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Vittoria Colonna (* 1490 in Castello di Marino bei Rom; † 25. Februar 1547 in Rom) war Markgräfin von Pescara und wurde bekannt als italienische Dichterin.

Sie entstammte dem römischen Adelsgeschlecht der Colonna, einer der mächtigsten Familien ihrer Zeit. Ihr Vater war Fabrizio Colonna, der anfangs päpstlicher Feldherr gegen die Franzosen war und als Konnetabel von Neapel starb. Ihrer Schönheit und ihres Geistes wegen allgemein bewundert, war sie schon seit ihrem vierten Lebensjahr mit Fernando Francesco d'Avalos, Markgraf von Pescara und Feldherr Karls V. verlobt, mit dem sie dann auch in glücklicher Ehe lebte.

Als ihr Mann am 30. November 1525 an den in der Schlacht bei Pavia erlittenen Verwundung gestorben war, brachte sie, in der Poesie Trost suchend, sieben Jahre in tiefster Zurückgezogenheit in Neapel und auf Ischia, danach im Kloster (zuerst in Orvieto, dann in Viterbo) zu und ließ sich schließlich in Rom nieder.

Sie verkehrte mit den berühmtesten Gelehrten der italienischen Renaissance und besonders eng mit den Leuten, die damals, zur Zeit Papst Paul III., eine gründliche Reform der Katholischen Kirche anstrebten, wie Juan de Valdés, der Kapuzinergeneral Bernardino Ochino sowie u.a. die Kardinäle Gasparo Contarini, Reginald Pole und Giovanni Morone.

Das innigste Freundschaftsverhältnis aber verband sie mit Michelangelo, der sie auch in seinen Sonetten feierte; auch Ludovico Ariosto widmete ihr einige glänzende Stanzen seines Orlando (Gesang 37).

Die Gedichte, welche den Namen Vittorias unsterblich machen, gehören der auf Pescaras Tod folgenden Zeit an; am höchsten unter ihnen stehen die Geistlichen Sonette ihrer reifern Jahre, in denen sich in wohllautenden Versen tief innerliche Frömmigkeit, frohe Hoffnung und unwandelbare Überzeugung aussprechen.

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