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Allgemein ist der Volumenanteil (Formelzeichen: \upsilon) einer Komponente in einem Stoffgemisch das anteilige Volumen der Komponente an der Summe der Volumina aller Komponenten. Berechnet wird er über den Bruch aus dem Volumen der Komponente durch die Summe der Volumina aller Komponenten Stoffgemisches. Für ein Gemisch mit m Komponenten gilt also:
\upsilon _{Komponente} =

Für den häufigen Fall, dass eine einzelne Komponente in einem Lösungsmittel gelöst vorliegt, gilt:
\upsilon _{Komponente} =

Der Volumenanteil ist somit eine der möglichen Gehaltsangaben, ein Maß für das anteilige Volumen einer Komponente an der Summe aller Volumina. Beträgt der Volumenanteil 1 liegt die entsprechende Komponente in Reinform vor, beträgt er 0 ist sie nicht im Gemisch enthalten. Multipliziert man den Volumenanteil mit 100% lässt er sich auch als prozentuale Größe angeben, die so genannten Volumenprozent.
Anwendungsgebiete finden sich in verschiedenen Fachbereichen, vor allem der Chemie, aber auch beispielsweise in der Mineralogie und Petrologie. Hier dient der Volumenanteil dazu die Zusammensetzung von Gesteinen oder Mineralen (Mischkristall) zu beschreiben, vor allem weil es bei einer optischen Erfassung von Dünnschliffen vergleichsweise einfach ist das Volumen der einzelnen Komponenten zu messen.
Die Anwendung dieser Gehaltsangabe in der Chemie beschränkt sich meist auf Gemische, bei denen der zu lösende Stoff flüssig vorliegt (z.B. Ethanol in Wasser gelöst). Die Angabe des Gehalts eines Stoffs in einer Lösung als Volumenanteil wird allerdings häufig vermieden, da sich das Gesantvolumen des Lösung nicht unbedingt additiv aus den Volumina der Einzelkomponenten zusammensetzt (vgl. Volumenkontraktion und Volumendilatation). Statt dessen verwendet man zweckmaßiger die Gehaltsangabe Volumenkonzentration.

Siehe auch


Massenanteil, Stoffmengenanteil, Gehaltsangaben

Dimensionslose Größe | Werkzeug der Chemie | Mineralogie | Petrologie

 

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