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Ein Vorspann wird zu Beginn eines Filmes oder einer Fernsehsendung gezeigt. Hier werden nur die wichtigsten Hauptdarsteller aufgeführt, sowie regelmäßig die Hauptverantwortlichen des Stabes, Produzenten und Regie.

Fernsehserien haben meist einen in jeder Episode gleich bleibenden Vorspann, zu dem eine unverwechselbare und einprägsame Titelmelodie ertönt. Während bei Spielfilmen der Vorspann oft eine Art Einleitung darstellt, und häufig einfach in den laufenden Film eingeblendet wird, besteht er bei Serien meist aus einem Zusammenschnitt verschiedener Szenen aus diversen Episoden, um den Zuschauer einserseits einzustimmen auf die bevorstehende Handlung, andererseits um ihn an bereits Gesehenes zu erinnern und somit die Bindung an die kommende Serie zu erhöhen.

Bei Spielfilmen ist der Vorspann manchmal eine Kunst für sich. Bereits in den 50er Jahren hatte Alfred Hitchcock bei seinen Filmen namhafte Künstler, z. B. Saul Bass, damit beauftragt, einen Vorspann zu kreieren, der der Stimmung des Films Rechnung trägt. So sind bei "Vertigo" kreisende geometrische Figuren zu sehen, die tatsächlich ein Schwindelgefühl (engl. "vertigo") erzeugen. Bei "Psycho" werden die Namen der Darsteller zerhackt und zerschnitten, was den späteren legendären Mord unter der Dusche bereits andeutet.

Auch bei den James-Bond-Filmen ist der Titelvorspann sehr kunstvoll gestaltet, meist eine Montage aus Realfilm und Computeranimation in psychedelischen Farben. Bis 1991 zeichnete Maurice Binder dafür verantwortlich, seit "Goldeneye" führt Daniel Kleinman diese Tradition fort. Ebenfalls von Binder ist der Vorspann zum Film "Charade" (1963).

Weitere gelungene Beispiele: "Delicatessen" (1990), "Sieben" (1995), "Catch me if you can" (2003)

Bis etwa Mitte der Siebziger Jahre war es gängige Praxis, den Vorspann komplett einzudeutschen. Aus Kostengründen verzichtet man heutzutage auf diese Prozedur. Allenfalls der deutsche Filmtitel wird - wenn überhaupt - ausgetauscht.

Siehe auch: Abspann

Film

Opening credits

 

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