Viktor II., auch: Victor II., eigentlich Gebhard Graf von Dollnstein-Hirschberg (* ca. 1018; † 28. Juli 1057 in Arezzo) war als fünfter Deutscher Papst von 1055 bis 1057. Sein Name bedeutet: der Sieger (latein.)
Nach dem Tod von Papst Leo IX. wurde Gebhard, seit 1042 Bischof von Eichstätt, als Viktor II. zum Papst gewählt, ohne jedoch sein Bischofsamt aufzugeben, und am 13. April 1055 inthronisiert. Er setzte Leos Politik fort und sicherte nach dem Tode Kaiser Heinrichs III. die Nachfolge durch König Heinrich IV. und die Regentschaft von dessen Mutter Agnes.
Viktor II., als Bischof von Eichstätt auch Reichsverweser, tat alles in seiner Macht stehende um das salische Imperium zu stützen. Die Kaiserin stand wie Heinrich III. auf der Seite der cluniazensischen Kirchenreformer und übte eine Politik des Ausgleichs und der Friedenserhaltung. Der Papst vermittelte in den Monaten bis zu seinem Tode zwischen Krone, weltlichem Adel und Episkopat.
Er starb am 28. Juli 1057 in Arezzo und wurde in S. Maria Rotonda in Ravenna beim Grabmal Theoderichs beigesetzt.
Auf dem Totenbett hatte er noch bestimmt, dass mit der Wahl seinens Nachfolgers erst begonnen werden solle, wenn Hildebrand, der langjährige Papstanwärter und spätere Papst Gregor VII. von seiner Reise nach Deutschland zurück sei.
Mann | Papst | Römisch-katholischer Bischof (11. Jh.) | Deutscher | Geboren 1018 | Gestorben 1057
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