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Vitoria,_Francisco_de
 

Vitoria, Spain location.png Vitoria (spanisch Vitoria, baskisch Gasteiz; der offizielle Name der Stadt ist die zusammengesetzte Doppelform Vitoria-Gasteiz) ist die Hauptstadt der spanischen Autonomen Region Baskenland und der Provinz Álava. Sie hat 223.702 Einwohner (Stand 2004), die in der Mehrzahl spanischsprachig sind.

Geographie


Vitoria desde berrosteguieta.jpg Vitoria-Gasteiz befindet sich inmitten der alavesischen Hochebene (Llanada Alavesa) auf ungefähr 525 m Meereshöhe bei 2° 40' westlicher Länge und 42° 51' nördlicher Breite. Die Berge in der Nähe der Stadt weisen Höhen von rund 1.000 m auf.

Das Klima stellt einen Übergang vom feuchtmilden maritimen Küstenklima zum trockenen Kontinentalklima der kastilischen Hochebene dar. Aufgrund des deutlichen Temperaturunterschiedes wird Vitoria von den Bewohnern der küstennahen Gebiete scherzhaft als Siberia-Gasteiz bezeichnet. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt ca. 11,5 °C, die Jahresniederschlagsmenge ca. 820 mm.

Durch Vitoria fließt der Fluss Zadorra.

Geschichte


Vitoria wurde von Sancho VI. el Sabio, König von Navarra, im Jahr 1181 mit dem Namen Nueva Victoria (deutsch „neuer Sieg“) als Erweiterung der baskischen Siedlung Gasteiz und als Befestigungsanlage gegen Kastilien gegründet. Die auf einem Hügel inmitten der alavesischen Hochebene gelegene Siedlung Gasteiz ist noch heute als Altstadt das Herz von Vitoria.

Im Laufe der Geschichte wechselte Vitoria von Navarra nach Kastilien. Im Jahr 1431 wurde Vitoria von Johann II. von Kastilien das Stadtrecht verliehen.

Am 21. Juni 1813 siegt Wellington über Napoléon Bonaparte in der Schlacht von Vitoria, was für die Franzosen eine schwere Niederlage während der Koalitionskriege bedeutet.

Seit 1980 ist Vitoria-Gasteiz die Hauptstadt der spanischen Autonomieregion Baskenland. Die Wahl von Vitoria wurde damals bewusst vorgenommen, um Álava, das zwischen spanischer und baskischer Loyalität schwankte, stärker an das Baskenland zu binden. Seit Vitoria Hauptstadt des Baskenlandes ist, hat die Stadt viele neue Einwohner angezogen, darunter oft Beamte der baskischen Regierung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Einzelbauwerke

  • Kathedrale Santa María ("Catedral Vieja"), gotisch aus dem 14. Jahrhundert
  • Kathedrale María Inmaculada ("Catedral Nueva"), neugotisch

Plätze

Straßen und Stadtviertel

  • Calle Dato, Fußgängerzone, Einkaufs- und Promenierstraße mit Cafeterien, Geschäften und Banken; Stadthäuser aus dem 19. Jahrhundert
  • Ensanche, Einkaufstraßen und Geschäftszentrum rund um die Calle Dato
  • Altstadt, mittelalterliche Stadthäuser, Türme und Befestigungsanlagen
  • Avenida Gasteiz, Hauptverkehrsader im Westen der Stadt, mit Justizpalast, Kongresspalast und wichtigen Hotels

Museen

  • Artium, baskisches Museum für Moderne Kunst
  • Spielkartenmuseum "Fournier"
  • Naturwissenschaftsmuseum
  • Waffenmuseum
  • Heraldikmuseum
  • Archäologisches Museum

salburua buesa arena.jpg

Regierungs- und Verwaltungsgebäude

  • Ajuria Enea, Sitz des Lehendakari (baskischer Ministerpräsident)
  • Lehendakaritza
  • Baskische Regierung (Gobierno Vasco)
  • Baskisches Parlament
  • Regierung von Álava (Diputación)

Stadien und Sporteinrichtungen

  • Mendizorrotza, Fußball- und Sportstadion
  • Fernando Buesa Arena (ehemals Araba Arena), Basketballstadion

Vereine

Gastronomie

Die Gastronomie in Vitoria hat wenige eigene Spezialitäten zu bieten, was aber keinesfalls die Qualität und Vielfalt der Gerichte beeinträchtigt. So werden einesteils viele Mahlzeiten der baskischen Küche zubereitet, es ist aber auch ein deutlicher Einfluss der nahen Regionen Kastilien und La Rioja vorhanden (Lamm, gegrilltes Fleisch). In vielen Gaststätten im Stadtzentrum werden Pinchos angeboten.

Unter den Nachtischen ist Goxua hervorzuheben, ein mit Karamel überzogener Pudding mit einer Schicht Sahne und einer Schicht Kuchenteig.

Auch die Konditoreiwaren und Pralinen aus Vitoria haben einen guten Ruf.

Rotwein der Weinanbaugebiete der Rioja (Rioja Alavesa und Rioja Alta) wird in den Gaststätten der Stadt auf hohem Niveau angeboten.

Wirtschaft und Infrastruktur


In Vitoria-Gasteiz sind Industriefirmen der Sektoren Automobilbau, Maschinenbau, Aeronautik und Spielkartenproduktion ansässig.

Bedeutende Firmen sind:

Vitoria ist über die A1 (ehemals N I, Hauptautobahnverbindung Madrid-Irun/Frankreich) und über die AP68 (nach Bilbao) sehr gut an das spanische Straßennetz angebunden. Die Autobahn Vitoria-Eibar befindet sich in Bau.

Die Eisenbahnlinie Madrid-Irun/Frankreich verläuft durch Vitoria, der Eisenbahnknotenpunkt Miranda de Ebro liegt rund 35 km entfernt.

Vitoria-Gasteiz verfügt über den Flughafen Foronda, der zwar für den Personenverkehr eine geringe Bedeutung hat, jedoch der wichtigste Güterflughafen des Baskenlandes ist.

Der Hafen von Bilbao (Santurtzi, Zierbena) ist rund 60 km von Vitoria entfernt und direkt über die AP68 und die A8 zu erreichen.

Bildungswesen


Die Universität des Baskenlandes (UPV, Universidad del País Vasco) ist auf die drei baskischen Provinzhauptstädte Bilbao, Donostia und Vitoria verteilt. In Vitoria studieren 7.445 Studenten (Stand 2003). Die wichtigsten Fachrichtungen der UPV Vitoria sind Pharmazie, Philologie, Geographie, Geschichte und Ingenieurwissenschaften.

Söhne und Töchter der Stadt


Weblinks


  • http://www.vitoria-gasteiz.org/ Stadtverwaltung

Ort im Baskenland

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