richtlinie wurde laut Wal-Mart darauf hingewiesen, dass die Landesgesetze Vorrang vor dem Leitfaden haben. Entgegen der Darstellung in der Presse seien Beziehungen unter Wal-Mart-Mitarbeitern nicht verboten, solange sie nicht das Arbeitsverhältnis negativ beeinflussen. Allein die Einmischung in persönliche Beziehungen von Mitarbeitern ist jedoch ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre und mit dem deutschem Recht nicht vereinbar, wie das Wuppertaler Arbeitsgericht feststellte. In der zweiten Instanz scheiterte Wal-Mart ebenfalls, der zuständige Richter des Düsseldorfer Landesarbeitsgericht Lothar Beseler sagte: Dies greift tief in die Persönlichkeitsrechte ein und verstößt gegen die Paragrafen 1 und zwei des Grundgesetzes.
Im Dezember 2005 wurde Wal-Mart von einem Gericht in Kalifornien zu einer Zahlung in Höhe von 57 Millionen Dollar verurteilt. Das Geld geht an 116.000 frühere und derzeitige Mitarbeiter, denen Wal-Mart eine vorgeschriebene 30minütige Pause verwehrte. Des Weiteren wurde Wal-Mart zu einer Strafzahlung in Höhe von 115 Million Dollar verurteilt.
Derzeit laufen noch weitere 40 Verfahren gegen die Kette wegen Verstössen gegen das Arbeitsschutzrecht.
JibJab hat die Kritik an Wal-Mart in der Flash-Animation Big Box Mart verarbeitet.
Die Trickfilm-Serie Southpark kritisiert Wal-Mart in einer Episode.
Handelskette | Unternehmen (Wuppertal) | Unternehmen (USA)
Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | ウォルマート | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | Wal-Mart | วอล-มาร์ต | 沃尔玛
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Wal-Mart".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world