Wachse sind eine Klasse von Stoffen, die durch ihre mechanisch-physikalischen Eigenschaften definiert werden, da die chemische Zusammensetzung verschiedener Wachse sehr unterschiedlich ist. Ein Stoff wird als Wachs bezeichnet, wenn er bei 20 °C knetbar, fest bis brüchig hart ist, eine grobe bis feinkristalline Struktur aufweist, farblich durchscheinend bis opak, aber nicht glasartig ist, über 40 °C ohne Zersetzung schmilzt, wenig oberhalb des Schmelzpunktes leicht flüssig (wenig viskos) ist, eine stark temperaturabhängige Konsistenz und Löslichkeit aufweist sowie unter leichtem Druck polierbar ist.
Ist mehr als eine der oben aufgeführten Eigenschaften nicht erfüllt, ist der Stoff kein Wachs. (Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft)
Da sie ein Stoffgemisch darstellen, haben sie meist keinen definierten Schmelzpunkt, sondern ein gewissen Temperaturbereich, Schmelzintervall oder Erstarrungsintervall genannt.
Wachse sind wasserabweisend und reaktionsträge, brennen aber bei höherer Temperatur.
Ägyptische Mumien sind mit Wachsfarben eingefärbt, diese Technik nennt sich Enkaustik. Heutzutage werden gefärbte Wachse als Wachsmalstifte verkauft.
Bienenwachs dient den Wachsmotten und dem Honiganzeiger (einer Vogelart) sogar als Nährstoff! Wegen der Ungiftigkeit der Wachse sind sie auch als Lebensmittelzusatzstoff (meist als Trennmittel) zugelassen.
Wachsfigurenkabinette wie das von Madame Tussaud's in London erfreuen sich großer Beliebtheit.
Siegelwachs wird zum Siegeln von Dokumenten verwendet.
Besonders in der Zahntechnik findet Wachs ein breites Anwendungsgebiet.
Wachs wird im BDSM-Bereich häufig als „Spielzeug“ eingesetzt.
Wachstafeln dienten in Griechenland und Rom als Schreibgrundlage für Notizen, da das Geschriebene wieder gelöscht werden konnte. Im Mittelalter war der zuständige Handwerker ein hochangesehener Beruf: der Lebzelter. Er produzierte feine teure Kerzen (Lichtmess), Honig und Lebkuchen.
شمع | Vosk | Voks | Wax | Vakso | Cera | Cire | שעווה | Vaxo | Cera | 蝋 | Wosk | Воск | Vosk | Vax