Vw_logo_sst.jpg]] Vw transporter t2a v sst.jpg Die Geschäftssparte Volkswagen Nutzfahrzeuge trägt in der Volkswagen AG als eigene Marke die Verantwortung für die Produktion von Nutzfahrzeugen. Die Modellpalette umfasst vor allem Kleintransporter, in Brasilien jedoch auch Lkw und Bus-Chassis.
Das Werk in Wolfsburg erwies sich für die parallele Produktion von Käfer und Bus schnell als zu klein. Ein neuer Werksstandort wurde gesucht und fand sich im hannoverschen Stadtteil Stöcken. Das neue Werk begann 1956 mit der Fertigung, seit 1958 werden auch die Motoren in Hannover gebaut. 1961 wird die Fertigstellung des 1.000.000sten Transporters gefeiert.
Von der intern als T1 bezeichneten ersten Version des Transporters wurden bis 1967 ca. 1.800.000 Exemplare hergestellt, dann erfolgte die Ablösung durch das Nachfolgemodell T2. Optisch erinnerte es an den Vorgänger, hatte jedoch eine ungeteilte Windschutzscheibe. Bereits 1968 läuft der 2.000.000ste Transporter vom Band, 1971 sind es 3.000.000.
Ab 1975 wird das Angebot nach oben erweitert: Der große Bruder des Transporters heißt VW LT und verfügt im Gegensatz zum Transporter über einen vorne eingebauten Reihenmotor mit Wasserkühlung.
Von 1977 bis 1993 kooperiert VW mit dem Nutzfahrzeughersteller MAN. Gemeinsam werden leichte Lkw entwickelt, gebaut und unter dem Namen "MAN-VW" vertrieben.
Die dritte Generation des Transporters (T3) wurde 1979 vorgestellt. Sie verkaufte sich – vor allem im Ausland – deutlich schlechter als das Vorgängermodell. Der nach wie vor hinten eingebaute Motor bot keinen so gut nutzbaren Innenraum wie die Konkurrenz, außerdem war das Fahrzeug mit den anfangs angebotenen Motoren untermotorisiert. Erst nach der Einführung wassergekühlter Otto- und Dieselmotoren stiegen die Verkaufszahlen wieder an. Die Qualität des T3 wurde jedoch nur selten kritisiert.
1981 beginnt die Tochtergesellschaft "Volkswagen Caminhoes Ltda." in Brasilien mit dem Bau von mittelschweren Lkw, die jedoch vorerst nur in Südamerika vertrieben werden. Im folgenden Jahr erscheint als weiteres Nutzfahrzeug der VW Caddy, ein Pick-up auf Basis des Golf I.
Der 3.000.000ste Transporter läuft 1986 vom Band, gebaut wurde er in Wolfsburg, Hannover, Brasilien, Südafrika, Mexiko und Australien. Ab 1989 wird im Werk Hannover zusätzlich der VW Taro produziert, ein gemeinsam mit Toyota entwickelter Pick-up, der ein Stück größer ist als der Caddy.
Die vierte Generation des Transporters (T4) wird ab 1990 gebaut. Sie bildet einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit: Der Motor sitzt nun vorne, der Antrieb erfolgt auf die Vorderachse. Erst zwei Jahre später endet die Produktion des Vorgängermodells T3. Ab 1994 ist der VW L80, ein in Brasilien gebauter leichter Lkw auch auf dem deutschen Markt erhältlich.
1995 wird VWN zur eigenen Marke im Volkswagenkonzern. Im folgenden Jahr erscheint die zweite Generation des LT, die gemeinsam mit Daimler-Benz entwickelt wurde. 1997 wird der 8.000.000 Transporter gebaut, weiterhin wird das Werk im polnischen Poznań fester Bestandteil von VWN. Im Jahr 2000 folgt das brasilianische Werk in Resende. Bernd Wiedemann wird Markenvorstand von VWN.
Seit 2003 wird in Hannover und Posen die fünfte Generation des Transporters gebaut. 2004 wird ein neues Werk in Limmer eröffnet, in dem das Wohnmobil "California" gebaut wird. Ebenfalls 2004 wird der neue Caddy vorgestellt, der im Werk Posen gebaut wird. Der Caddy ist erstmals auch als Familienlimousine zu haben ("Caddy Life").
Ab 2006 soll im Werk Hannover die Fertigung des VW Microbus aufgenommen werden.