Villars-Sainte-Croix ist eine politische Gemeinde im Distrikt Morges des Kantons Waadt in der Schweiz.
Geographie
Villars-Sainte-Croix liegt auf 509 m ü. M., 7.5 km nordwestlich der Kantonshauptstadt
Lausanne (Luftlinie). Das
Dorf erstreckt sich auf der Hochfläche am Südrand des
Gros de Vaud im Waadtländer
Mittelland, zwischen den Tälern von
Venoge im Westen und Sorge im Osten, an aussichtsreicher Lage rund 170 m über dem Seespiegel des
Genfersees.
Die Fläche des 1.7 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt im Süden des Gros de Vaud, der Kornkammer des Kantons Waadt. Der Gemeindeboden erstreckt sich auf dem Hügel von Villars-Sainte-Croix und wird im Osten durch das in die Hochfläche eingeschnittene Tal der Sorge begrenzt. Die höchste Erhebung der Gemeinde befindet sich mit 550 m ü. M. unterhalb von Les Esserts. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 32 % auf Siedlungen, 10 % auf Wald und Gehölze und 58 % auf Landwirtschaft.
Zu Villars-Sainte-Croix gehört ein ausgedehntes Gewerbegebiet an der Gemeindegrenze zu Crissier. Nachbargemeinden von Villars-Sainte-Croix sind Bussigny-près-Lausanne, Vufflens-la-Ville, Mex und Crissier.
Bevölkerung
Mit 652 Einwohnern (Ende 2005) gehört Villars-Sainte-Croix zu den kleineren Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 88.0 % französischsprachig, 5.2 % italienischsprachig und 4.2 % deutschsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Villars-Sainte-Croix belief sich
1900 auf 142 Einwohner. Seit
1960 (113 Einwohner) wurde eine rasante Bevölkerungszunahme mit einer Versechsfachung der Einwohnerzahl innerhalb von 40 Jahren beobachtet. Heute gehört Villars-Sainte-Croix zum Ballungsraum von Lausanne.
Wirtschaft
Villars-Sainte-Croix war bis in die zweite Hälfte des
20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die
Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute hat der
Ackerbau nur noch eine marginale Bedeutung in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Ein kleines
Weinbaugebiet befindet sich nördlich des Dorfes.
Seit den 1970er Jahren entstand südlich des Ortes eine Gewerbe- und Industriezone, welche die Wirtschaftsstruktur von Villars-Sainte-Croix markant veränderte. Bedeutende Unternehmen der Bereiche Maschinen-, Metall-, Karosseriebau, der Feinmechanik und eine Druckerei sind hier ansässig. In den letzten Jahren hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die vor allem in Lausanne arbeiten.
Verkehr
Die Gemeinde ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstrasse von Lausanne nach
Cossonay. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die Verzweigung Villars-Sainte-Croix der Autobahnen
A1 (Genf-Lausanne-Bern) und
A9 (Lausanne-Sion). Selbst innerhalb des weit ausladenden Autobahndreiecks wurde ein Wohngebiet angelegt. Der Autobahnanschluss Lausanne-Crissier an der A1 ist rund 2 km vom Ortskern entfernt. Durch die Buslinie 32 der auf der Strecke Renens – Mex verkehrenden
Transports publics de la région Lausannoise ist Villars-Sainte-Croix an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte
1227 unter dem Namen
Sainte-Croix. Die
1230 erwähnte Kirche und das
1272 genannte Hospiz der
Johanniter wurden nach der
Reformation zerstört. Erst
1543 erschien die Bezeichnung
Villaret. Mit der Eroberung der Waadt durch
Bern im Jahr
1536 kam Villars-Sainte-Croix unter die Verwaltung der Vogtei
Lausanne. Nach dem Zusammenbruch des
Ancien régime gehörte das Dorf von
1798 bis
1803 während der
Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der
Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging.
1798 wurde es dem Bezirk Morges zugeteilt.
Weblinks
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