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andere US-Bundesstaaten
Virginia
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Flagge Wappen/Siegel
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Virginiaflagge.jpg Virginiastateseal.jpg
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Map of USA highlighting Virginia.png
Basisdaten
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Spitzname: „Alte Herrschaft“
(Old Dominion)

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Hauptstadt: Richmond
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Größte Stadt: Virginia Beach
Fläche
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Rang (innerhalb der USA): 35
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Insgesamt: 110.862 km²
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Land: 102.642 km²
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Wasser (%): 8.220 km² (7,4%)
Einwohner
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Rang (innerhalb der USA): 12
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Insgesamt (2000): 7.196.750
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Dichte: 64/km²
Mitgliedsstaat
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Platz: 10
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Seit: 25. Juni 1788
Geographie
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Zeitzone: Eastern: UTC-5/-4
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Breitengrad: 36°31'N bis 39°37'N
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Längengrad: 75°13'W bis 83°37'W
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Breite: 320 km
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Länge: 690 km
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höchste Lage: 1.746 m
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durchschnittliche Lage: 290 m
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tiefste Lage: 0 m
Politik
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Gouverneur: Tim Kaine
Abkürzungen
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postalisch: VA
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amtlich:
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ISO 3166-2: US-VA
Virginia * (offiziell Commonwealth of Virginia) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, der Teile der südatlantischen Küstenebene, des Piedmont und der Südappalachen umfasst. Er trat 1788 als zehnter Staat der USA bei und verlor 1861 die nordwestlichen Bezirke, die sich zum eigenständigen West Virginia zusammenschlossen. Hauptstadt Virginias ist Richmond.

Geschichte


Den Namen erhielt Virginia zu Ehren der englischen Königin Elisabeth I. von Walter Raleigh im Zuge seiner Expedition von 1584, als er die erste Ansiedlung auf Roanoke Island gründete. Da die Königin den Beinamen „Jungfräuliche Königin“ (Virgin Queen) hatte und es aus der Sicht der Kolonialisten schließlich um die Besiedlung und Urbarmachung eines ebensolchen Landes ging, wurde dieser Name gewählt. Allerdings bezeichnete man damit einst ein Gebiet, welches die späteren Staaten Virginia, West Virginia, North Carolina, Kentucky, Tennessee und Ohio beinhaltete.

Von den Ureinwohnern Virginias am besten bekannt sind die zur Algonkin-Sprachfamilie gehörenden Powhatan, die nahe der Küste lebten. Weitere Gruppen waren die zur Irokesen-Sprachfamilie gehörenden Nottaway und Meherrin südwestlich von diesen, die zur Sioux-Sprachfamilie gehörenden Monacan und Saponi, die im Vorland der Appalachen wohnten, und die Cherokee im äußersten Westen des Staates.

Die erste englische Siedlung von Bestand war die 1607 von der Virginia Company gegründete Niederlassung Jamestown. Der zweite Gouverneur der Kolonie wurde Lord De La Warr.

Deutsche Einwanderer aus dem Siegerland gründeten 1714 die Kolonie Germanna. Germanna wurde nach Deutschland (Germany) und der damaligen britischen Königin Anne benannt.

Als Heimat vieler Gründerväter, insbesondere Patrick Henry, Thomas Jefferson, Richard Henry Lee, James Madison, George Mason und George Washington, spielte Virginia eine herausragende Rolle in der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Der in Williamsburg tagende Konvent von Virginia erklärte am 15. Mai 1776 Virginia für unabhängig. Im Rahmen der Arbeit an einer Verfassung verabschiedete er am 12. Juni 1776 einstimmig eine maßgeblich von George Mason formulierte Grundrechteerklärung – die Virginia Declaration of Rights. Wenige Wochen später wählte der Konvent schließlich Patrick Henry zum ersten Gouverneur von Virginia. Mit Annahme der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika durch den Kontinentalkongress am 4. Juli des Jahres wurde Virginia einer der dreizehn Gründerstaaten der USA.

Im Konflikt zwischen Süd- und Nordstaaten, der 1861 zum US-amerikanischen Bürgerkrieg führte, gehörte Virginia zu den Sezessionsstaaten. Am 17. April 1861 beschloss eine eigens zu diesem Zweck einberufene Sezessionsversammlung, dass Virginia sich von den USA trennen und den Konföderierten Staaten von Amerika anschließen sollte. Mit 88 zu 55 Stimmen war das Abstimmungsergebnis allerdings nicht so eindeutig wie in den meisten anderen Sezessionsstaaten. Das änderte jedoch nichts daran, dass Virginia in den folgenden vier Jahren zu einem der wichtigsten Schauplätze des Bürgerkrieges werden sollte, zumal es mit Richmond auch die Hauptstadt der Konföderierten stellte. Die nordwestlichen Countys erklärten dagegen ihrerseits am 27. April 1861 die Abspaltung vom Staat und den Verbleib in der Union. Dieser Teil Virginias wurde noch während des Krieges 1863 als West Virginia 35. Gliedstaat der USA.

Am 26. Januar 1870 wurde Virginia wieder in die Union aufgenommen.

Siehe auch: Liste der Gouverneure von Virginia

Patrick Henry Rothermel.jpg vor dem Bürgerhaus auf einem 1851 gemalten Bild von Peter F. Rothermel]]

Bürgerhaus

Zu Kolonialzeiten wurde das Unterhaus der Regierung House of Burgesses (Bürgerhaus) genannt. Zusammen mit dem Gouverneursrat hielt das Bürgerhaus die Generalversammlung ab. Der Gouverneursrat bestand aus zwölf Männern, die vom britischen Monarchen bestimmt wurden, um den Gouverneur zu bestimmen und ihn zu beraten. Er hatte auch die Funktion des höchsten Gerichts der Kolonie, einer mit dem britischen Supreme Court vergleichbaren Kolonialinstitution. Mitglieder des Bürgerhauses wurden von allen Wahlberechtigten der Kolonie bestimmt. Jeder Landkreis (County) wählte zwei Bürger, um diesen zu vertreten; das College of William and Mary (nach Harvard die zweitälteste Hochschule Amerikas) und die Städte Norfolk, Williamsburg und Jamestown wählten hierfür je einen Bürger.

Die Bürger kamen zusammen, um Gesetze für die Kolonie zu beschließen und die Richtung für das zukünftige Wachsen der Kolonie festzulegen. Der Rat prüfte die Gesetzentwürfe und genehmigte oder missbilligte sie. Die Genehmigung der Bürger, des Rates und des Gouverners waren erforderlich um ein Gesetz zu verabschieden. Die Idee der gewählten Bürger war wichtig und neu. Sie gab den Wahlberechtigten von Virginia das erste mal eine Möglichkeit, ihre Regierung zu kontrollieren.

Anfangs wurden die Bürger von allen freien Männern der Kolonie gewählt, während Frauen, Hausangestellte und Indianer nicht wahlberechtigt waren. Später wurden die Wahlgesetze verschärft; es war nun nötig, mindestens 20 Hektar Land zu besitzen. Gegründet im Jahr 1619 ist die Generalversammlung von Virginia die älteste immer noch existierende Regierung der Neuen Welt. Heutzutage wird sie gebildet aus Senat und Deligiertenhaus. Der Begriff Bürgerhaus wird inzwischen für die gesamte Regierung dieser Zeit benutzt.

Geographie


Virginia_ref_2001.jpg Virginia wird umgrenzt von West Virginia, Maryland, und dem District of Columbia über den Potomac River im Norden, der Chesapeake Bay und dem Atlantik im Osten, durch North Carolina und Tennessee im Süden, sowie von Kentucky im Westen. Virginia teilt sich mit Maryland jeweils knapp eine Hälfte des ausgedehnten städtischen Ballungsraumes um den Bundesdistrict Washington D.C. Dazu gehört neben dem Flughafen Dulles International auch Arlington County, wo sich eine Vielzahl amerikanischer Bundesbehörden, darunter das Pentagon befinden.

Der westliche Teil des Landes - entlang der Grenzen zu West Virginia und Kentucky - gehört zu den Appalachen, deren höchster Berg innerhalb von Virginia der 1746 Meter hohe Mount Rogers ist. In den Appalachen befindet sich auch der Shenandoah-Nationalpark, einer der am meistbesuchten Nationalparks der USA.

Bevölkerung


Größte Städte

Skyline Richmond.jpg

Wirtschaft


Bedeutendes Tabak-, Baumwoll-, Mais- und Weizengebiet; Viehzucht, Austernfischerei; reiche Bodenschätze: Kohle-, Eisen-, Holz-, Papier-, Glas-, Tabakverarbeitung; Schiffbau.

Persönlichkeiten Virginias


Sonstiges


Roterkardinal.jpg]]
  • Motto: Sic semper tyrannis. (Auf der Nationalflagge mit niedergeworfenem Tyrannen zu sehen.)
Das Wappen wurde von George Wythe entworfen, der auch die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben hatte. Das 1776 bereits allgemein verwendete Nationalsymbol wandelte man 1930 leicht ab.

Literatur


  • Rubin, L. D. jr.: Virginia. A history, New York 1977
  • Bodine, A. A.: Face of Virginia, 2. Aufl. Baltimore 1972

Weblinks



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