Die folgende Aufstellung enthält Details zu den bisherigen Wahlen in Irland zum Dáil Éireann, dem irischen Unterhaus (seit 1923) bzw. dem revolutionären Parlament (von 1918 bis 1923).
Siehe auch: Wahlen in Irland und Wahlen in Irland (Details - ab 1949)
Sinn Féin hatte bereits 1917 durch gewonnene Nachwahlen (u.a. Count Plunkett, W.T. Cosgrave und Eamon de Valera) erste politische Erfolge verzeichnet, auch wenn die Partei nicht alle Nachwahlen gewonnen hatte und es in einem Fall Betrugsvorwürfe gibt3. Trotz dieser Erfolge profitierte die Partei hauptsächlich durch diverse andere Faktoren bei der 1918er-Wahl.
Die Wahl, zu deren Zeit 4 größere irische Parteien (Irish Parliamentary Party, Sinn Féin, Unionist Party und Labour Party) existierten, fand in den meisten irischen Wahlbezirken am 14. Dezember 1918 statt. Aus Angst, in das Kreuzfeuer zwischen Sinn Féin und IPP zu geraten, trat die Labour Party bei der Wahl 1918 allerdings nicht an.
In Irland wurden 105 Parlamentarier in 103 Wahlbezirken gewählt. Viele der Sitze wurden ohne wirkliche Wahl vergeben, da es aufgrund der klaren Machtverhältnisse keine Gegenkandidaten gab. Es gab allerdings auch Anschuldigungen, dass möglichen Gegenkandidaten durch militante Republikaner von einer Wahlteilnahme abgeraten wurde.
Nach Sinn Féin waren die Unionisten die zweitstärkste Partei, doch deren Erfolg beschränkte sich überwiegend auf die Grafschaften in Ulster. Die IPP erlebte hingegen ein Debakel; nicht einmal ihr Anführer schaffte, es einen Sitz zu gewinnen.
| Partei | Sitzverteilung | |
|---|---|---|
| Anzahl | %-Verteilung | |
| Sinn Féin | 734 | 69.53% |
| Unionist Party | 22 | 20.95% |
| Irish Parliamentary Party | 6 | 5.71% |
| Labour Unionist | 3 | 2.86% |
| Belfast Labour Representative Committee | - | |
| Unabhängige | 1 | 0.95% |
| 105 | ||
In Nordirland fand die Wahl am 24. Mai statt. 40 Sitze gewannen die Unionisten, 6 moderate Nationalisten und weitere 6 Sitze Sinn Féin.
In Südirland gab es keine eigentliche Wahl, da alle 128 Kandidaten ohne Gegenkandidat direkt gewählt waren. 124 Sitze erreichte Sinn Féin und 4 unabhängige Unionisten, die das Trinity College vertraten.
Wie bereits bei der Wahl in Südirland im Jahr zuvor, stellte Sinn Féin für jeden Sitz einen Kandidaten auf, abgesehen von denen, die in der University of Dublin vergeben wurden. Doch der Anglo-Irische Vertrag hatte die Partei in zwei Lager gespalten: Vertragsgegner (57 Kandidaten) und Vertragsbefürworter (65 Kandidaten). Doch im Gegensatz zur Wahl 1921 wurden in den meisten Wahlbezirken von anderen Parteien Gegenkandidaten aufgestellt, so dass Sinn Féin 30 Sitze verlor.
Um einen noch tieferen Bruch zwischen den beiden Lagern unter Eamon de Valera und Michael collins zu verhinden, vereinbarten beide vor der Wahl eine Art "Pakt", durch den die Wahl gemeinsam bestritten und danach eine Koalition gebildet werden sollte. Dies verhinderte, dass die Wähler zwischen Pro und Contra gegenüber dem Vertrag entscheiden mussten. Nach der Wahl boykottierten die Vertragsgegner das südirische Parlament und der irische Bürgerkrieg brach aus, was zu einer Mehrheit der Vertragsbefürworter im Parlament führte. So konnte die Provisorische Irische Regierung unter W.T. Cosgrave und später der Exekutivrat des Freistaats entstehen.
| Partei | Anführer | Sitzverteilung | ||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl | +/- | %-Verteilung | ||
| Sinn Féin (Vertragsbefürworter) | Michael Collins | 58 (17 ohne Gegenkandidat) | -30 | 45.31% |
| Sinn Féin (Vertragsgegner) | Eamon de Valera | 36 (16 ohne Gegenkandidat) | 28.15% | |
| Labour Party | Thomas Johnson | 17 | +17 | 13.27% |
| Farmers' Party | 7 | +7 | 5.47% | |
| Unabhängige | 10 (4 ohne Gegenkandidat) | +6 | 7.80% | |
| 128 | ±0 | |||
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (11)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Cumann na nGaedhael | W.T. Cosgrave | 63 | +5 | 41.18% | 4 | 1 | 11 | -3 |
| Sinn Féin (Vertragsgegner) | Eamon de Valera | 44 | +8 | 28.76% | 1 | 4 | +3 | |
| Labour Party | Thomas Johnson | 14 | -3 | 9.15% | 1 | +1 | ||
| Farmers' Party | Denis Gorey | 15 | +8 | 9.80% | ||||
| Unabhängige | 17 | +7 | 11.11% | 1 | -1 | |||
| 153 | +15 | |||||||
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (1)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Cumann na nGaedhael | W.T. Cosgrave | 47 | -16 | 30.71% | 1 | 1 | +1 | |
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 44 | +44 | 28.76% | 1 | -1 | ||
| Labour Party | Thomas Johnson | 22 | +8 | 14.38% | ||||
| Farmers' Party | Michael Heffernan | 11 | -4 | 7.19% | ||||
| National League | William Redmond | 8 | +8 | 5.23% | ||||
| Sinn Féin (Vertragsgegner) | $nbsp; | 5 | -39 | 3.27% | ||||
| Unabhängige | 16 | -1 | 10.46% | |||||
| 153 | ±0 | |||||||
Diese Wahl wurde aufgrund von Unsicherheiten innerhalb des Dáil notwendig. Da nur 3 Stimmen die beiden stärksten Parteien Cumann na nGaedhael und Fianna Fáil trennten, stand die Regierungsfähigkeit auf sehr wackeligen Beinen und konnte jederzeit zusammenbrechen. Als Fianna Fáil erstmals im August an Versammlungen teilnahm, initiierte die Partei sowie die Labour Party und National League ein Misstrauensvotum über die Regierung von Cumann na nGaedhael. Doch am Tag der Abstimmung erschien John Jinks (ein Parlamentarier der National League) nicht und so endete das Misstrauensvotum unentschieden. Der Ceann Comhairle stimmte für die Regierung und so war das Votum gescheitert.
W.T. Cosgrave erkannte, dass in dieser Situation keine vernünftige Regierungsarbeit möglich war und so wurde eine weitere Wahl angesetzt, die, so hoffte man, ein besseres Ergebnis brachte.
Zu der Wahl traten die einzelnen Parteien mit unterschiedlichen Aussagen an. Cumann na nGaedhael war die Regierungspartei und die neue Partei Fianna Fáil versprach neue Wege zu beschreiten und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Labour Party, obwohl innerlich zerstritten, hoffte auf ein ähnlich gutes Ergebnis wie bei der letzten Wahl und die Farmer's Party vertrat die Interessen der landwirtschaftlichen Wähler. Sinn Féin erlebte bereits bei der letzten Wahl (durch die Gründung von Fianna Fáil) einen Absturz und gewann diesmal nicht einen Sitz.
Nach der Wahl gelang es Cumann na nGaedheel mit der Farmer's Party und den Unabhängigen eine stabile Regierung zu bilden. Der Anführer der Labour Party, Thomas Johnson, erreichte in seinem Wahlkreis keinen Sitz und zog sich daraufhin aus der Politik zurück.
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (7)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Cumann na nGaedhael | W.T. Cosgrave | 62 | +15 | 40.52% | 3 | 2 | +3 | |
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 57 | +13 | 37.25% | 1 | 1 | 1 | |
| Labour Party | Thomas Johnson | 13 | -9 | 8.50% | 1 | -1 | ||
| Farmers' Party | Michael Heffernan | 6 | -5 | 3.92% | ||||
| National League | William Redmond | 2 | -6 | 1.31% | ||||
| Unabhängige | 13 | -3 | 8.50% | 2 | -2 | |||
| Andere (Sinn Féin) | 0 | -5 | ||||||
| 153 | ±0 | |||||||
Cumann na nGaedhael führte den Wahlkampf mit 10 Jahren stabiler Regierung im Rücken, nach den chaotischen Jahren während des Bürgerkrieges. Doch die Unterstützung wurde geringer, da die Partei keine wirklichen Lösungsvorschläge für den einbrechenden Handel aufgrund der grossen Depression aufzeigen konnte. Anstelle neue politische Wege zu beschreiten unternahm die Partei nichts und nutze die Angst vor dem Kommunismus aus und verglich Éamon de Valera mit Stalin.
Im Gegensatz dazu hatte Fianna Fáil ein durchdachtes Wahlprogramm, das einen großen Bereich der Wählerschaft abdeckte. Die Partei versprach, inhaftierte IRA-Gefangene zu begnadigen, den umstrittenen Treueeid abzuschaffen und die Machtbefugnisse des Senats und des Generalgouverneurs zu beschränken. Weitere Versprechen waren die Unterstützung von industrieller Entwicklung, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Verbesserungen in sozialen Belangen. Der Wahlkampf zwischen beiden Parteien verlief relativ friedlich. Doch die Regierung verklagte die neu eingerichtete Zeitung von de Valera, die Irish Press und brachte dessen Herausgeber vor ein Gericht, was von vielen Wählern als Eingriff in die Presse- und Redefreiheit gesehen wurde. Auch das Spiel mit der Angst gegenüber dem Kommunismus erwies sich letztendlich als Eigentor der Regierung.
Als die Ergebnisse der Wahl bekannt gegeben wurden, war Fianna nur 5 Sitze von einer absoluten Mehrheit entfernt und damit die einzige Partei, die eine sichere Regierung bilden konnte. Die Verhandlungen dazu begannen direkt nach der Wahl und der Koalitionspartner wurde die Labour Party.
Am 9. März 1932 fand der erste Regierungswechsel der Freistaates statt. Viele Bürger des Landes (und auch außerhalb) fragten sich, ob das Land diesen demokratischen Test überstehen, und die Partei, die aus dem Bürgerkrieg als Sieger herauskam, die Macht an ihre ehemaligen Gegner übergeben würde. Wie auch 1927, als die ehemalige Opposition erstmals dem Dáil beitrat, trugen viele der Parlamentarier Waffen bei sich, doch der Staatsstreich blieb aus. W.T. Cosgrave hielt sich an die demokratischen Prinzipien, die er in den Jahren der Regierung immer praktiziert hatte und auch die irische Armee, die Garda Síochána und der öffentliche Dienst akzeptierten den Regierungswechsel, auch wenn sie nun Befehle von denen entgegen nehmen mussten, die sie noch 10 Jahre zuvor bekämpften und ermordeten. Nach einer kurzen und ruhigen Versammlung des Dáil wurde Eamon de Valera als Präsident des Exekutivrats des irischen Freistaats gewählt. Fianna Fáil, die Partei, die noch vor zehn Jahren gegen die Existenz des Freistaats gekämpft hatte, war nun dessen Regierungspartei, was sich für die nächsten 16 Jahre nicht mehr ändern sollte.
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (0)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 72 | +15 | 47.06% | ||||
| Cumann na nGaedhael | W.T. Cosgrave | 57 | -5 | 37.25% | ||||
| Labour Party | Thomas Johnson | 7 | -6 | 4.58% | ||||
| Farmers' Party | 4 | -2 | 2.61% | |||||
| Unabhängige | 13 | 8.50% | ||||||
| Andere (National League) | 0 | -2 | ||||||
| 153 | ±0 | |||||||
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (0)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 77 | +5 | 50.33% | ||||
| Fine Gael | W.T. Cosgrave | 48 | -9 | 31.37% | ||||
| National Centre Party | Frank MacDermot | 11 | +11 | 7.19% | ||||
| Labour Party | William Norton | 8 | +1 | 5.23% | ||||
| Unabhängige | 9 | -4 | 5.88% | |||||
| Andere (Farmers' Party) | 0 | -4 | ||||||
| 153 | ±0 | |||||||
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (0)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 69 | -8 | 50.00% | ||||
| Fine Gael | W.T. Cosgrave | 48 | 34.78% | |||||
| Labour Party | William Norton | 13 | +5 | 9.42% | ||||
| Unabhängige | 8 | -1 | 5.80% | |||||
| Andere (National Centre Party) | 0 | -11 | ||||||
| 138 | -15 | |||||||
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (0)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 77 | +8 | 55.80% | ||||
| Fine Gael | W.T. Cosgrave | 45 | -3 | 32.61% | ||||
| Labour Party | William Norton | 9 | -4 | 6.52% | ||||
| Unabhängige | 7 | -1 | 5.07% | |||||
| 138 | +/-0 | |||||||
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (0)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 67 | -10 | 48.55% | ||||
| Fine Gael | W.T. Cosgrave | 32 | -13 | 23.19% | ||||
| Labour Party | William Norton | 17 | +8 | 12.32% | ||||
| Clann na Talmhan | Michael Donnellan | 14 | +14 | 10.15% | ||||
| Unabhängige | 8 | +1 | 5.79% | |||||
| 138 | +/-0 | |||||||
Diese Wahl war die Folge eines fehlgeschlagenen Transportgesetzes von Fianna Fáil, dass auch nach 2 Lesungen nicht angenommen wurde. Der Taoiseach, Eamon de Valera, entschied daraufhin, nur ein Jahr nach der letzten, eine weitere Wahl abzuhalten, um eine bessere Position zu erhalten. Vor der Wahl gab es Gespräche für eine Koalition zwischen Fine Gael, der Labour Party und Clann na Talmhan, die von der Regierungspartei Fianna Fáil aber nicht ernst genommen wurde. Die Labour Party war zu dieser Zeit innerlich geteilt und nicht in der Lage einen ordentlichen Wahlkampf zu führen - das Ergebnis der Wahl war entsprechend schlecht. Fianna Fáil schaffte es weiterhin die Schuld für die (unnötige) Neuwahl den Oppositionsparteien zuzuschieben und so ging de Valeras Taktik einer schnellen Neuwahl (wie schon 1933 und 1938) erneut auf.
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (4)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 76 | +9 | 55.07% | 2 | 3 | 3 | +1 |
| Fine Gael | Richard Mulcahy | 30 | -2 | 21.74% | 2 | -2 | ||
| Clann na Talmhan | Joseph Blowick | 11 | -3 | 7.97% | 1 | 1 | ||
| Labour Party | William Norton | 8 | -9 | 5.80% | 1 | |||
| National Labour | James Everett | 4 | +4 | 2.90% | ||||
| Unabhängige | 9 | +1 | 6.52% | 1 | -1 | |||
| Andere (Clann na Poblachta) | 0 | +/-0 | 2 | +2 | ||||
| 138 | +/-0 | |||||||
Die Wahl 1948 war auf Wunsch des Taoiseach Eamon de Valera abgehalten worden, um die neue Partei Clann na Poblachta zu überrumpeln und so möglichst wenige Sitze zu verlieren. Dieses Vorhaben de Valeras ging auf - doch traten während des Wahlkampfes andere Probleme auf, die keiner vorhergesehen hatte.
Fianna Fáil war nun ununterbrochen seit 16 Jahren an der Macht. Viele Wähler glaubten eine Art Stillstand innerhalb der Partei zu erkennen und suchten frischen Wind. Der 2. Weltkrieg war erst seit 3 Jahren zu Ende, es gab nach wie vor Rationierungen und die Wirtschaft lahmte, was zu einer massiven Inflation führte. Während der letzten Amtszeit schadete ein längerer Lehrerstreik dem Ansehen der Regierungspartei, die keinen Kompromiss zur Beilegung des Streiks finden konnte. Schlechtes Wetter und daraus resultierend eine schlechte Ernte sorgte ebenfalls für gedrückte Stimmung an den Wahlurnen. Auch die Anschuldigungen der Vetternwirtschaft und Korruptheit von de Valera und Seán F. Lemass führten zu Fragen bzgl. verschiedener Offizieller.
Trotz all dieser schlechten Vorzeichen hoffte Fianna Fáil auf eine erneute Regierungsfähigkeit, was auch Anfangs sehr wahrscheinlich war. Doch eine unerwartete Koalition sollte das Blatt wenden. Als die Stimmen ausgezählt waren, blieb Fianna Fáil, trotz 8 verlorener Sitze, die stärkste Partei. Eamon de Valeras Taktik, Clann na Poblachta zu überraschen schien aufgegangen zu sein, gewann diese Partei doch trotz vorhergesagter größerer Gewinne lediglich 10 Sitze. Es schien, als wäre Fianna Fáil die einzig mögliche Regierungspartei.
Trotz Verhandlungen konnte Fianna Fáil weder die Labour Party noch die Unabhängigen für eine Koalition gewinnen. Obwohl es undenkbar schien, dass alle anderen Parteien gegen Fianna Fáil koalieren könnten, geschah genau dies. Die gemeinsame Abneigung gegen Fianna Fáil und Eamon de Valera half, alle Unstimmigkeiten zu überwinden und so entstand die erste Mehrparteien-Regierung in Irland.
Als größte Partei der neuen Regierung war es die Aufgabe von Fine Gael einen neuen Taoiseach vorzuschlagen. Die naheliegendste Wahl war deren Anführer Richard Mulcahy, doch Republikaner wie Seán MacBride weigerten sich, an einer Regierung unter dem Führer der Freistaaten-Kräfte des irischen Bürgerkriegs zu arbeiten. Daher fiel die Wahl auf den relativ unbekannten John A. Costello. Mulcahy verzichtete selbstlos auf das Amt und wurde Erziehungsminister. William Norton, Anführer der Labour Party, wurde Tánaiste und Sozialminister.
Die neue Regierung schien schwach und es war unwahrscheinlich, dass sie lange halten würde, war es doch eine bunte Gemeinschaft von Parteien, jungen und alten Parlamentariern, Republikanern und Freistaatlern, Konservativen und Sozialisten. Doch entgegen aller Befürchtungen hielt Costello die Parteien gut zusammen, so dass die Koalition mehrere Jahr andauerte und gute Arbeit ablieferte.
| Partei | Anführer | Sitzverteilung1 | Nachwahlen (3)2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ± | %-Verteilung | Verloren | Gewonnen | Behalten | ± | ||
| Fianna Fáil | Eamon de Valera | 68 | -8 | 46.26% | 1 | 1 | -1 | |
| Fine Gael | Richard Mulcahy | 31 | +1 | 21.09% | 1 | +1 | ||
| Labour Party | William Norton | 14 | +6 | 9.52% | 1 | |||
| Clann na Poblachta | Seán MacBride | 10 | +10 | 6.80% | ||||
| Clann na Talmhan | Joseph Blowick | 7 | -4 | 4.76% | ||||
| National Labour | James Everett | 5 | +1 | 3.41% | ||||
| Unabhängige | 12 | +3 | 8.16% | |||||
| 147 | +9 | |||||||
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Wahlen in Irland (Details - 1918 bis 1949)".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world