Vorleistungen sind definiert als Wert der im Produktionsprozess verbrauchten, verarbeiteten oder umgewandelten Waren und Dienstleistungen (vgl. ESVG).
Die Vorleistungen unterscheiden sich von den Investitionen dadurch, dass ein Investitionsgut über mehrere Abrechnungsperioden hinweg im Produktionsprozess eingesetzt und nach und nach gemäß der Abnutzung abgeschrieben wird (Bsp Milchproduktion: Melkmaschine), während die Vorleistung voll in das im Produktionsprozess nachgelagerte Produkt eingeht (Bsp Milchproduktion: Tierfutter).
Zählte man alle Umsätze aller Unternehmen einfach zusammen (in der VGR ergibt dies den Produktionswert) erhielte man eine aufgeblähte Summe. So würde der Umsatz eines Getreidebauern, der Getreide an den Müller liefert, zum Umsatz des Müllers addiert, in dem aber der Wert des Getreides noch einmal erscheint, und schließlich zum Umsatz der Brotfabrik, in dem aber der Wert des Getreides und der Wert des Mehls (einschließlich des Getreidekörnerwertes) auch noch einmal erscheint. Um nur die Wertschöpfung einer Abrechnungsperiode zu erhalten, müssen vom Produktionswert daher die Vorleistungen abgezogen werden.
Beispiele:
Praktisch ermittelt werden die Vorleistungen am Beispiel „Mehl“ wie folgt:
Dann berechnet sich der Wert der Vorleistungen (hier Mehl) für 2004 zu 63 000 €.
=Siehe auch:=
=Weblink=
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Vorleistung".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world