Volkswagen, abgekürzt VW, ist Europas größter und einer der weltweit führenden Automobilhersteller mit Sitz in Wolfsburg, Niedersachsen. Der offizielle Name ist Volkswagen AG (abgekürzt VW AG). Zum Volkswagen-Konzern gehören die Marken Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Seat, Škoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Allein in Deutschland gibt es neun Volkswagenwerke, neben dem VW-Stammwerk in Wolfsburg beispielsweise das Volkswagenwerk Kassel.
Der Österreicher Ferdinand Porsche, der in Stuttgart ein eigenes Konstruktionsbüro betrieb und zuvor bereits für verschiedene Unternehmen arbeitete, bekam am 22. Juni 1934 vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie den Entwicklungsauftrag für den Bau eines Prototypen. Die um die Beurteilung der Machbarkeit befragten deutschen Automobilfirmen bezweifelten aber zu Recht die Realisierbarkeit des Volkswagen zu Hitlers Wunschpreis von unter 1000 RM. Schon andere Fahrzeugkonzepte zuvor, die bereits den Begriff Volkswagen nutzten, konnten aufgrund zu hoher Materialkosten und, mangels rationeller Fertigungsmethoden, zu hoher Produktionskosten nicht zu einem „volkstümlichen“ Preis angeboten werden. So hatte an der oben erwähnten Automobilausstellung auch Josef Ganz einen Volkswagen mit dem Namen Maikäfer präsentiert.
Da die Automobilindustrie an einer Subventionierung des Volkswagens kein Interesse hatte, beauftragte Hitler die Deutsche Arbeitsfront (DAF) mit dem Bau der größten Automobilfabrik Europas. Am 28. Mai 1937 wurde unter der Aufsicht von Robert Ley, dem Leiter der DAF, die „Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH“ gegründet. Ihr erstes und einziges Produkt sollte der „KdF-Wagen“ (KdF = Kraft durch Freude) werden. Diese finanzierte den Werksaufbau vor allem aus dem Verkauf des 1933 beschlagnahmtem Gewerkschaftsvermögens. Zur Vorfinanzierung der Anlaufkosten der späteren Produktion entwickelte die DAF ein Konzept, mit dem – durch Vorauszahlungen – die künftigen Käufer des Volkswagens dies leisten. Der Kaufpreis von 990 RM wird in Raten von 5 RM angespart und mit einer Sparmarke auf einer Sparkarte quittiert. Allerdings betrugen die 1939 kalkulierten Kosten eines Wagens mehr als das Doppelte.
Standort der Fabrik wurde die neu gegründete „Stadt des KdF-Wagens“. Sie entstand, auf dem Reißbrett geplant, mehr oder weniger rein zufällig aufgrund einer Bereisung durch den Geschäftsführer Bodo Lafferentz im ländlich geprägten und dünn besiedelten Gebiet bei der Gemeinde Fallersleben sowie dem Schloss Wolfsburg mit dem dortigen Schulenburgischen Gutshof. Dieser Standort im Urstromtal der Aller in der geografischen Mitte des Reiches bot verkehrsgünstige Anbindungen durch
Da Ferdinand Porsche seinen Volkswagen in einer komplett neu erbauten Fabrik produzieren konnte, war es ihm möglich, das Produkt und seine Produktionsanlagen optimal aufeinander abzustimmen. So wurde die Zahl der zu pressenden Blechteile durch eine optimierte Formgebung (möglichst große Einzelbleche) reduziert. Die konsequente Fließbandfertigung orientierte sich an Beispielen von Ford in Detroit, deren Produktionsmethoden Porsche auf einer USA-Reise studierte.
Im Herbst 1939 war der Rohbau der Produktionshallen fertig. Zu einer planmäßigen Produktion des VW-Käfer (150.000/Jahr) kam es aber nicht, da aufgrund der Vorbereitung der Wirtschaft auf den Krieg Spezialwerkzeugmaschinen fehlten. Der für die Produktion benötigte Stahl sollte größtenteils aus der „Stadt der Hermann-Göring-Werke“ (Salzgitter) geliefert werden.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Volkswagenwerk auf die Produktion von Rüstungsgütern, unter anderem auch die Vergeltungswaffe V1, umgestellt. Von 1940 bis 1945 mussten dazu etwa 20.000 Menschen im Volkswagenwerk Zwangsarbeit leisten, darunter Kriegsgefangene und Insassen der Konzentrationslager. 1942 wurde eigens ein KZ Arbeitsdorf angelegt, bis im April 1945 US-Truppen das Werk befreiten.
Sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des Volkswagenwerkes in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg hatte der britische Offizier Major Ivan Hirst, der mit der Leitung des VW Werkes betraut wurde und dafür sorgte, dass die Produktion wieder in Gang kam. Unter anderem sollte damit die Nachfrage der Besatzungsverwaltung nach Dienstfahrzeugen gedeckt werden. Bald wurden die ersten zivilen Fahrzeuge hergestellt und unter britischer Leitung ein Kundendienst- und Vertriebssystem auch im Ausland aufgebaut sowie Qualität und Produktionskapazitäten gesteigert. Es war auch Hirst, der Heinrich Nordhoff als Generaldirektor auswählte.
1948 wurde Heinrich Nordhoff Generaldirektor. 1949 kam das Unternehmen unter Treuhandschaft des Bundes und des Landes Niedersachsen.
Volkswagenwerk.jpg]]Das Volkswagenwerk in Wolfsburg sollte zur größten Automobilfabrik der Welt werden. Die Werksfläche nimmt heute eine Fläche vergleichbar mit der von Gibraltar ein. Allein die überdachte Hallenfläche ist ungefähr so groß wie das Fürstentum Monaco.
1955 wird in Wolfsburg die Fertigstellung des einmillionsten Volkswagens gefeiert.
Die Volkswagenwerk GmbH wird am 22. August 1960 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und teilprivatisiert und heißt mit neuem Namen "Volkswagenwerk Aktiengesellschaft". 60 Prozent des VW-Stammkapitals werden in Form von sogenannten Volksaktien im Gesamtnennwert von 360 Millionen DM ausgegeben, womit umgerechnet ca. 500 Millionen Euro erlöst wurden. Je 20 Prozent hielten die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen weiter. Mit dem Verkaufserlös und den Gewinnansprüchen aus den verbliebenen 40% Aktien der öffentlichen Hand wurde nach langjährigem Tauziehen zwischen Bund und Niedersachsen zur Förderung der Wissenschaft 1961 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts die Stiftung Volkswagenwerk mit Sitz in Hannover gegründet. Eine Besonderheit dabei ist das so genannte VW-Gesetz vom 21. Juni 1960, das nicht nur die Privatisierung regelte, sondern auch trotz Minderheitenposition der öffentlichen Hand deren entscheidenden Einfluss weitersichern soll.
1962 beschäftigt der Gesamt-Konzern 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 6,4 Milliarden DM.
Im Jahre 1965 übernimmt die Volkswagen AG die Auto Union GmbH von Daimler-Benz. Das Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt sichert den Wolfsburgern neue Technologien, wie die Wasserkühlung im Motorenbau und den Frontantrieb. Unter dem Markennamen Audi hat Volkswagen erstmals eine zweite Konzernmarke im Angebot, in die 1969 das Unternehmen NSU integriert wird.
1972 sind 192.100 Mitarbeiter bei Volkswagen beschäftigt und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 16 Milliarden DM.
Volkswagen wird 1972 Produktionsweltmeister: Mit 15.007.034 montierten Wagen löst der VW Käfer den bis dato gültigen Produktionsrekord des Anfang des 20. Jahrhunderts von der Ford Motor Company gebauten T-Modells ab. (Im Jahre 2002 verwies der VW Golf mit 21,5 Mio gebauten Einheiten den Käfer auf Platz drei in der Rangfolge der am meisten produzierten Automobile. Produktionsweltmeister blieb der Toyota Corolla, gefolgt vom VW Golf. Das T-Modell von Ford belegt Platz 4. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass sowohl der Käfer als auch das T-Modell nahezu unverändert produziert wurden, während bei Corolla und Golf mehrere Modelle unter dem selben Namen firmieren.)
Golf_IV_schwarz_beim_Händler_auf_dem_Hof.jpg VW war anfang der 70er Jahre in schweres Fahrwasser geraten: Die Käfer-Produktion brach langsam ein, die glücklosen abgeleiteten Heckmotormodelle konnten keinen Ausgleich bieten. Als Retter in der Not erwies sich die 1964 zugekaufte Audi NSU Auto Union AG: Mit Rückgriff auf Audi-Komponenten gelang es in kürzester Zeit, ein modernes, attraktives Modellprogramm auf die Beine zu stellen. Der erste Vetreter dieser neuen wassergekühlten Modelle war der Passat. Er geht im Mai 1973 in Produktion, im Januar 1974 folgt der Golf, der sich danach schnell zum Verkaufsschlager entwickelt. Gefertigt wird nach dem Baukastenprinzip, bei dem durch in verschiedenen Modellen einsetzbare Bauteile erhebliche Einsparpotenziale freigesetzt werden. Der Nachteil war jedoch, dass sich von nun an VW- und Audi-Modelle sehr ähnlich sahen. Bald darauf wurde die Produktion des Erfolgsmodells "Käfer" aus Kostengründen nach Mexiko verlagert, wo das Symbol des westdeutschen "Wirtschaftswunders" bis 2003 gebaut wurde. Der Übergang vom VW Käfer zum VW Golf ist ein Standardbeispiel für nicht durchgeführtes Lebenszyklusmanagement (Lifecycle-Management) eines Produktes und die daraus resultierenden Folgen für ein Unternehmen.
Im Jahre 1978 wurde unter dem Begriff V.A.G eine gemeinsame Vetriebsplattform für Audi und Volkswagen eingeführt. Die Händler bekamen in Form eines umlaufenden blauen Bandes ein einheitliches Erscheinungsbild. Der mit Millionenaufwand eingeführte Name V.A.G stand unsinnigerweise schlicht für Volkswagen AG. Die Begrifflichkeit "V.A.G - Partner" setzt sich in der Öffentlichkeit nicht durch und verschwand um 1992 leise wieder.
Die Einführung des VW Golf II bringt auch den Beginn neuer Fertigungsmethoden mit sich (z.B. Verwendung von Robotern).
Die Hauptversammlung beschließt 1985, das Unternehmen von "Volkswagenwerk AG" in "VOLKSWAGEN AG" umzubenennen.
Ferdinand Piëch - ein Porsche-Enkel - übernimmt zum 1. Januar 1993 den Vorsitz im Vorstand der Volkswagen AG.
Der 1995 vorgestellte VW Sharan ist der erste erfolgreiche Versuch von VW, sich auch im Markt der Nischenfahrzeuge zu etablieren und am damals boomenden Markt der Vans zu partizipieren. Dazu wird eine strategische Allianz mit Ford geschlossen, die den Wagen als Ford Galaxy anbieten. Produziert werden beide Fahrzeuge in Portugal.
Im Jahre 1998 präsentiert VW in den USA den VW New Beetle. Das als sogenanntes "Fun-Car" positionierte Fahrzeug wird mit seiner markanten Karosserie im Retrodesign auf dem US-Markt ein Erfolg.
Mit Einführung der Vier-Tage-Woche für die Beschäftigten vom Volkswagen beschreiten Vorstand (u.a. Peter Hartz), Betriebsrat und IG Metall 1994 einen neuen Weg zur Standort- und Beschäftigungssicherung.
Nach dem Übernahmepoker zwischen der Volkswagen AG und BMW um den britischen Luxuswagenhersteller Rolls-Royce entscheiden sich die Aktionäre des Mutterkonzern Vickers am 5. Juni 1998 für das Angebot des VW-Konzerns in Höhe von 1,3 Milliarden DM. Am 28. Juli 1998 gibt VW die Namensrechte an Rolls-Royce ab dem Jahr 2002 an BMW ab, um sich dann auf die Produktion des Luxuswagens Bentley zu konzentrieren.
Im Jahre 1999 bringt VW mit dem Lupo 3L TDI das erste Dreiliterauto auf den Markt. Dafür erhält VW von den Umweltverbänden viel Anerkennung. In Dresden legt Volkswagen im gleichen Jahr den Grundstein für die "Gläserne Manufaktur", in der heute der Phaeton endmontiert wird.
Das 2002 vorgestellte "Ein-Liter-Auto" stellte erneut die Technologieführerschaft der Volkswagen AG bei sparsamen Fahrzeugen unter Beweis. Aus wirtschaftlichen Gründen konnte diese Konzeptstudie aber so nicht umgesetzt werden.
2004 geriet Volkswagen unter Druck. Der Konzern erlitt im Geschäftsjahr 2003 einen Gewinneinbruch von über 50 Prozent. Der Vorstand kündigte eine umfassende Restrukturierung des Unternehmens an, um in Zusammenarbeit mit der Belegschaft die Kosten zu senken und die deutschen Produktionsstandorte wettbewerbsfähiger zu machen.
Die 2003 als Hoffnungsträger vorgestellte fünfte Generation des Golf hatte 2004 mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Der im Vergleich zum Golf IV identische Einstiegspreis passte nicht zur schlechten Konjunktursituation und der damit verbundenen Kaufzurückhaltung der Menschen in Deutschland. Zudem verstärkte sich 2004 der Preiskampf in der Automobilbranche weiter. Um den Absatz anzukurbeln, entschied sich der Konzern für eine in der VW-Modellgeschichte einzigartige Rabattaktion, die "Jubiläumsaktion 30 Jahre Golf" genannt wurde. Alle Golf V-Käufer erhielten die Klimaanlage bis September gratis dazu. Versteckte Rabatte durch Überbewertung eines Inzahlung genommenen Gebrauchtwagens sind jedoch bei Volkswagen bis heute nicht üblich.
Im gleichen Jahr musste der Konzern einen weiteren Fehler in seiner Produktpolitik indirekt eingestehen. Er kündigte an, die freien Kapazitäten der "Gläsernen Fabrik" künftig mit der Produktion des britischen Bentley Continental GT auslasten zu wollen. Der mit hohen Entwicklungskosten verbundene Versuch, die Marke VW, mit einem Modell in der Oberklasse zu positionieren, scheint gescheitert. Ob das Modell eine Weiterentwicklung erfährt, ist noch offen.
Im Frühjahr 2005 ist die neue Generation des Passat, dem zweitwichtigsten Modell der Marke VW, vorgestellt worden. Die zweite wichtige Neuerscheinung in diesem Jahr war der VW Fox, der den Lupo abgelöst hat und in Brasilien gebaut wird. Der Passat ist von Anfang an ein Erfolg. Allerdings hat VW Qualitätsprobleme, mit denen jedoch weitgehend die gesamte deutsche Automobilbranche – insbesondere auch durch den Einbau immer mehr empfindlicher Elektronik – zu kämpfen hat.
VW gerät jedoch aufgrund interner Verfehlungen einzelner Mitarbeiter (Luxusreisen und Bordellbesuche der Betriebsräte auf Firmenkosten etc.) in die Schlagzeilen. Das Rücktrittsgesuch des VW-Managers Dr. Peter Hartz, auch als Namensgeber der Arbeitsmarktreform der rot-grünen Bundesregierung bekannt, wird durch das VW-Management angenommen.
Während einige Kritiker VW vorwerfen, zu hohe Löhne und Produktionskosten und deshalb zu hohe Preise für seine Fahrzeuge fordern zu müssen(nach eigenen Angaben hat VW elf Prozent höhere Personalkosten als der Durchschnitt der anderen deutschen Automobilproduzenten), weisen andere auf zu hohe Dividendenausschüttungen von ca. 336 Millionen Euro jährlich (durch 320,3 Mio. Stammaktien zu je einer Dividende von 1,05 €) an die Stammaktionäre hin, zu hohe Managergehälter und Abfindungen als Ursache für die ihrer Meinung nach zu hohen Preise.
So würde allein die Dividendenzahlung derzeit ca. 933 € jährlichem Lohnverzicht für jeden der 343.000 Beschäftigten entsprechen oder alternativ z. B. einer Preissenkung für jedes der 5,1 Millionen im Jahr 2004 hergestellten Automobile von 65 €.
Im September 2005 sind die Angestellten des Volkswagenwerkes im brasilianischen Sao Bernardo do Campo zu einem unbefristeten Streik angetreten. Wie der Streikführer Valdir Freire Dias mitteilte, fordern die Angestellten eine höhere Gewinnbeteiligung als bisher. In einer Vollversammlung hätten sie daher für einen unbefristeten Ausstand gestimmt. Rund 9000 der insgesamt 12.000 Beschäftigten des VW-Werkes im Großraum Sao Paulo hätten sich an der Vollversammlung beteiligt. Laut Dias verlangen die Streikenden die Zahlung von 5.500 Real (rund 2.070 Euro) als Gewinnbeteiligung. Das Unternehmen schlägt hingegen eine Summe von 4.700 Real (rund 1.770 Euro) vor. Das Werk in Sao Bernardo do Campo ist das größte des Volkswagenkonzerns in Brasilien.
Seit Anfang 2005 besitzt die Porsche AG, Stuttgart, als größter Aktionär einen Anteil von ca. 21 % der Stammaktien der Volkswagen AG sowie eine Option auf weitere 4 % der Anteile.
Im Juni 2006 wurde der Volkswagen AG durch die EU-Kommission der "European Business Award for the Environment" für ein besonders umwelt- und ressourcenschonendes Altauto-Recyclingverfahren verliehen.
Im Werk Wolfsburg entsteht eine "Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerkes".
Im Sommer 2005 erschütterte die VW-Korruptionsaffäre den Konzern, das Modell des Zusammenwirkens von Betriebsrat, Gewerkschaften, Vorstand und Landesregierung im Aufsichtsrat des Konzerns gerät immer mehr in die Kritik.
Bei den wichtigen Volumenmodellen Golf und Passat waren die Produktzyklen derart ungeschickt geplant, dass diese in den Jahren 2003 bis 2005 - im Rahmen eines Modellfeuerwerks - durch ihre Nachfolger ersetzt wurden. Auch der relativ späte Einstieg in die boomenden Bereiche der Kompaktvans und Sports Utility Vehicles kostete VW Umsatz und Marktanteile. Inzwischen ist VW mit den Modellen Golf Plus, Caddy Life und Touran -MA/VAN 20 %(1)- sowie dem Touareg -MA/Geländewagen 10 %(1)- auch in diesen Segmenten sehr erfolgreich vertreten. Mit dem in Brasilien produzierten Fox -MA/Mini 13 %(1)- steht inzwischen auch ein für ca. 9.000 € erhältliches Einstiegsmodell bereit. (1) KBA Januar-Juli 2005, Neuzulassungen nach Segmenten
| Jahr | Umsatzerlöse in Mrd. Euro | Gewinn nach Steuern in Mrd. Euro | Fahrzeug-Absatz in Mio. Stück | Belegschaft (Jahresdurchschnitt) in Tsd. |
|---|---|---|---|---|
| 2005 | 95,27 | 1,12 | 5,193 | 345 |
| 2004 | 88,96 | 0,72 | 5,143 | 343 |
| 2003 | 84,81 | 1,00 | 5,016 | 335 |
| 2002 | 85,29 | 2,60 | 4,996 | 324 |
| 2001 | 87,30 | 2,93 | 5,107 | 324 |
| 2000 | 81,84 | 2,61 | 5,165 | 322 |
| 1997 | 57,8 (113,0 DM) | k.A. | k.A. | 280 |
| 1990 | 34,8 (85,5 DM) | k.A. | k.A. | 261 |
| 1972 | 8,18 (16,0 DM) | k.A. | k.A. | 192 |
Im Geschäftsjahr 2004 lieferte Volkswagen 0,9 Millionen Fahrzeuge in Deutschland aus, was einem Marktanteil von 30,5% entspricht. Auf dem Weltmarkt konnte sich VW 2004 mit einem Anteil von 11,5% behaupten.
Die Volkswagen AG beschäftigt über 8.000 Auszubildende - an 47 Fertigungsstätten in 11 Ländern Europas und in weiteren 7 Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas. Am Tag werden mehr als 21.500 Fahrzeuge gebaut. In mehr als 150 Staaten bietet Volkswagen seine Fahrzeuge an.
Der Volkswagen-Konzern teilt sich in mehrere Teile auf. Zum einen die Markengruppe Volkswagen, die Markengruppe Audi, Nutzfahrzeuge und Finanzdienstleistungen. Folgende Firmen und Marken sind in diesen Gruppen gebündelt:
Markengruppe Volkswagen
Markengruppe Audi NutzfahrzeugeFür die konzerneigne Mobilität existiert der Volkswagen Air Service, Braunschweig mit je einem Airbus Corporate Jetliner, Dassault Falcon 900 und Falcon 2000.
| Unternehmen | Standorte | Zahl der Beschäftigten (Stand 31. Dezember 2004) | |
|---|---|---|---|
| Europa | |||
| Deutschland | Audi AG | Neckarsulm Ingolstadt | ca. 44.700 Beschäftigte |
| Volkswagen AG | Wolfsburg Hannover Kassel Braunschweig Emden Salzgitter | ca. 102.500 Beschäftigte | |
| Volkswagen Sachsen GmbH | Chemnitz Mosel | ca. 7.300 Beschäftigte | |
| Auto 5000 GmbH | Wolfsburg | ca. 3.700 Beschäftigte | |
| Automobilmanufaktur Dresden GmbH | Dresden | ca. 400 Beschäftigte | |
| Volkswagen Financial Services AG | Braunschweig | ca. 3600 Beschäftigte | |
| Sitech GmbH | Wolfsburg | ca. 1.300 Beschäftigte | |
| Belgien | Volkswagen Bruxelles S.A. | Brüssel | ca. 5.700 Beschäftigte |
| Bosnien-Herzegowina | Volkswagen-Sarajevo d.o.o. | Sarajevo | ca. 300 Beschäftigte |
| Großbritannien | Bentley Motors Ltd. | Crewe | ca. 3.700 Beschäftigte |
| Italien | Automobili Lamborghini Holding S.p.A. | Sant´Agata Bolognese | ca. 58 Beschäftigte |
| Automobili Lamborghini S.p.A. | Sant´Agata Bolognese | ca. 657 Beschäftigte | |
| Lamborghini Artimarca S.p.A. | Sant´Agata Bolognese | 5 Beschäftigte | |
| Polen | Volkswagen-Poznań Sp. zo.o. | Poznań | ca. 4.700 Beschäftigte |
| Volkswagen MOTOR POLSKA Sp. zo.o. | Polkowice | ca. 1.000 Beschäftigte | |
| Sitech z o.o | Polkowice | ca. 1.250 Beschäftigte | |
| Portugal | Volkswagen AutoEuropa-Automóveis Lda. | Setúbal | ca.3.000 Beschäftigte |
| Spanien | Seat, S.A. | Barcelona Martorell | ca. 16.300 Beschäftigte |
| Gearbox del Prat, S.A. | El Prat de Llobregat | ca. 1.250 Beschäftigte | |
| Volkswagen Navarra, S.A. | Pamplona | ca. 4.400 Beschäftigte | |
| Slowakei | Volkswagen Slovakia, a.s. | Bratislava Martin | ca. 8.300 Beschäftigte |
| Tschechien | Škoda Auto a.s. | Kvasiny Mladá Boleslav Vrachlabi | ca. 21.800 Beschäftigte |
| Ungarn | Audi Hungária Motor Kft. | Győr | ca. 5.100 Beschäftigte |
| Nordamerika | |||
| Mexiko | Volkswagen de México S.A. de C.V. | Puebla | ca. 13.500 Beschäftigte |
| Südamerika | |||
| Argentinien | Volkswagen Argentina S.A. | Cordoba Pacheco | ca. 2.700 Mitarbeiter |
| Brasilien | Volkswagen do Brasil Ltda. | Curitiba Resende Sao Bernardo do Campo (Anchieta) São Carlos Taubaté | ca. 22.300 Beschäftigte |
| Afrika | |||
| Südafrika | Volkswagen of South Africa Ltd. | Uitenhage | ca. 6.200 Beschäftigte |
| Asien | |||
| Indien | Škoda Auto India Private Ltd. | Aurangabad | ca. 300 Beschäftigte |
| Israel | Dead Sea Magnesium Ltd. | S´dom | ca. 300 Beschäftigte |
| China | Shanghai-Volkswagen Automotive Company Ltd. | Shanghai | ca. 13.400 Beschäftigte |
| FAW-Volkswagen Automotive Company Ltd. | Changchun | ca. 8.300 Beschäftigte | |
| Volkswagen Transmission Company Ltd. | Shanghai | ca. 300 Beschäftigte | |
| Russland | geplantes Werk | Kaluga | unbekannt |
Volkswagen ist eine Aktiengesellschaft deren Aktien sich in Stamm- und Vorzugsaktien unterscheiden. Die Verteilung der Stammaktien der Volkswagen AG stellt sich zum 31. März 2006 so dar (Vorzugsaktien befinden sich komplett im Streubesitz):
Die Aktie ist in den Indizes DAX, HDAX, CDAX, Prime All Share und Prime Automobile vertreten und wird an allen deutschen und allen weltweit wichtigen Börsen, einschließlich New York und London, gehandelt. Sie ist ebenfalls in vielen Automobil-Indizes von Standard & Poor's und Dow Jones vertreten.
Automobilhersteller | Volkswagen | Wolfsburg | Unternehmen (Niedersachsen) | Gegründet 1937
VAG-koncernen | Όμιλος Volkswagen | Volkswagen Group | Volkswagen | Volkswagen AG | Volkswagen | פולקסוואגן | Volkswagen | フォルクスワーゲン | Volkswagen Group | Volkswagen | Volkswagen | VAG | Volkswagen | Volkswagen | 大众股份公司
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