Wŏnsan ist eine Hafenstadt in Nordkorea und mit 329.207 Einwohnern sechstgrößte Stadt des Landes. Sie ist Verkehrsknoten, Industriestadt, Kulturzentrum mit Universitäten, Hoch- und Fachschulen, Theater und Museen. Wŏnsan ist Hauptstadt der Provinz Kangwŏn-do.
Der eigentliche Badebezirk liegt im Stadtteil Songdowon, wo dem Besucher auf einem 500 Hektar großen Areal botanische Gärten, Zoos, Lotosteiche, Freilufttheater und Pavillons angeboten werden. In den Pinienwäldern mit den 700 Jahre alten Bäumen gibt es Ferienhäuser und Sportplätze für diverse Freizeitaktivitäten. Im nahegelegenen Park kann man Bootsfahrten auf einem künstlich angelegten See unternehmen.
Rund um Wŏnsan befinden sich zwei große Seen:
Wŏnsan liegt in einem landwirtschftlich genutzten Gebiet. Es werden vor allem Reis und Sojabohnen angebaut. In der Umgebung der Stadt wird Gold gefördert. Ende des 19. Jahrhunderts öffnete Wŏnsan sich dem Außenhandel. Es werden Fisch, Reis, Sojabohnen, Bauholz und Graphit exportiert.
In der Stadt befinden sich eine große Erdölraffinerie, Betriebe des Fahrzeug- und Maschinenbaus, der Lebensmittelindustrie und ein Forschungszentrum für Meereserzeugnisse. Von Bedeutung für Wŏnsan sind auch die Herstellung von Reiswein und die Verarbeitung von Fisch.
Wŏnsan ist Verkehrsknotenpunkt mit Straßen, Eisenbahn, Hafen und Flughafen. 1912 wurden die Eisenbahnverbindungen in die Hauptstadt Pjöngjang und nach Shenyang in der Republik China eingerichtet.
Der Hafen der Stadt dient vor allem der Schiffsverbindung nach Japan. Er besitzt ausgedehnte Trockendocks, die für militärische Zwecke angelegt worden sind.