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Als Vogelsang bzw. Vogelgesang, Vogellaute oder Vogelstimmen wird in der Ornithologie die Kommunikation der Vögel bezeichnet. Dieser Gesang war für die größte Gruppe der Vögel, die Singvögel sogar namensgebend. Aber auch andere Vogelstimmen, auch wenn sie den Menschen vielleicht weniger ansprechen, werden als Gesang bezeichnet, z.B.: Balzrufe, Blasen und Tuten, Gackern, Fauchen, Schnarren, Schmatzen, Schmätzen und Schwätzen, Zirpen, Flirren & Schwirren, Gurren, Klappern, Klopfen, Krächzen, Krähen, Kreischen, Tschilpen und vieles mehr. Das Fehlen von früher vertrauten Vogelstimmen war der Beginn gewissen ökologischen Umdenkens.

Vogelstimmen


Die eigentliche Lauterzeugung der Vögel erfolgt in der Syrinx und nicht im Kehlkopf wie bei Säugetieren.

Manchen Vögeln ist ihre Fähigkeit zum Gesang und die zugehörige Melodie und Rhythmik angeboren, während andere lebenslanges Lernen betreiben oder betreiben können. Zu letzteren gehört unser heimischer Meistersänger, das Männchen der Amsel. Es lernt bis zur Geschlechtsreife das Prinzip und vervollkommnet sich dann durch Belauschen und Beantworten der Rufe männlicher Konkurrenten. Dabei sind durchaus große Unterschiede in Begabung oder Lernfähigkeit festzustellen, wofür bereits einige Abendstunden in einem Garten unserer Städte genügen. Ein Biologe (Humberto Maturana?) nannte den "Amsler" einmal als nettes Beispiel für ein Zwischenstadium von Kooperation und Konkurrenz. Andere Vogelarten kennen fast so etwas wie Schulen, wiederum andere (wie Papageien oder Sperlinge) lernen bei Massenparties.

Volkslied und Orchester


Zahlreiche Volkslieder preisen die Schönheit des Gesangs der Nachtigall - obwohl es auch vorsichtige Gegenstimmen gibt. Auch klassische und moderne Komponisten - bis hin zur gehobenen Blasmusik - haben in zahlreiche Musikstücke Vogelstimmen "eingebaut", und manche Orchester haben dafür eigene Spezialisten. Vogelstimmen lassen sich z. B. mit Blockflötenköpfen, der Okarina oder Vogelstimmen-Pfeifen imitieren.

Aus der Literatur


"Es war die Lerche - nicht die Nachtigall" (Romeo und Julia) "Die sieben Raben" (Brüder Grimm) "Wildgänse rauschen durch die Nacht, mit schrillem Schrei .." (Marschlied) "Sitzt a kloas Vögerl im Tannawald, tuat nix als singa und schrein" (Volkslied) ... ...

Literatur


"Bisher waren Biologen davon ausgegangen, dass der Stimmtrakt von Vögeln starr ist und sie ihre Tonalität ausschließlich durch Veränderung ihrer Schnabelöffnung erlangen. «Singvögel, die ihre Laute genau wie Menschen erlernen, zeigen damit eine weitere Analogie zum Menschen - die präzise Bewegungssteuerung, um in der Kehle komplexe Laute zu erzeugen», merkte Riede dazu an." Zitat aus Geheimnis des Vogelgesangs gelüftet. In: Netzeitung 28. Mär 2006

  • Tobias Riede im US-Fachblatt «Proceedings of the National Academy of Sciences» (Bd. 103, S. 5543). Der Stimmapparat der Vögel.

Weblinks


Ornithologie | Geräusch

Bird song | Birdkanto | Fuglasöngur | Vogelzang (ornithologie) | Fågelläte

 

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