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Das Vorliek ist das vordere Liek, also die Vorderkante eines Segels, das kein Rahsegel ist, also eines Schratsegels.

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Beim Großsegel eines Segelbootes oder bei einem Gaffelsegel ist das Vorliek zugleich das Mastliek. Da es besonders der Anströmung durch den Wind unterliegt, muss es konstruktiv verstärkt sein. Es verläuft in der Regel senkrecht.

Beim Vorsegel verläuft das Vorliek nicht senkrecht, sondern schräg.

Der Trimm des Vorlieks wird mit dem Vorliekstrecker eingestellt. Der Vorliekstrecker wird Cunningham genannt. Mit der Cunningham wird die Bauchform des Vorsegels beeinflusst: Wenig Spannung auf dem Vorliek bewirkt einen Bauch etwa mittig des Segels, mehr Spannung lässt den Bauch nach vorn (zum Vorliek hin) wandern. Zu viel Spannung auf dem Vorliek führt jedoch zu unerwünschter Faltenbildung. Die Tiefe des Bauches wird durch die Vorliekspannung jedoch nicht beeinflusst; diese hängt vom Schnitt des Segels ab.

Der Trimm des Achter- und Unterlieks wird durch die Position des Schothorns beeinflusst. Diese wird durch die Art der (Vor-)Schotführung gesteuert. Eine weit vorn (zum Vorsegel hin) stehende Umlenkung der Vorschot bewirkt eine Spannung auf dem Achterliek, die das Segel hinten "schließen" lässt; es wird Druck erzeugt, im Extemfall aber auch ein zu viel an Verwirbelungen. Eine weit hinten stehende Umlenkung führt dagegen zu einem Öffnen des Achterlieks, Druck wird abgebaut (Starkwindtrimm). Ein zu weit öffnendes Achterliek wirkt sich jedoch nachteilig auf Geschwindigkeit und den möglichen Winkel zum Wind auf Amwindkursen aus.

Bei Flaggendarstellungen ist das Vorliek die stets links liegende, also dem Mast zugewandte Hälfte der Flagge.

Siehe auch: Liek - Achterliek - Unterliek - Segelschiff

Schiffbau | Segeln

 

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