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visitenkarte_pascal-giessler.png Eine Visitenkarte ist ein scheckkartengroßes Kärtchen mit Name und weiteren Daten einer Person. Visitenkarten werden beim Kennenlernen von Menschen ausgetauscht, um das Aufschreiben der Daten zu ersparen. Die Bezeichnung Visitenkarte rührt von der ursprünglichen Funktion: Sie wurde früher beim Besuch in hohem Hause dem Butler oder der Empfangsdame übergeben, die sie dann an den Hausherrn oder die Dame des Hauses weiterreichte.

Heute hat die Visitenkarte hauptsächlich im Berufsleben eine Bedeutung. Sie werden auf Messen oder Konferenzen ausgetauscht und bei jedem Erstkontakt zwischen möglichen Geschäftspartnern. Gewünschter Nebeneffekt ist die diskrete Mitteilung der eigenen Position im Unternehmen.

Fernöstliche Geschäftspartner legen Wert darauf, dass man ihre Visitenkarte mit beiden Händen hält und sorgfältig sowie mit einigen anerkennenden Worten studiert, bevor man sie respektvoll aufbewahrt, und empfinden es als Kränkung, wenn man sie (in der Brieftasche) achtlos in die Gesäßtasche steckt.

Visitenkarten haben kein standardisiertes Format, es hat sich jedoch die Scheckkarten-Größe (85,60 × 53,98 mm) eingebürgert, da diese am bequemsten zu transportieren ist und viele Aufbewahrungshilfen für dieses Format ausgelegt sind.

Sie enthalten nur selten ein Foto, aber immer den Namen und die Adresse und Telefonnummer der betreffenden Person. Geschäftliche Visitenkarten tragen außerdem Firmenlogo und Unternehmen sowie die Titel und Funktion der Person. Die Rückseite kann eine englischsprachige Version, eine Anfahrtskizze, ein Foto oder anderes enthalten. Für Visitenkarten gibt es eigene Täschchen bzw. kleine Behälter zum Aufklappen.

Im elektronischen Briefverkehr werden elektronische Visitenkarten benutzt.

Fotos als Visitenkarten


Die erste Notiz über die Einführung des Visitportraits - der sogenannten Carte de Visite - findet sich in der französischen Zeitschrift La Lumiere vom 28. Oktober 1854:
Eine originelle Idee hatten E. Dellesert und Graf Aguado bezüglich der Verwendung kleiner Portraits. Bis jetzt trugen die Visitenkarten Namen, Adresse und zuweilen den Titel der Personen welche sie vorstellten. Weshalb sollte man nicht den Namen durch das Bildnis ersetzen können?

Nach einer anderen Version soll der Herzog von Parma als Erfinder der solcher Visitenkarten gelten. Er hatte 1857 den Einfall sich auf seine Visitenkarte ein Foto zu kleben. Den wirklichen Aufschwung bekam die Visitkartenfotographie durch den Pariser Fotographen Andre Adolphe Eugene Disderi anfang 1855, der ebenfalls die Carte de Viste erfunden haben soll *.

Übliche Formate


  • DIN A8: 74 × 52 mm
  • DIN C8: 81 × 57 mm
  • Format Scheckkarte: 85 × 55 mm (EU) oder 85,6 × 54 mm (ISO)
  • Format Standard: 91 × 55 mm (Asien)
    • mit Foto: 100 × 65 mm
  • USA: 3½ × 2 in (= 88,9 × 50,8 mm)

Übliches Gewicht


  • 150–300 g/m²

Siehe auch


Papierprodukt | Marketing

Business card | 名刺 | Visitkort

 

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