Nach den Napoleonischen Kriegen, die zu einem Quasi-Staatsbankrott führten, wurde im Jahr 1816 durch die Nationalbank das Papiergeld eingezogen. Mit einem Verlust von ungefähr 90 % wurden Gulden ausgegeben. Der Gulden, der parallel zu einer provisorischen Währung, der so genannten Wiener Währung eingeführt wurde, war bis 1892 gültig, während die Wiener Währung nur bis zum Ausgleich mit Ungarn im Jahr 1867 in Umlauf war. Im Jahr 1892 wurde der Gulden durch die Krone zu 100 Heller ersetzt. Der Umrechnungskurs lag bei zwei Kronen für einen Gulden.
Die erste Währungsreform der ersten Republik löste die alte Währung Krone aus der österreichisch- ungarischen Monarchie ab. Die Krone, die durch die Inflation nach dem ersten Weltkrieg sehr stark an Wert verlor, wurde nach dem Währungsumstellungsgesetz vom 20. Dezember 1924 mit Wirkung vom 1. Jänner 1925 durch den Schilling zu 100 Groschen ersetzt. Ursprünglich waren 100 Stüber als Unterwährung geplant. Nach dem Umwechslungskurs entsprach ein Schilling 10.000 Kronen. Der durch eine entsprechende Währungspolitik stabil gehaltene Schilling wurde auch als Alpendollar bezeichnet.
Nach dem Anschluss im Jahr 1938 wurde der Schilling mit einem für die Österreicher ungünstigen Kurs zur Reichsmark umgewechselt (Umwechslungskurs 1,5 Schilling für 1 Reichsmark).
Nach Kriegsende wurde am 30. November 1945 wieder der Schilling eingeführt und mit 1:1 zur Reichsmark umgewechselt. Es wurden aber pro Kopf nur 150 Reichsmark umgetauscht. Der Rest kam auf ein Sparkonto. Am 10. Dezember 1947 wurde aber der Schilling auf ein Drittel abgewertet, während von den Sparguthaben ein Teil vom Staat abgeschöpft wurde, um den Wiederaufbau zu ermöglichen. Nur 150 Schilling wurden pro Person eins zu eins getauscht. Diese Reform war die Bedingung, um Mittel aus dem Marshall-Plan zu erhalten. Nur die Sowjetunion erhielt für ihre Zustimmung in der alliierten Kommission einen Wechselkurs von 1:1,75. Da Österreich in der damaligen Situation über keine Mittel zum Neudruck von Banknoten verfügte, wurden die selben Banknoten mit dem Aufdruck Zweite Auflage ausgegeben. Gleichzeitig wurden Schillingmünzen statt der bisherigen Reichsmarkmünzen ausgegeben.
Bei der Umstellung von der Schilling-Währung auf den Euro 1999 handelte es sich bloß um eine Währungsumstellung.
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"Währungsreformen in Österreich".
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