| Village People | |
|---|---|
| Genre: | Disco |
| Website: | www.officialvillagepeople.com |
| Erste Dekade | |
| Gründung: | 1977 |
| Auflösung: | 1986 |
| Village People (Sixuvus Ltd.) | |
| Gründung: | zwischen 1987 und 1988 |
| Auflösung: | |
| Gründungsmitglieder | |
| Indianer: | Felipe Rose |
| Polizist / Leadsänger: | Victor Willis (1977-79 & 1982) |
| Soldat: | Alexander Briley |
| Bauarbeiter: | David "Scar" Hodo (1978-82 & ab 1987) |
| Biker / Lederfetischist: | Glenn Hughes (1977-95 & 1997) (†2001) |
| Cowboy: | Randy Jones (1977-80 & 1987-91) |
| Bild: | Band & Produzenten |
| Weitere ehemalige Mitglieder | |
| Polizist: | Miles Jaye (1983-1984) |
| Polizist: | Ray Stephens (1984-1985) |
| Polizist: | Py Douglas (zeitweise) |
| Bauarbeiter: | Marc Lee (1982-85) |
| Bauarbeiter oder Biker: | Bill Whitefield (zeitweise) |
| Aktuelle bzw. Letzte Besetzung | |
| Indianer: | Felipe Rose |
| Polizist / Leadsänger: | Ray(mond) Simpson (1979-82 & ab 1987) |
| Soldat: | Alexander Briley |
| Bauarbeiter: | David "Scar" Hodo (1977-82 & ab 1985) |
| Biker / Lederfetischist: | Eric Anzalone (ab Nov. 1995) |
| Cowboy: | Jeff Olson (1980-85 & ab 1990/91) |
| Hintergrund | |
| Produzent / Musik: | Jacques Morali (fr) (†1991) |
| Produzent / Textidee: | Henri Belolo (fr) |
| Textreinschrift: | Victor Willis (1977-79) |
| Textreinschrift: | Phil Hurt & Boris Whitehead |
| viele Vocal- Arrangements & Harmonien: | Alexander Briley |
The Village People sind eine US-amerikanische Disco-Band, die in den späten 1970er Jahren entstanden ist.
Ihr Markenzeichen sind neben den eingängigen Melodien die Kostüme, mit denen die Bandmitglieder in maskuline Stereotypen schlüpften: der Polizist, der Indianer, der Bauarbeiter, der Soldat, der Cowboy und der Biker/Lederfetischist. Schwule Themen sind, wenn auch weitaus subtiler eingewoben, ebenfalls in den Texten und Songtiteln zu finden. Ihre Gassenhauer (Y.M.C.A., In the Navy, Macho Man, Go West) werden auch heute noch oft gespielt.
Offizielle Mainstream-Version: Jacques Morali findet Felipe in seinem Indianerkostüm in einer Menge in New Yorks Greenwich Village tanzend. Felipes spezielle optische Attraktivität bringt ihn auf die Idee eine Gruppe von Village-Ikonen aus verschiedenen amerikanischen sozialen Gruppen zusammenzustellen.
Beim Schreiben der Songs für das erste Album dachte das Autoren- und Produzenten-Duo an Plätze in den USA, an denen es schwules Leben gab. So kamen sie auf Hollywood, San Francisco, Key West (auf dem 2. Album) und Fire Island. Fire Island ist eine kleine Insel bei Long Island und war berühmt für seine "Tea dance partys" am Sonntag um 17 Uhr, wo die besten DJs auflegten.
Für das Komponieren gab es eine Arbeitsteilung. Morali war für die Melodien zuständig, Belolo hatte die Ideen für die Texte und schrieb sie in französisch und/oder schlechtem Englisch. Am Anfang übertrug sie Victor Willis in gutes amerikanisches Englisch, später holte man sich Unterstützung von einem Team von guten Textern wie Phil Hurt und Boris Whitehead. Auch bei der Produzentenarbeit gab es eine grobe Teilung: Moralis war die meiste Zeit im Studio und Belolo kümmerte sich ums geschäftliche.
Bei den Aufnahmen zum ersten Album Village People war nur Victor Willis (Original-Polizist) als Leadsänger dabei. Als Background wurden professionelle Sänger engagiert. Indianer Felipe wurde zu den Aufnahmen als "Maskottchen" eingeladen und kam auch auf die ersten Fotos für das Cover und eine Zeitungsanzeige.
Im Juni 1976, am Abend vor dem Treffen mit Neil Bogart von Casablanca Records (wo dann die meisten Aufnahmen herauskamen) in Los Angeles ließen sie einen DJ einen Titel spielen. Dieser wählte San Francisco aus und in den ersten Sekunden schien es zuerst ein Reinfall zu werden, da das Publikum von der Tanzfläche ging. Aber als der Refrain einsetzte kamen alle wieder zurück. So konnten sie selbstbewust die Verhandlungen antreten.
Das Album wurde ein Untergrunderfolg. Als 100.000 Stück verkauft waren, machten sich die Produzenten daran eine reale Gruppe zusammenzustellen und warben Glenn Hughes (Biker), Alexander Briley (Soldat), David Hodo (Bauarbeiter), Randy Jones (Cowboy) an und tourten durch die Clubs.
Als der DJ Franki Crocker (eine Legende in diesem Metier) auf der New Yorker Radiostation WBLS die Songs von Village People zu spielen begann kam erst der richtige Erfolg.
Der YMCA (Young Men's Christian Association, dt. CVJM, Christlicher Verein Junger Männer) war zur damaligen Zeit in den USA bekannt für seine Familien- Unterrichts- und Gesundheitsprogramme, Sommerlager, Sportzentren (einige mit Schwimmhalle, in der bis in die 50er nackt gebadet wurde und viele Amerikaner (nur Männer) schwimmen lernten und die günstigen Jugendherbergen, die in dem Lied angesprochen werden. Das "Y" in New York ist Jugendherberge und Sportzentrum. Auch Basketball und Volleyball wurden im "Y" erfunden und durch die Organisation in der Welt verbreitet.
Damit schaffte die Band den Durchbruch und der Song wurde weltweit in den Charts und in den Clubs Nummer-Eins-Hit, bis auf die Billboard-Charts in den USA, wo sie nur auf dem zweiten Platz landeten, da Rod Stewart mit Da ya think I'm sexy die Spitzenposition besetzte. Zu dem Hit kreierten die Bandmitglieder einen Tanz, bei dem die vier Buchstaben des Titels mit den Armen und Beinen dargestellt werden. Y.M.C.A. ist bis heute einer der kommerziell erfolgreichsten Popsongs der Musikgeschichte. Verdeutscht wurde der Titel von der Gruppe Sunday als CVJM (1978, bei Toledo, B-Seite: Bleib noch eine Nacht). Das Album Crusin' bekam Platin und wurde weltweit 5-6 Millionen mal verkauft.
Damals wurde die Single aber nicht wirklich angenommen und so versuchte man es mit der Auskopplung von In the Navy. Dieser wurde dann von den Radiostationen gespielt. Zu diesem frühen Zeitpunkt wurden Village People von der US-Navy kontaktiert, da diese Probleme mit der Rekrutierung neuer Soldaten hatte und den Song in einem Radio- und Fernsehwerbespot verwenden wollte. Als Gegenleistung wurde kein Geld, sondern Unterstützung beim Dreh des Videoclips verlangt. 3 Wochen später drehte man in einem der größten Flottenstützpunkte der Welt, der San Diego Naval base in Kalifornien und bekam ein Kriegsschiff, fünf Flugzeuge (Phantom) und 2-300 Soldaten zur Verfügung gestellt. Zwei Wochen nachdem der Videoclip und die Werbung zum ersten Mal ausgestrahlt wurden, titelte eine große New Yorker Tageszeitung: Die Navy verwendet Steuergelder um eine Band mit einem Video zu unterstützen. Daraufhin stellte die Navy die Werbekampagne sofort ein. Die Medienaufmerksamkeit war aber eine gute Verkaufsförderung, so dass In the Navy auch ein riesengroßer Hit wurde. Auf der großen Tour mit Big Band durch 52 Städte spielte man zweimal im ausverkauften Madison Square Garden in New York und einmal im ausverkauften Felt Forum in Los Angeles.
Die Gerüchte zu dieser Episode gehen von der Annahme, dass der Song im Auftrag der Navy geschrieben wurde, die sich nach einem Neumitgliederboom bei YMCA etwas ähnliches wünschte, bis zur Annahme, dass die Werbung nicht gebracht wurde nachdem die Navy merkte, dass der Song die gegen Homosexuelle gerichtete Politik der Navy aufs Korn nahm.
1980 kam der Film Supersound und flotte Sprüche (OT: Can't Stop the Music) heraus, in dem eine erfundene Biografie der Village People erzählt wird. In diesem Werk treten auch 2 andere Schützlinge von Moralis und Belolo auf, nämlich David London und The Ritchie Family. In den USA wurden der Film und das Album ein Reinfall, aber in Australien Nummer eins. Belolo meint, dass der Film zu spät, also als Disco schon an Popularität verlor, veröffentlicht wurde. Andere kritisieren zusätzlich, dass er ein komplett eindeutig heterosexuelles Bild der Band zeichnet das keinen Raum für die üblichen Spekulationen läßt. Wie in Australien trat der Popularitätsverlust des Disco auch Europa 2 Jahre später ein und so wurde die Platte auch hier ein recht guter Erfolg.
Mit dem Ende der Disco-Ära kam auch das Ende von Neil Bogart's Casablanca Records. 1980 verkaufte er sein Label an PhonoGram (PolyGram Records, Philips & Siemens, heute Universal Music Group). Ab da erschienen die Platten der Village People auf anderen Labels. Neil Bogart starb am 8. Mai 1982 an Krebs und das Label wurde 1984 komplett geschlossen.
Bei den beiden die folgenden 2 Alben (Fox On The Box 1982 bei RCA-Victor, In The Street 1983) wurde der Look wieder maskuliner.
Moralis war durch AIDS verängstigt und beschloß wieder nach Paris in Frankreich zu gehen. Belolo schloß sich ihm an und sie hörten auf in den USA zu produzieren. Morali erkrankte dennoch an AIDS, wurde durch den absehbaren Tod verbittert und haderte mit dem Schicksal. Am 15. November 1991 verstarb er in Paris.
Zwischen 1987 und 1989 (1988 ?) fanden sie sich erneut zusammen unter dem Banner der Sixuvus Ltd. ("six of us"). Nun sind sie ihre eigenen Bosse und arbeiten mit der Hilfe eines neuen Managementteams.
Ihre 3 großen Hits (Y.M.C.A., In the Navy, Macho Man) sind aber bis heute so populär, so dass sie bis jetzt immer wieder Auftritte absolvieren, manchmal auch im privaten Rahmen, wenn man es sich leisten kann. Im Jahr sind sie 80-120 Tage im Jahr gemeinsam unterwegs. (Daten der öffentlichen Auftritte auf der Webseite.)
1990 landen sie eine Überaschungserfolg mit der neuen Single Living In The Wildlife in Australien.
Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 nahmen sie zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft die Titel Far Away In America und United We'll Go auf. Die Single erreichte die unteren Chartränge in Deutschland.
1999 brachten die Pet Shop Boys New York City Boy (auf dem Album Nightlife und als Single) gemäß deren Aussage als Hommage an die Village People heraus. Er ahmt den klassischen Village People und Morali/Belolo Discosound nach und wurde in Zusammenarbeit mit dem Remixer David Morales produziert.
Glenn Hughes, der erste Biker, starb am 4. März 2001 an Lungenkrebs. Auch wenn er nach 1995 nur mehr zum 20jährigen Jubiläum ?1997? auftrat, war er die Village People für die tausenden Fans, mit denen er in regem Mailkontakt stand.
Von 2004 bis April 2005 tourten sie als Vorgruppe bei Chers Farewell-Tour.
Vom 18. Juli bis zum 20. Juli 2004 traten sie als Opener bei drei Shows der Ärzte in der Berliner Wuhlheide auf.
Unter dem Namen The Amazing Veepers haben sie zwei neue Singles aufgenommen: Gunbalanya (5 verschiedene Mixes) und Loveship 2001 (vier verschiedene Mixes).
Seit dem 26. März 2006 befindet sich Victor Willis in Untersuchungshaft, nachdem er sich trotz Absprache mit der Staatsanwaltschaft den Ermittlungsbehörden entzog.
Hughes begleitete die Gruppe bis zu seinem Ausstieg. Seit Begin der 90er Jahre arbeitete Hughes nebenbei kabaretistisch und verließ schließlich 1996 Village People, um sich ganz seinem erfolgreichen kabaretistischen Programm in New York City zu widmen. Nebeinbei betreute er aber das Mailpostfach der Village People. Eines seiner liebsten Hobbys war es, mit seinem Custom-Bike, einer Harley Davidson, durch die Straßen von New York City zu fahren. Glenn R. Huges verstarb am 4. März 2001 im Alter von 50 Jahren in seiner Wohnung in Manhatten an Lungenkrebs. Auf eigenen Wunsch wurde er in seiner Lederkluft beerdingt. Er hinterläßt keine unmittelbaren Verwandten.
Die Fragen "Warum werden die Village People von Schwulen besonders verehrt?" und "Ist die Band ein Beispiel für die Verbindung der Themen Homosexualiät und Kunst?" werden bei keiner anderen Band schon so lange und so oft gestellt. Dazu gibt es zwar keine offensichtliche Antworten, jedoch hintergründig existieren viele Einzelheiten, die Anlass zu solchen Diskussionen bieten. Die Tatsache, dass ihr öffentliches Selbstverständnis das einer Mainstreamband ist, sagt wegen des möglichen Drucks, dies zu tun um einen so großen Erfolg zu haben, wenig aus.
Einige der angesagten Clubs in und um New York wurden vor allem von Schwulen besucht (the Botel und the Sandpiper auf Fire Island, the Sanctuary, the Loft und Studio 54 ('Dress spectacular') in der Stadt). Diese bestimmten durch viele ausgezeichnete DJs stark den Trend und waren bei ihnen beliebt, da die Community experimentierfreudiger im Musikgeschmack war und man so neue Platten oder Reihenfolgen ausprobieren konnte ohne gleich alle von der Tanzfläche zu verjagen. Die anderen Clubs waren meist konservativer, viele sehr elitär und man musste sich dort als DJ mehr an die etablierten Hits halten.
Über den Absatz bin ich mir noch im unklaren. Die Theorie gibt es auf jeden Fall.
Was begeisterte viele Schwule an der Glimmer und Glamourwelt des Disco und des Films? Eine gewisse Flucht aus dem täglichen Leben, wo man von vielen nur mehr oder minder stark als "perverse schwule Sau" oder "armer kranker Homo" gesehen wurde und im Beruf oder vielleicht auch in der Familie und bei Freunden darauf aufpassen "musste" sich nichts anmerken zu lassen. Ein Ort der Freiheit, wo man sich nicht verstellen muß. Weiters durch das Doppelleben, Ächtungen und von der Gesellschaft übernommene internalisierte Homophobie angekratzte Selbstbewußtsein durch besonders showartige Auftritte aufzupolieren und auch für das sonst versteckte zweite Ich Beachtung zu finden. Manche lebten diese Exhaltiertheit im täglichen Leben wie zB Rudolph Moshammer. „Schwule schämen sich ihrer Veranlagung, denn man hat ihnen in jahrhundertelanger christlicher Erziehung eingeprägt, was für Säue sie sind. Deshalb flüchten sie weit weg von dieser grausamen Realität in die romantische Welt des Kitsches und der Ideale. Ihre Träume sind Ilustriertenträume, Träume von einem Menschen, an dessen Seite sie aus den Widrigkeiten des Alltags entlassen werden in eine Welt, die nur aus Liebe und Romantik besteht.“ (bewußt provokantes Zitat aus dem Film Nicht der Homosexuelle... von Rosa von Praunheim, Deutschland, 1970. Das ist zwar 7 Jahre zuvor, aber in einer komplexen Gesellschaft, einer großen Gruppe, ändert sich nicht alles so schnell.). Das ganze kann in anderer Konstellation klarerweise auch für Heteros gelten, trat dort aber nicht in dem Prozentsatz und selten in der Stärke auf. Wenn man sowieso schon wie ein regenbogenfarbenes Zebra bestaunt wird, dann kann man gleich etwas größes daraus machen.
Explizit schwule Themen, in als solchen erkannten Texten, werden von Heteros nicht so schnell auf die eigene Situation umgelegt, wie dies bei heterosexuellen oder allgemeinen formulierteren Themen durch Schwule, die wenig andere Möglichkeiten haben, geschieht. Sich wirklich erfolgreich über Konventionen hinwegzusetzen gelang erstmals 1984 in Europa der englischen Band Bronski Beat mit Smalltown Boy und Why, wobei nur ersterer in den den Platz 48 in den US-Charts erlangen konnte. Noch heute lehnen manche (vor allem Amerikaner) zB die Pet Shop Boys komplett oder nur bestimmte Lieder als "zu schwul" ab. Im deutschsprachigen Raum kam 1976 das Lied Denn ich will (dass es alles gibt, was es gibt) von Andre Heller heraus, welches sehr offen die gleichgeschlechtliche Liebe, aber auch zusätzlich die Sodomie, nicht abwertend thematisiert.
Schwule sind es oft gewohnt zwischen den Zeilen zu lesen, da das Thema der mannmännlichen Liebe selten offen angesprochen wurde. In Literatur und Film war es gang und gäbe oft nur verklausulierte Andeutungen zu machen (The celluloid closet) da sonst die Zensur eingeschritten wäre, und das auch bei harmlosen Szenen, die in heterosexuellem Kontext sonst unbeanstandeten geblieben wären. Auch bei der Partnersuche außerhalb der Szene bedient man sich manchmal dieser Technik und wartet ab wie die Antwort ausfällt. „Do you know a gay place?“ (dt. hetero: „Kennen Sie einen Ort an dem man sich amüsiert?“ / schwul: „Kennen Sie einen schwulen Ort?“) konnte man sogar einen zivilen Polizisten fragen ohne gleich verhaftet zu werden.
Eine gewisse Anrüchigkeit, die aber nie wirklich voll bestätigt wird, ist nicht selten verkausfördernd. Heutzutage, und besonders wenn es sich um fraufräuliche Liebe handelt, kann man sogar etwas weiter gehen wie die Inszinierung der ersten Zeit von t.A.T.u. zeigte. Dort fühlten sich Männer in ihrer Männlichkeit (bei einigen definiert als Nicht-Nicht-Mann, Nicht-Mann = Frau, Kind, Schwuler) nicht angegriffen und bei Frauen gibt es diese Abgrenzung seltenst. Wenn dagegen eine männliche Gruppe sich zu so etwas hinreissen ließe, würden es zu viele Männer als Verrat am eigenen Geschlecht (Gender) sehen.
Am wichtigsten ist die Verbindung der eigentlichen Köpfe der Band, der Produzenten, zur Szene.
Da die Bandmitlieder heute vor allem ihren eigenen Wegen nachgehen, und sich die Zeiten geändert haben, ist von einigen mehr über ihr Privatleben bekannt geworden.
| englisch | deutsch | |
|---|---|---|
| (Folsom), Folsom Street, on the way to (Polk and Castro) | (Folsom), Folsom-Straße, auf dem Weg zur (Polk und Castro) | |
| (You don't find them finer) | (Du findest nichts feineres) | |
| (Freedom), freedom is in the air, yeah | (Freiheit), Freiheit liegt in der Luft, ja | |
| (Searching for what we all treasure: pleasure) | (Suchend nach dem, was wir alle sammeln: Vergnügen) | |
| (Cycles), cycles in the night shining bright | (*Räder), Räder in der Nacht leuchten hell | |
| (Brightly on nights tell a glory story) | ("Prächtige der Nacht" erzählen eine prachtvolle Geschichte) | |
| (Leather), leather, leather, leather baby | (Leder), Leder, Leder, Leder Baby! | |
| (Levi's and T's are the best now all right) | (Levi's und T-Shirts sind das beste jetzt, ganz recht) | |
| - | - | |
| Dress the way you please and put your mind at ease | Zieh dir an was dir gefällt und beruhig dich | |
| It's a city known for its freedom, (freedom) | Es ist eine Stadt, die bekannt ist für ihre Freiheit, (Freiheit) | |
| Cycles shining bright break the silence of the night | Räder, leuchten hell, durchbrechen die Stille der Nacht | |
| Inhibitions, no, you don't need them, (no), no, (no) | Hemmungen, nein, die brauchst du nicht, (nein), nein, (nein) | |
| - | - | |
- bgcolor="#E0E0E0" | (San Francisco), San Francisco | (San Franzisko), San Franzisko |
- bgcolor="#E0E0E0" | (San Francisco), City by the Bay yeah | (San Franzisko), Stadt bei der Bucht, ja |
- bgcolor="#E0E0E0" | (San Francisco), he he he he hey | (San Franzisko), he he he he hey |
- bgcolor="#E0E0E0" | (You've got me) ... Aau Aau | (Du hast mich) ... Aau Aau |
Das ehemals mexikanische Städtchen San Francisco ist seit je her eine sehr tolerante und freiheitsliebende Stadt. Auch Juden bermerkten das schon und siedelten sich dort, meist dem konservativen Milieu ihrer Gemeinschaft in New York entfliehend, dort an. Und so zog es auch viele Schwule und Lesben in diese Stadt. Der Ruf "Go West" in eine bessere Zukunft, ein schwules Utopia, wird in der schwulen Szene meist mit San Francisco gleichgesetzt. Auch hat die Stadt schon 1972 ein Gesetz gegen die Diskriminierung aufgrund von Lebensweise oder sexueller Neigung auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt beschlossen. ("beruhig dich, es ist eine Stadt, die bekannt ist für ihre Freiheit")
Folsom Street, Polk Street und Castro Street liegen teilweise im schwulen Viertel. Auf jeder Straße gibt es eine Reihe von Lokalen für Schwule, wobei jede Straße ihr eigenes Flair und Publikum hat. ("Zieh dir an was dir gefällt")
Von letzterer leitet sich auch der Castro Look ab: Enge T-Shirts, Jeans, kurze Haare, vielleicht Holzfällerhemd. Außerhalb der schwulen Szene bedeutet Castro Look aber aussehen wie Fidel Castro oder ein Israelisches Modelabel eines Herrn Castro, welches schon seit 50 Jahren besteht.
Das Wiederaufnehmen des Themas mit den Motorrädern gleich nachdem die Freiheit der Stadt besungen wird geht wahrscheinlich auf die erste und letzte Strophe des im englischen sehr bekannten Gedichts The Tyger von William Blake zurück, wo es heißt:
Tyger Tyger, burning bright, / In the forests of the night; / What immortal hand or eye, / Dare frame thy fearful symmetry?
(dt. Tiger, Tiger, Feuerspracht / in den Dschungeln dunkler Nacht: / Welches Auge, welche Hand / wagten Deines Schreckens Brand?)
Der Tiger ist einerseits ein schönes, prächtiges Tier, andererseits ist er gefährlich. Das Gedicht setzt sich unter anderem mit der Frage auseinander: "Wie kann Gott so etwas wie einen Tiger erschaffen, was sagt es über ihn aus?"
Der brennende Tiger / das leuchtende Mototrrad. Wer hat ihn entzündet / nein, Hemmungen brauchst du keine haben. Wie wird daraus ein Satz?
| englisch | deutsch | |
|---|---|---|
- bgcolor="#FFEBAD" | [Next only in the long Version from 2:55 min on | [Nächstes nur in der Langversion ab 2:55 min |
| Got me, got me, got me baby (1) | Hast mich, hast mich, hast mich Baby (1) | |
| Say you got me, love ya love you so, well (2) | Sag du hast mich, liebe, ja, lieb dich so, gut (2) | |
| Here's what I want you to do, | Hier ist was ich von dir will | |
| (take me), take me, take me baby, | (nimm mich), nimm mich, nimm mich, baby, | |
| (show me the way) show me the way (3) | (zeig mir den Weg) zeig mir den Weg (3) | |
| (take me), take me, take me baby, | (nimm mich), nimm mich, nimm mich Baby | |
| (???) Hey, Lead me to the water ... (4) | (???) Hey, führ mich zum Wasser ... (4) | |
| (take me), well well it's you and me yeah | (nimm mich), gut, gut dass du und ich es sind, jaa | |
| (Show me the way), why don't you show me the way, show me the way, hey (5) | (zeig mir den weg), warum zeigst du mir nicht den Weg, zeig mir den weg, hey (5) | |
| Come on baby, let's get it down, down | Komm Baby, mach langsamer, langsamer | |
| - | - | |
| Ain't nobody between you and me | Ist niemand zwischen dir und mir | |
| Baby baby feel fast and free | Baby, Baby, fühl fest/flott und frei | |
| - | - | |
| Baby baby let's do hot night | Baby baby, lass uns eine heiße Nacht haben | |
| Come on baby let's you and me swing | Komm Baby, lass uns swingen | |
| - | - | |
| Love the way, I please, don't put no chains on me | Ich liebe diese Art, ich bitte, leg mir keine Ketten an | |
| If you got the time, you can do it, | Wenn du dir Zeit läßt, kannst du es tun | |
| What I need is love, that's all I'm thinking of (6) | Was ich brauche ist Liebe, das ist alles woran ich denke (6) | |
| Take me to the Bay, lead me to it, (now) now (now) (7) | Nimm mich zur Bucht, führ mich dorthin, (jetzt) jetzt (jetzt) (7) | |
| - | - | |
- bgcolor="#E0E0E0" | (San Francisco), San Francisco | (San Franzisko), San Francisco |
- bgcolor="#E0E0E0" | (San Francisco), oh I love ya yeah... | (San Franzisko), oh, ich lieb dich, jaaa |
- bgcolor="#E0E0E0" | (San Francisco), he he he he hey | (San Francisco), he he he he hey |
- bgcolor="#E0E0E0" | (You've got me) Aau Aau | (Du hast mich) Aau Aau |
Homepage: Männliche Partner nicht aufgeführt, Frau und Kinder schon.
Noch nicht ganz richtig formuliert: Obwohl der Band das Image einer Homosexuellen-Combo anhaftet, distanziert sie sich heute zunehmend von diesem Image. Im Jahre 2005 bat der Filmemacher Joe Lovett den Agenten der Band, deren Songs für eine Dokumentation namens Gay Sex in the 70s benutzen zu dürfen. Der Agent lehnte ab, da die Band nicht als Gay-, sondern als Mainstream-Band verstanden werden wolle.
| Jahr | Titel | US | UK | DE | AT | CH | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
- bgcolor="#f0f0ff" | 1977 | Village People D-A-CH: ? San Fancisco ? | ? | - | - | - | - |
| 1978 | Macho Man | ? | - | - | - | - | |
- bgcolor="#f0f0ff" | 1978 | Cruisin' | ? | 24 | 1 | 1 | - |
| 1979 | Go West | ? | 14 | - | 22 | - | |
- bgcolor="#f0f0ff" | 1979 | Live and Sleazy (live)(2LP) | ? | ? | ? | ? | ? |
| 1980 | Can't Stop The Music (OST) | ? | 9 | - | - | - | |
- bgcolor="#f0f0ff" | 1981 | Renaissance | ? | - | - | - | - |
| 1982 | Fox On The Box | ? | ? | ? | ? | ? | |
- bgcolor="#f0f0ff" | 1983 | In The Street | ? | ? | ? | ? | ? |
| 1985 | Sex Over The Phone | ? | - | - | - | - | |
Außerdem wurden zahlreiche Best-Of-Zusammenstellungen veröffentlicht, von welchen Greatest Hits (1989) auch Gold- oder Platinstatus in den USA erlangte. Auf manchen waren verschiedene Remixes, vor allem von Y.M.C.A., enthalten.
| Jahr | Titel | US | UK | AU | DE | AT | CH | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
- bgcolor="#f0f0ff" | 1977 | San Francisco (You've Got Me) / Village People | - | T50 | - | - | - | |
| 1978 | Macho Man / Key West | 30 | - | - | - | - | ||
- bgcolor="#f0f0ff" | 1978 | Y.M.C.A. (3:30) / The Women | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| 1979 | In The Navy / Manhattan Woman | 3 | 2 | 3 | 5 | 7 | ||
- bgcolor="#f0f0ff" | 1979 | Go West / Citizens of the World | 15 | - | - | - | ||
| 1979 | Sleazy / Save Me (Uptempo) | - | - | - | - | |||
- bgcolor="#f0f0ff" | 1979 | Sleazy / Ready for the 80's | - | - | - | - | ||
| 1979 | I Am What I Am | / | - | 32 | - | - | ||
- bgcolor="#f0f0ff" | ||||||||
| 1980 | Can't stop the Music / Milkshake | - | 11 | 1 | 10 | 19 | - | |
| 1981 | 5 O'Clock In The Morning / Food Fight | |||||||
| 1985 | Sex Over The Phone / Sex Over The Phone (Instr.) | - | 40 | - | - | |||
| 1989 | Megamix / Y.M.C.A. (Version 1989) (3:56) | |||||||
| 1989 | Y.M.C.A. (3:30) / In The Navy | |||||||
- bgcolor="#f0f0ff" | 1990 | Living in the Wildlife | T10 | / | / | / | ||
| 1993 | Y.M.C.A (3* remix) / Go West (CD) | / | 12 | / | / | / | / | |
- bgcolor="#f0f0ff" | 1994 | DFB & Village People Far Away In America / United We'll Go | / | / | / | 44 | - | - |
| 1994 | In the Navy (7*Remix)(CD) | / | 36 | / | / | / | / | |
| 1997 | 5 O'Clock In The Morning (2*Rmx&O)(CD) (Nur in IT) | / | / | / | / | / | / | |
| 1997 | Go West / We Want You - Megamix 97 (3*Rmx)(CD) | / | / | / | / | / | ||
- bgcolor="#f0f0ff" | 1999 | YMCA Millennium Mix (3*Rmx)(CD) | / | 35 | / | / | / | / |
| 2005 | DJ Tyson vs. Village People Y.M.C.A. (3* remix)(CD & 12") | |||||||
Rockmusik, Stilrichtungen der Musik, Musik und weitere
Disco-Band | Homosexualität und Musik | US-amerikanische Band
Village People | Village People | Village People | Village People | ヴィレッジ・ピープル | Village People | Village People | Village People | Village People
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