Vincenzo Galilei (*um 1520 in Santa Maria a Monte bei Florenz, † 2. Juli 1591 in Florenz) war ein italienischer Lautenist, Musikwissenschaftler und Komponist. Er ist der Vater des großen Astronomen Galileo Galilei.
Er erhielt seinen Unterricht bei Gioseffo Zarlino und Girolamo Mei, insbesondere gelangte er zu einer fundierten musiktheoretischen Ausbildung. Danach wirkte er einige Zeit als Lehrer für Laute in Pisa, bevor er endgültig nach Florenz übersiedelte. Er war in dieser Zeit Mitglied der Camerata des Giovanni Bardi dei Conti di Vernio, einer Gruppe, die sich die Wiederbelebung antiker Vorbilder zum Ziel gesetzt hatte, worunter auf dem Gebiet der Musik insbesondere die strikte Einstimmigkeit und damit die Ablehnung jeder Polyphonie verstanden wurde, ein Grundsatz, den der Komponist Galilei allerdings in seinen Werken nur teilweise durchzuhalten in der Lage war.
Er schuf einige Werke in der Art altgriechischer monodischer Musik, konnte damit jedoch keinen nachhaltigen Erfolg erzielen. Seine übrigen Kompositionen wie Madrigale, Sologesänge mit Lautenbegleitung und Stücke für Laute solo, sind im Stil der Zeit gehalten, er legte darin jedoch großen Wert auf die Deutlichkeit der Textartikulation.
Mann | Italiener | Italienischer Komponist | Komponist (Renaissance) | Gestorben 1591
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