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Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft wurde 30. Juni 2004 durch den Automobilweltverband (FIA) in Paris geschaffen. Es wurde beschlossen, die bisherige Tourenwagen Europameisterschaft (ETCC) in eine WM „World Touring Car Championship“ (WTCC) umzuwandeln.

Ab 2005 fanden damit zum ersten Mal auch Veranstaltungen außerhalb Europas statt. Neu im Kalender waren Puebla (Mexiko), der Grand Prix Kurs bei Istanbul (Türkei) und der berühmte Stadtkurs von Macao (zu China). Die einzige Veranstaltung in Deutschland fand wie bisher im Motorsport Arena Oschersleben bei Magdeburg statt.

Ab 2006 fährt die WTCC auch in Curitiba in Brasilien. Außerdem ist die WTCC Nicht mehr mit der FIA GT zusammen an einem Wochenende auf der gleichen Rennstrecke. Auch neu im Kalender ist Brands Hatch in Großbritannien, welches für Silverstone in den Kalender rückt. Für Spa-Francorchamps in Belgien kommt Automotodromo Brno in Tschechien in den Kalender. Imola in Italien musste Curitiba weichen.

Insgesamt fünf Autohersteller sind mit Werksteams und Privatfahrern vertreten: Alfa Romeo, BMW, Chevrolet, Lada und SEAT. Des Weiteren starten private Teams auch mit Autos der Marken Honda und Peugeot.

Technik


Um die Kosten stabil zu halten gilt auch weiterhin das FIA Super 2000 Regelwerk. Das bedeutet, die Rennwagen müssen dem FIA-Gruppe N Reglement entsprechen und mit einem Super 2000-Zusatz-Kit ausgestattet sein. Das Serienfahrzeug muss mindestens 2500 mal in identischen Einheiten produziert worden sein. Es ist ein Mindestgewicht für frontangetriebene Fahrzeuge von 1140 kg vorgeschrieben, für Hecktriebler sind es mindestens 1170 kg. Fahrzeuge mit Allradantrieb sowie elektronische Fahrhilfen wie ABS und ESP sind nicht zugelassen.

Ebenfalls vorgeschrieben ist ein zwei Liter Saugmotor mit Drehzahlbegrenzung: Vierzylinder mit maximal 8500 Umdrehungen in der Minute, Fünfzylinder max. 8750 U/ min und Sechszylinder max. 9000 U/ min. Ein Motor muss mindestens vier Rennwochenenden in Folge halten und darf während dieser Zeit nicht getauscht werden. Tritt ein Schaden auf oder wird der Motor vorzeitig gewechselt, so muss das betroffene Fahrzeug am Ende des Feldes starten und wird beim darauf folgenden Rennen in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt.

Sequenzielle Getriebe anstelle der üblichen H-Schaltung sind erlaubt, allerdings werden diese Fahrzeuge mit einem Strafgewicht von 30 kg belastet. Die Anzahl der Einheitsreifen vom Hersteller Michelin ist für Training, Qualifying und Rennen streng limitiert.

Technische Daten


Chevrolet Lacetti/Nubira (Chevrolet Werksangaben 2005):

Motor: Vierzylinder Saugmotor, Hubraum: 2000 ccm, Leistung: 270 PS bei 8400 U/ min, Drehmoment: 267 Nm bei 5880 U/ min, Höchstgeschwindigkeit: 254 km/h (geschätzt), Struktur: Selbsttragende Stahlkarosserie mit EFA Überrollkäfig, Karosserie: Stahl/ Verbundwerkstoffe mit Aerodynamikbausatz, Aufhängung vorn: McPherson Federbeine, Aufhängung hinten: Doppelte Lenker, Räder und Reifen: 9“ x 17“ Aluminium Rennfelgen mit Milchelin Motorsportreifen

BMW setzte bisher den mit mehreren Titeln sehr erfolgreichen Sechszylinder 320i auf Basis des BMW E46 ein. In der Saison 2006 soll ein neues Modell an den Start gehen das auf der internationalen Automobilausstellung (IAA) am 12. September 2005 in Frankfurt am Main der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die neue Rennversion basiert auf einer Vierzylinder-Sonderversion des BMW E90 namens BMW 320si, von denen nur die vom Reglement geforderte Mindestanzahl von 2500 Stück produziert werden.

BMW 320si (Fahrzeug für 2006 laut BMW Werksangaben):

Länge: 4535 mm, Breite: 1845 mm, Höhe: 1350 mm, Radstand: 2763 mm, Fahrzeuggewicht: 1.140 kg (mit Fahrer), Motor: Vierzylinder-Reihenmotor, Hubraum: 1998 ccm, max. Leistung: ca. 275 PS bei ca. 8 400 U/min, Zylinderblock: Aluminium Zylinderblock mit Bedplate, Motorsteuerung: BMW Motorsport ECU404, Tankinhalt: ca. 45 Liter, Kraftstoff: Einheitskraftstoff, Super Plus bleifrei, Chassis/Karosserie: selbsttragende Stahlblechkarosserie, Aerodynamikpaket: Frontschürze, Heckschürze, vordere Kotflügel und hintere Kotflügelverbreiterungen aus CFK, Heckflügel aus Aluminium, Vorderachse: Zweigelenk-Federbeinachse mit Verstellstabilisator, Hinterachse: Fünflenkerachse mit Verstellstabilisator, Dämpfer: Sachs mit einstellbarer Zug- und Druckstufe, Bremse Vorderachse: 332mm Stahlscheibe mit 4-Kolbenfestsattel AP, Bremse Hinterachse: 280mm Stahlscheibe mit 2-Kolbenfestsattel AP, Räder: Aluminiumfelgen SA 216 BBS, Sitz: Recaro ProRacer HANS

Rennen


Nr. Tag Rennstrecke Land Pole Position Sieger 1. Rennen Sieger 2. Rennen Meisterschaftsführender
1. 2. April Autodromo Nazionale di Monza Flag of Italy.svg Andy Priaulx Andy Priaulx Augusto Farfus Yvan Muller
2. 30. April Circuit de Nevers Flag of France.svg Gabriele Tarquini Dirk Müller Andy Priaulx Andy Priaulx
3. 21. Mai Brands Hatch Flag of the United Kingdom.svg Rickard Rydell Yvan Muller Alain Menu Yvan Muller
4. 4. Juni Motorsport Arena Oschersleben Flag of Germany.svg Andy Priaulx Andy Priauly Jörg Müller Andy Priaulx und Yvan Muller
5. 2. Juli Curitiba Flag of Brazil.svg Augusto Farfus Jordi Gené Andy Priaulx Andy Priaulx
6. 30. Juli Puebla Flag of Mexico.svg
7. 3. September Automotodromo Brno Flag of the Czech Republic.svg
8. 24. September Istanbul Park Flag of Turkey.svg
9. 8. Oktober Valencia Flag of Spain.svg
10. 19. November Macao Flag of Macau.svg

Regelwerk


An einem Veranstaltungswochenende werden am Sonntag jeweils zwei Rennen mit einer Distanz von mindestens 50 Kilometer ausgetragen. Die Startaufstellung für den ersten Lauf wird zuvor am Samstag in einem Qualifying ermittelt. Innerhalb von 30 Minuten wird die jeweils beste Rundenzeit jedes einzelnen Fahrers gewertet.

Das Ergebnis vom ersten Rennen dient gleichzeitig als Startaufstellung für den zweiten Lauf. Wobei die ersten acht Fahrer in umgekehrter Reihenfolge starten. Zwischen den beiden Rennen steht eine halbe Stunde für Service- und Reparaturarbeiten zur Verfügung.

Es gibt eine Fahrer- und eine Markenmeisterschaft. Die Punkte werden in der Fahrermeisterschaft nach dem FIA Formel1 Schema vergeben: 10-8-6-5-4-3-2-1. In der Markenmeisterschaft werden die Punkte der zwei bestplatzierten Fahrer einer Marke gewertet. Zusätzlich gibt es noch für die privaten Teams die sogenannte „Independents Trophy“, die reichlich Preisgelder ausschüttet.

Um die Meisterschaft permanent spannend zu halten, gilt auch weiterhin die Handikap Gewichtsregelung, die gegenüber der Europameisterschaft (ETCC) noch erweitert wurde: Der im Durchschnitt beste Fahrer beider Rennen eines Wochenendes muss beim nächsten Lauf 40 Kilogramm zuladen, der zweite 30 kg, der dritte 20 kg und der vierte 10 kg. Zusätzlich müssen die Führenden der Meisterschaft ihre Autos mit Gewicht belasten: Für jeweils zehn volle Punkte fünf Kilogramm. Das heißt 10-19 Punkte 5 kg, 20-29 Punkte 10 kg usw. Die Handikapgewichtssumme ist jedoch auf maximal 60 kg beschränkt. Die Zusatzgewichte werden nach jeder Veranstaltung neu berechnet.

Siehe auch


Weblinks


Motorsport | Sportturnier/-wettbewerb

World Touring Car Championship | WTCC | World Touring Car Championship | World Touring Car Championship | 世界ツーリングカー選手権 | WTCC

 

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