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Als Vogelschlagverhütung bezeichnet man Maßnahmen, die der Vermeidung von Kollisionen von Vögeln mit Objekten dienen. Besondere Aufmerksamkeit kommt dem Problem des Vogelschlags in der Luftfahrt zu, wo weltweit jährlich ein Schaden von über einer Milliarde US-Dollar entsteht und die Flugsicherheit zum Teil erheblich gefährdet ist.

In Deutschland befasst sich der Deutsche Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr DAVVL e.V. seit Mitte der 60er Jahre mit diesem Problem. Er gibt unter anderem eine Vogelzugvorhersage heraus und verbreitet Vogelzugwarnungen, sog. BIRDTAM's (in Anlehnung an NOTAM's), die vom Amt für Geoinformationen der Bundeswehr herausgegeben werden und bietet die Möglichkeit, Infos zur Vogelschlaggefahr in einer Region auf der Basis von Radarvogelzugbeobachtungen zu bekommen. Neben der Vorhersage und Vogelschlagwarnung dient das Instrument des Biotopmanagements in der Hauptsache der Vogelschlagverhütung. Flughafen und -umgebungsraum werden dabei in einer Weise gestaltet, dass große, den Flugbetrieb gefährdende oder in großen Schwärmen auftretende Vogelarten ihre ökologischen Ansprüche an einen Lebensraum nicht erfüllt finden, kleine oft seltene Arten, die in der überwiegend durch industrialisierte Landwirtschaft geprägten Umwelt kaum noch eine Chance haben, dort hingegen einen Lebensraum finden. Nur in Situationen, in denen das Biotopmanagement zur Sicherung der biologischen Flugsicherheit nicht hinreichend Wirkung zeigt, was u. U. nach Schneefall oder Mahd, etc. der Fall sein kann, wird in Deutschland Vergrämungstechnik angewendet. Es handelt sich in der Regel um Pyrotechnik, die aus Signalrevolvern verschossen wird. Im Gegensatz zu Nordamerika werden in Deutschland keine letalen Maßnahmen ergriffen, um das Vogelschlagproblem an Flughäfen zu lösen.

Weblinks


Umfassende Informationen zum Thema hält der DAVVL auf seiner Website http://www.davvl.de im online-Journal "Vogel und Luftverkehr" zum Abruf bereit.

Luftfahrttechnik | Ornithologie | Tierschutz

 

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