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Wühlmäuse
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: Höhere Säugetiere (Eutheria)
: Euarchontoglires
: Nagetiere (Rodentia)
: Mäuseverwandte (Myomorpha)
: Mäuseartige (Muroidea)
: Cricetidae
: Wühlmäuse
Wissenschaftlicher Name Arvicolinae Gray 1821 Die Wühlmäuse (Arvicolinae) stellen eine Unterfamilie der Cricetidae mit über 150 Arten dar. Zu den bekanntesten Arten gehören die Feldmaus, die Rötelmaus, die Bisamratte, die Schermäuse und die Lemminge.

Merkmale


Je nach Gattung sind die tag- und nachtaktiven Wühlmause zwischen 7 und 23 Zentimeter lang und wiegen ca. 80–200 g, aber auch bis 2600 g wie der Bisam. Der Kopf ist stumpf, die Ohren sind aufgrund der wühlenden Lebensweise meist klein und manchmal fast völlig im Pelz versteckt. Die unterschiedliche Farbe des Fells reicht von braungrau über rotbraun auch gelegentlich bis hin zu schwarz. Der mittellange bis kurze Schwanz ist nur dünn behaart, weshalb seine Ringelung gut zu sehen ist. An den Vorderfüßen hat die Wühlmaus je nach Art vier oder fünf Zehen, an den Hinterfüßen immer fünf.

Vorkommen


Wühlmäuse sind in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. Bevorzugter Lebensraum sind leichte bis mittelschwere Böden, in denen sie ohne Schwierigkeiten ihr Gangsystem anlegen kann, wobei Lössböden besonders bevorzugt werden. Während viele Wühlmausgattungen sich Gangsysteme im Boden anlegen, leben manche auf Wiesen oder sogar auf Bäumen (Tannenmäuse). Bei ihrer Wühltätigkeit werfen sie länglich flache Erdhaufen auf, die oft mit Gras oder Wurzeln durchzogen sind. Ihre Hügel werden deshalb auch oft mit denen des Maulwurfes verwechselt. Dessen Erdhaufen sind jedoch rundlicher und größer und werden von ihm auch in regelmäßigen Abständen aufgeworfen, was bei den Wühlmäusen nicht der Fall ist.

Schadwirkung


Zur Schadwirkung von Wühlmäusen in der Landwirtschaft am Beispiel einer speziellen Art siehe unter Ostschermaus.

Systematik


Alternativ zum Namen Arvicolinae findet man oft auch den Namen Microtinae, der aber als deutlich jüngerer Name ungültig ist. Die Wühlmäuse werden oft in den Rang einer eigenen Familie erhoben. Vor allem in älteren Systematiken findet man diverse Nagetiertaxa, die heute für gewöhnlich als selbständig angesehen werden, als Tribus der Wühlmäuse, z.B. die Neuweltmäuse, Hamster, Blindmulle, Rennmäuse, Mähnenratten und Madagaskar-Ratten. Jüngere DNA-Studien haben die Monophylie der Wühlmäuse bestätigt; den Ergebnissen zufolge sind wahrscheinlich die Hamster die Schwestergruppe der Wühlmäuse.

Die folgende Systematik richtet sich nach McKenna & Bell und zeigt Tribus und Gattungen:

Literatur


  • Malcolm C. McKenna, Susan K. Bell: Classification of Mammals: Above the Species Level. Columbia University Press, 2000 ISBN 0231110138

Weblinks


Mäuseartige

Полевки | Arvicolinae | Arvicolinae | Wullmais | Woelmuizen | Nornikowate | Полёвковые | Sorkar

 

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