Wasserski05.jpg | Wakeboard.jpg Ein Wakeboard ist ein Wassersportgerät in Form eines Brettes, das man sich an die Füße schnallt um damit auf dem Wasser zu gleiten. Im Gegensatz zum klassischen Wasserski (Mono-, Trick- oder Paarski) steht der Fahrer wie beim Snowboard seitlich zur Fahrtrichtung. Man wird von einem Boot oder einer Seilbahn gezogen. Es ist vergleichbar mit dem Snowboard, besonders in der Fahrweise. Doch im Unterschied zu diesem ist es deutlich breiter, etwas kürzer und dicker. In der Ansicht von oben erkennt man, dass der Schnitt komplett anders ist.
Wakeboards sind zwischen 120 und 148 cm lang. Die wichtigsten Eigenschaften eines Wakeboards sind die Durchbiegung, die Form des Boards an den Enden und die Art und Anzahl der Finnen.
Die Durchbiegung des Wakeboards wird als Rocker bezeichnet, wobei man hier in der Regel zwischen einem Continous Rocker (durchgehend gleiche Aufbiegung) und dem three Stage Rocker (unterschiedlich starke Aufbiegung an den Enden) unterscheidet.
Bei Sprüngen mit dem Wakeboard ist auch die Kante entscheidend, denn der Druck, der beim Kanten entsteht und bei Sprüngen wichtig ist, ist bei kleinen Wakeboards geringer als bei einem großen Wakeboard.
Die Form und Anzahl der Finnen verändert die Gleiteigenschaften und Kantenkontrolle des Boards. Je mehr Finnen, vor allem am Rand, desto stabiler lässt sich das Board fahren. Dafür verliert das Board mit steigender Finnenanzahl und Finnengröße an Wendigkeit. Surface Tricks werden dadurch erschwert. Außerdem beschleunigt das Board mit steigender Finnenanzahl und -größe weniger schnell.
Es existieren auch Wakeboards ohne Bindung (Wakeskate). Für einen sicheren Stand sorgt hier eine rauer Brettoberfläche wie beim Skateboard. Gefahren wird damit wie mit dem Wakeboard am Lift oder hinter dem Boot.
Man fährt in Unterschiedlicher Geschwindigkeit beim Motorboot und an der Seilbahn. Das Tempo beim Motorboot liegt im Optimum bei ca. 34 - 36 km/h und an der Seilbahn etwas langsamer zwischen 28 und 32 km/h. Die Geschwindigkeiten lassen sich natürlich auch schneller gestalten, doch dabei steigt auch das Risiko, die Gewalt über das Board zu verlieren. Auch lassen sich Sprünge schlechter ausführen. Die Kräfte, die dabei wirken (man bedenke auch enge Kurvenfahrten o.ä.) sind enorm. Ebenso das Verletzungsrisiko, wenn es zum Fall kommt.
Der Name kommt von der vom Motorboot erzeugten künstlichen Welle, der so genannten Wake (engl.: Kielwasser), die die Wakeboarder als Kicker (Schanze) benutzen, um ihre Figuren springen zu können. Die Sportart heißt Wakeboarding oder eingedeutscht auch Wakeboarden. Entstanden ist das Wakeboarden Anfang der 90'er Jahre als Mischung aus Wasserski und Wellenreiten. Kurze Zeit später gab es erste Wettkampfserien und inzwischen gibt es regelmäßige Contests bis hin zu Weltmeisterschaften.
Entwickelt hat sich dieser Sport beim Wellenreiten. Wenn die Surfer während einer Flaute auf passende Wellen gewartet haben und Langeweile aufkam, hat man sich manchmal auf dem Board von einem Motorboot ziehen lassen.
Wakeboarden ist eine der Sportarten, die bei den World Games vertreten ist. Da in Wakeboard-Wettkämpfen immer eine subjektive Bewertung vorgenommen wird, ist nicht damit zu rechnen, dass dieser Sport jemals olympisch wird.
An den in Deutschland weit verbreiteten Wasserskiliften ist das Wakeboarden auch ohne die Heckwelle des Bootes möglich. Der Boarder erreicht die Höhe für seine Sprünge durch gezielten Druckaufbau und den Zug der Anlage nach oben, der ihn in die Luft katapultiert und ihm Zeit für Drehungen und Grabs gibt. An einigen Anlagen werden Anfängerkurse angeboten. Wakeborden ist wie die meisten Boardsportarten (Skateboarden, Snowboarden, ...) eine Lifestylesportart. Sie erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit.
Beim Wakeboarden werden spektakuläre Sprünge wie die Backroll, der Front Flip oder der Raley gesprungen.
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