| Wörthersee | |
|---|---|
| Woerthersee.jpg | |
| Daten | |
| Name: | Wörthersee |
| Lage: | westlich von Klagenfurt |
| Geografische Lage: | |
| Fläche | 19,39 km² |
| maximale Tiefe: | 85,2 m |
| Länge: | 16,5 km |
| Zuflüsse: | Reifnitzbach Pirkerbach weitere kleine Bäche |
| Abflüsse: | Glanfurt (Sattnitz) |
| Höhe über NN: | 439 m |
| Größere Orte am Ufer: | Klagenfurt Krumpendorf Maria Wörth Pörtschach Velden Reifnitz |
| Besonderheiten: | größter See Kärntens |
Der See ist durch Inseln, Halbinseln und unterseeische Schwellen in drei Becken gegliedert. Das westliche Becken reicht von Velden bis Pörtschach, das mittlere von Pörtschach bis Maria Wörth und das östliche erstreckt sich von Maria Wörth bis Klagenfurt. Der tiefste Punkt des Wörthersees liegt in 85,2 m, die mittlere Tiefe beträgt 41,9 m.
Der Wörthersee wird von einer Vielzahl von kleineren Bächen gespeist, der mit einer mittleren Wasserführung von 0,63 m³/s größte darunter ist der Reifnitzbach. Der im Osten des Sees gelegene Abfluss (Glanfurt/Sattnitz) entwässert den See über die Glan und Gurk in die Drau.
Aufgrund der windgeschützten Lage und der geringen Durchflutung kann die obere Wasserschicht (Epilimnion), die in bis zu 8 Metern Tiefe reicht, Temperaturen bis über 25 °C erreichen, am Ufer steigen die Temperaturen zeitweise noch deutlich höher an. Bis Ende Juni hat der See über 20 °C erreicht, die Abkühlung unter diese Temperatur erfolgt erst im Laufe des Monats September. Die Eislegung beginnt Mitte bis Ende Jänner, der Eisbruch erfolgt Anfang bis Mitte März. Eine geschlossene Eisdecke bildet sich nur in extrem kalten Wintern. Zuletzt fror der Wörthersee im Februar 2006 komplett zu und konnte auf einer Bahnlänge von ca. 15 km mit Schlittschuhen befahren werden.
Die Bezeichnung Werdersee wurde noch bis ins 19. Jahrhundert verwendet und erst danach von Wörthersee verdrängt.
Da schlägt es Mitternacht, alle Lichter erlöschen, die Mauern erzittern, Regen stürzt hernieder und ein furchtbares Gewitter bricht los. Mit offenem Hahn liegt das Fässchen des verschwundenen Warners, endlose Fluten entströmen ihm. Sie dringen in alle Räume und strömen fort, bis sie die ganze Stadt und die ganze Gegend überschwemmt und ihre frevelnden Bewohner ertränkt haben. So entstand der Wörthersee. Städte, Kirchen und Dörfer liegen in seiner unergründlichen Tiefe begraben, riesige Fische und Wasserschlangen hausen in den alten Palästen. Wenn die Fischer an stillen Sommerabenden an der Schwarzen Wand vorüberfahren, kann es geschehen, dass sie ein Klingen und Läuten vernehmen, das aus der Tiefe des Sees zu kommen scheint.
An diese Sage erinnert ein Brunnen mit dem Wörthersee-Manndl in der Kramergasse in Klagenfurt.
Die historische Innenstadt von Klagenfurt liegt etwa vier Kilometer östlich des Wörthersees. Sie ist durch den Lendkanal mit dem See verbunden, der im 16. Jahrhundert angelegt wurde, um Baumaterial zu transportieren und den Wassergraben rund um die Stadtmauer zu speisen. Zu Klagenfurt gehören der am See gelegene Europapark sowie die Halbinsel Maria Loretto mit dem Schloss Maria-Loretto.
Der zweitgrößte Ort am Wörthersee liegt am gegenüberliegenden, westlichen Ende des Sees: Velden. In jüngerer Vergangenheit wurde Velden als Drehort der Fernsehserie Ein Schloß am Wörthersee, für die hier zwischen 1990 und 1993 drei Staffeln mit insgesamt 36 Folgen gedreht und gesendet wurden, einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
Die insbesondere in den 1960er Jahren stark anwachsende Besiedlung des Einzugsgebiets sorgte durch Einleiten von Abwässern für eine verstärkte Nährstoffbelastung und löste damit eine Vergrößerung der sauerstofffreien Zone nach oben hin aus. Die Folge war starke Eutrophierung, mit der unter anderem eine massive Algenblüte einherging.
Der Bau eines Abwasserkanalnetzes und weitere Sanierungsmaßnahmen haben für eine rasche Eindämmung der Eutrophierungserscheinungen, die zu Beginn der 1970er Jahre einen Höhepunkt erreichten, gesorgt. Der Wörthersee hat sich zwischen 1971 und 2002 vom mesotrophen zum schwach mesotrophen Gewässer mit oligotrophem Charakter des Epilimnions entwickelt.vgl. hierzu die Studie „Limnologische Langzeitentwicklung des Wörthersees“ (PDF-Dokument, ca. 3 MB)
Die am häufigsten vorkommenden Fische im Wörthersee sind der Hecht und die Reinanke.
Am 9. Oktober des selben Jahres wurde dann der Linienbetrieb aufgenommen, und die Maria Wörth fuhr zweimal täglich von Velden nach Klagenfurt und wieder retour. Passagiere der Ersten Klasse mussten 1 Gulden bezahlen, ein Platz in der Zweiten Klasse kostete 36 Kreuzer. Diese Schiffslinie war zur damaligen Zeit eine reine Verkehrsverbindung, die von den Bewohnern genutzt wurde, um zum Einkaufen oder zur Arbeit, vorwiegend nach Klagenfurt, zu gelangen. Damals war es möglich, mit der Maria Wörth auf dem Lendkanal bis zum Lendhafen, der im Zentrum Klagenfurts liegt, zu gelangen. Mehr als 30.000 Fahrgäste wurden bereits im ersten Jahr von der Herbert'schen Dampfschifffahrtsgesellschaft transportiert, obwohl der Fahrpreis sehr hoch war.
Im Jahr 1863 wurde die Südbahnlinie erweitert, so dass Klagenfurt auch mit dem Zug zu erreichen war. In der Folge stieg der Fremdenverkehr am Wörthersee an, und Dampfschifffahrten wuren bei den Urlaubern sehr beliebt. Die Arbeit auf einem Dampfschiff war hart, wurde die Kohle, mit der die Dampfschiffe damals betrieben wurden, doch von Heizern mit Schaufeln nachgelegt. Sie mussten bis zu 350 Stunden im Monat arbeiten und wurden freilich entsprechend entlohnt. Bei den Dampfschiffen musste um die zwei Stunden vor Abfahrt begonnen werden zu heizen, damit zum fahren genügend Dampf erzeugt werden konnte.
Zu den größten Schiffen der damaligen Zeit zählten die Thalia, die Helios und die Wulfenia. Das einzige Schiff, das aus dieser Zeit geblieben ist, ist das Dampfschiff Thalia. Es sollte nach 76 Dienstjahren in den 1980er Jahren verschrottet werden. Dies konnte allerdings verhindert werden, das Schiff wurde generalsaniert und wieder in einen fahrbereiten Zustand gebracht. Anfang Juni 1988 wurde dann die erste Probefahrt seit der Restaurierung gemacht. Die 2. Jungfernfahrt fand am 2. Juli statt.
1883 wurden bereits 175.000 Fahrgäste pro Jahr befördert. Bis 1930 stieg die Anzahl der Passagiere auf 230.000. Seit 1891 stand den Klagenfurtern neben der Lendkanalschifffahrt auch eine Pferdetramway entlang des Lendkanals zur Verfügung. Ihr Ziel war die Schiffsanlegestelle am Wörthersee bei Klagenfurt, wo die großen Dampfschiffe ablegten. Auch die erste Autobuslinie war keine ernstzunehmende Konkurrenz für die zwei Schifffahrtsgesellschaften.
Es waren insgesamt sieben Schifffahrtsgesellschaften die den Wörthersse im Laufe der Zeit beschifften, wobei einige nur auf Motorschiffe setzten. Im Jahre 1913 wurde die letzte noch bestehende bis dato private Dampfschifffahrtsgesellschaft von der Stadt Klagenfurt aufgekauft und unter die Kontrolle der Klagenfurter Stadtwerke gegeben.
Zu den ältesten Motorschiffen zählen die Lorelei und ihr Schwestershiff Loretto. Sie wurden im Jahre 1924 in Wien bei der Donauwerft vom Stapel gelassen. Nach 71 Jahren Einsatz als Ausflugsschiffe wurden sie schließlich im Jahre 1995 an die Donau an eine Privatperson verkauft. Als sie schließlich verschrottet werden sollten, kaufte eine Privatorganisation (Nostalgieschifffahrt Wörthersee) die beiden historischen Schiffe zurück.
Klagenfurter_Werft_Woertherseeschifffahrt_01.jpg | Woerthersee_DS_Thalia_vor_Schlangeninsel_01.jpg 1982 wurde die Schiffswerft in der Ostbucht des Wörthersees in Betrieb genommen und auch noch heute ist die Werft an diesem Platz vorhanden.
Die Thalia als einziges Dampfschiff, welches mittlerweile automatisch mit Heizöl gefeuert wird, die zwei Motorschiffe Kärnten und Klagenfurt sind die drei übrig gebliebenen Schiffe, die im Besitz der Klagenfurter Stadtwerke AG sind. Die Lorelei und die Loretto sind im Besitz des Vereins Nostalgiebahnen in Kärnten und werden von diesem betrieben.
Von größeren Unfällen blieb die Wörtherseeschifffahrt bis auf eine Ausnahme verschont: Das einzige Unglück ereignete sich im Jahr 1945, als bei einer Schiffsexplosion der Schiffsführer getötet wurde.
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