Ein klassischer W-Motor ist ein Hubkolbenmotor mit drei Zylinderreihen.
Ein W-Motor, wie er heute in Modellen aus dem Hause Volkswagen vorkommt, ist ein Hubkolbenmotor mit vier Zylinderreihen.
Schaut man mit etwas Fantasie auf solche Motoren in Richtung der Kurbelwelle, so ähnelt ihre Zylinderanordnung einem W, daher der Name.
Der Vorteil dieser Konstruktion ist der gleiche wie beim V-Motor, jedoch noch deutlicher: Mehr Zylinder bei kürzerer Motorbaulänge.
Einziger W-Motor aus dem Volkswagen-Konzern, der nach klassischem Design konstruiert wurde, ist der des Audi W12-Prototyps. Alle darauf folgenden W-Motoren aus dem Hause Volkswagen hatten vier Zylinderreihen.
Der Franzose Guy Nègre entwarf Ende der 1980er Jahre einen 3,5 Liter-W12-Motor für den Einsatz in der Formel 1. Der Motor war mit drei Zylinderreihen mit je vier Zylindern ausgestattet, besaß keine herkömmlichen Ventile und sollte um 630 PS bei 15.000 Umdrehungen leisten. Das Projekt wurde Anfang 1988 publik gemacht, nach wenig erfolgreichen Testfahrten in Chassis des AGS-Teams sowie aufgrund von finanziellen und technischen Problemen dann allerdings wieder eingestellt, ohne auch nur einen Rennkilometer gefahren zu sein. Guy Nègre hat inzwischen einen Druckluftmotor entwickelt.
Der Volkswagen-Konzern bietet in seinen aktuellen Modellen u.a. Motoren mit W8 (4 Zylinderreihen à 2 Zylinder: VW Passat W8), W12 (4 Zylinderreihen à 3 Zylinder: Audi A8 W12, VW Phaeton W12, Bentley Continental GT) und W16 (4 Zylinderreihen à 4 Zylinder: Bugatti Veyron 16.4).
Der W12-Motor basiert dabei auf zwei VR6-Motoren, wie sie aus dem gleichnamigen VW Golf der dritten Generation bekannt sind. (Bei darauffolgenden Golf-Generationen wurde derselbe Motor allerdings aus Marketinggründen nur noch V6 genannt.)
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