Unter Progressive Scan * (engl. für „schrittweise Abtastung“, kurz: PS) oder Vollbildverfahren versteht man eine Technik beim Bildaufbau von Monitoren, Fernsehgeräten, Beamern und anderen Anzeigegeräten, bei denen das Ausgabegerät – anders als bei der Interlace-Technik – keine zeilenverschränkten Halbbilder gesendet bekommt, sondern mit echten Vollbildern gespeist wird. Dadurch wirkt das Bild schärfer und ruhiger, außerdem wird Zeilenflimmern vollständig eliminiert. Fernsehgeräte benötigen für die Übertragung dieses Signals entweder einen analogen VGA- oder YUV-Eingang (Component Video)oder einen digitalen DVI- oder HDMI-Anschluss.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Vollbilder zu übertragen: als ganzes (progressive) oder als zwei aufeinander folgende Halbbilder mit demselben Zeitindex (progressive with segmented frames, psF). Bei der zweiten Methode muss vor der Darstellung das einfache Deinterlacing-Verfahren Weave angewendet werden. Diese funktioniert durch ein einfaches zusätzliches Signal auch mit herkömmlichen Übertragungsverfahren wie PAL, SECAM oder NTSC und wird auch von DVD-Spielern und Spielkonsolen verwendet. Auch das HDTV-Format 1080i wird häufig in diesem Modus verwendet, wohingegen 720p in der Regel mit echten Vollbildern gesendet wird. Da die übertragene Datenmenge gleichbleibt, wird durch die Verdopplung der Zeilen- oder Vertikal-Auflösung die zeitliche (temporale) Auflösung halbiert. Nur die 720p-Auflösungen kompensieren dies durch Verdopplung der Bildrate auf 50 bzw. 60 Hertz – frame rate und field rate sind dort also identisch.
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