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Viktor Emanuel von Savoyen (* 11. November 1869 in Neapel, † 28. Dezember 1947 in Alexandria in Ägypten) war als Viktor Emanuel III. König von Italien, Kaiser von Äthiopien und König von Albanien.

Leben


Kronprinz von Italien
Vittorio Emanuele di Savoia wurde am 11. November 1869 in Neapel als Sohn von Umberto I. von Savoyen, König von Piemont-Sardinien (ab 1878 König von Italien) und dessen Gemahlin Margarethe von Genua geboren.

König von Italien
1900 folgte er seinem Vater, der im selben Jahr einem Attentat zum Opfer fiel, als König von Italien und Herzog von Savoyen auf den Thron.

Erster Weltkrieg
Im Ersten Weltkrieg hatte er den Oberbefehl über die am Ende siegreichen italienischen Streitkräfte inne, allerdings führte die Truppen nicht an vorderster Front an. Danach genoß Viktor Emanuel III. eine unangefochtene Stellung als Autorität im Staat bzw. als Staatsoberhaupt und bis zum Ende seiner Herrschaft auch stets eine große Popularität.

Die 20er Jahre
Nach dem Ende des Krieges musste er mit instabilen Regierungen, einer wirtschaftlichen sowie politischen Krise und auch mit den damit verbundenen Unruhen fertig werden. Es herrschte ein Klima der Angst, dass ähnlich wie in Russland das Proletariat die Macht beanspruchen könnte. Daneben machte sich Unzufriedenheit über die anderen Siegermächte breit, die einige ihrer Zusagen nicht einhalten wollten, was zum Begriff des "Versehrten Sieges" führte. Viktor Emanuel machte kein Hehl daraus, dass auch er unzufrieden war und die Ehre Italiens wiederhergestellt sehen wollte. Dies führte dazu, dass er den Ideen von Benito Mussolini nicht völlig abgeneigt war, der dies ebenso vertrat und sich wie er selbst entschieden gegen alle linken Ideologien wandte.

Zeit des Faschismus
1922 ernannte er nach dem berühmten Marsch auf Rom den Faschisten Benito Mussolini zum Ministerpräsidenten, der bis 1923 noch im parlamentarischen Rahmen regierte, danach aber mit einer Reihe von Sondergesetzen, die teilweise von Viktor Emanuel III. mitgetragen wurden, Italien faktisch zum Einparteienstaat machte.

Während der faschistischen Diktatur blieb er als König de iure Staatsoberhaupt, auch wenn er von 1923 bis 1943 kaum noch politisches Gewicht hatte bzw. auch bewußt keinen Einfluss mehr nahm. Exemplarisch dafür ist die Tatsache, dass er am Anfang der 1930er Jahre den Oberbefehl über die Streitkräfte an Mussolini weitergegeben hatte. So kam es, dass er den Kriegsplänen Mussolinis zur endgültigen Eroberung von Äthiopien nichts entgegen setzte.

Kaiser von Äthiopien
Von 9. Mai 1936 bis 5. Mai 1941 war Viktor Emanuel III. auch Kaiser von Äthiopien, nachdem Mussolini dieses Land erobert hatte und die Gründung des Kaiserreiches proklamierte. Nach seinem Aufstieg zum Kaiser trug er, wenn auch Mussolini den Oberbefehl über die Streitkräfte besaß, den obersten militärischen Rang des Landes mit der Bezeichnung Primo Maresciallo dell' Impero (Erster Marschall des Reiches). Diesen Titel trug fortan – jedoch eher anmaßend – nunmehr auch Mussolini selbst. Bis 1941 lautete sein offizieller Titel Sua Maestá il Re Imperatore (Seine Majestät der König und Kaiser).

König von Albanien
Nachdem im Jahre 1939 italienische Truppen auf Befehl Mussolinis auch Albanien – wenn auch kampflos – besetzt hatten, wurde Viktor Emanuel III. nunmehr auch zum König von Albanien proklamiert.

Zweiter Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg hielt er sich nach dem Eintritt Italiens am 10. Juni 1940 sich weiterhin im Hintergrund. Öffentlich erschien er fast nur noch zu Truppeninspektionen und Schiffstaufen. 1943 ließ er den vom Faschistischen Großrat per Misstrauensvotum de facto abgesetzten Mussolini verhaften, als dieser ihn aufsuchte, um zu demissionieren. Der König berief daraufhin Marschall Pietro Badoglio zum neuen Ministerpräsidenten und beauftragte ihn mit der Bildung einer neuen Militärregierung. Außerdem übernahm er wieder selbst den Oberbefehl über die Streitkräfte.

Badoglio löste alle faschistischen Organisationen per Gesetz auf und mit ihm zusammen setzte sich Vittorio Emanuele III. mit einer Wagenkolonne unter großem Jubel der Bevölkerung nach Brindisi ab, wo bereits alliierte Truppen standen, um einer etwaigen Gefangennahme durch die nun Italien besetzenden deutschen Truppen zu entgehen.

Viktor Emanuel III. blieb König von Italien in dem von den Westalliierten besetzten Teil des Landes, während Mussolini von Adolf Hitler im Norden Italiens als Staatschef der Sozialrepublik Italien eingesetzt wurde. Als König kehrte er erst nach der Befreiung von Rom durch die Alliierten in die Hauptstadt zurück und ernannte Mitte 1944 seinen Sohn Umberto II. zum Statthalter über das Königreich Italien.

Zeit nach 1945 und Exil
Im Jahre 1946 dankte er zugunsten seines Sohnes Umberto II. ab (der nur drei Wochen König von Italien blieb) und begab sich noch im selben Jahr ins Exil, nach dem von der US-amerikanischen Besatzungsmacht initiierten Referendum über die künftige Staatsform als Republik oder weiterhin als Monarchie. Die neue republikanische Verfassung trat allerdings erst 1948 in Kraft, was Viktor Emanuel III. nicht mehr erleben sollte. Er starb am 28. Dezember 1947 im Exil in Alexandria im damaligen Königreich Ägypten.

Nachkommen


Am 24. Oktober 1896 heiratete er in Rom Elena von Montenegro, die ihm die fünf Kinder schenkte:

Siehe auch


Weblinks


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